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Spee, Friedrich von / 1591-1635

Andere NamensformenIncertus Theologus Romanus / 1591-1635 ; Incertus Theologus Orthodoxus / 1591-1635
Geburtsdatum25.02.1591
GeburtsortDüsseldorf-Kaiserswerth
Sterbedatum07.08.1635
SterbeortTrier
WirkungsorteSpeyer ; Worms ; Mainz ; Paderborn ; Würzburg ; Bamberg ; Köln
Berufe/StellungenKatholischer Theologe ; Pfarrer / Katholische Kirche
FachgebieteKirche ; Religionswissenschaft und nichtchristliche Religionen
Beziehungen (Link)Nickel, Goswin / 1582-1664;
Werke (Auswahl)Cautio Criminalis Seu De Processibus contra sagas Liber, 1631 ; Theologischer Proceß, 1631 ; Gewissens-Buch, 1647 ; Gueldenes Tugend-Buch, 1649
Biogramm Der aus einem rheinischen Adelsgeschlecht stammende Friedrich Spee trat nach dem Bakkalaureat in Köln mit 19 Jahren in den Jesuitenorden in Trier ein; war dort Kommilitone des Gegenreformators und späteren Ordensgenerals Goswin Nickel; 1612 folgten die ersten Gelübde in Fulda; 1612-15 studierte er Philosophie in Würzburg; nach seiner Magisterprüfung 1615 war er Gymnasiallehrer an den Jesuitenschulen in Speyer, Worms und Mainz; 1615 wurde seine Bitte um Aussendung in die Heidenmission abgelehnt; ab 1619 begann er mit dem Studium der Theologie in Mainz; die Drucklegung seiner ersten Schriften wurde abgelehnt; 1622 wurde er zum Priester geweiht; 1623 begann sein Lehrauftrag für Philosophie an der Universität Paderborn; er begann mit gegenreformerischer Tätigkeit und Missionierung unter dem evangelischen Adel in Paderborn; nach Ausbruch der Pest Berufung nach Speyer zur Ableistung des Tertiats; 1628 wurde er vertretungsweise zum Schuldienst nach Köln abgeordnet, erregte dort Anstoß, weil er Einrichtungen des Ordens kritisierte; Beginn seiner Studien über Hexenprozesse; 1629 Entsendung nach Peine zur Rekatholisierung der Stadt; danach Professur für Moraltheologie in Paderborn; Entzug des Lehrauftrags 1631 mit dem Vorwurf, er übe ungünstige Einflüsse auf jüngere Ordensmitglieder aus; Tätigkeit als Seelsorger und Beichtvater in Würzburg und Bamberg, wo er über 200 als Hexen zum Tode verurteilte Frauen zum Scheiterhaufen führen mußte; anonyme Veröffentlichung seiner Schrift gegen die Hexenprozesse "Cautio criminalis", er wurde jedoch bald als Autor enttarnt; trotz Bedenken wurde er als Professor für Kasusvorlesungen über Moraltheologie nach Köln berufen; nach Erscheinen der 2., verbesserten Auflage seiner Anklageschrift über die Hexenprozesse wird er mit einem Lehrauftrag für Moraltheologie nach Trier versetzt; Tätigkeit als Beichtvater, Krankenpfleger und Seelsorger in den Gefängnissen und Lazaretten der durch Franzosen besetzten Stadt; 1634 entstanden zwei eigenhändige Niederschriften seiner "Trutznachtigall" und des "Güldenen Tugendbuchs"; er starb 1635 durch die Pest; als Lyriker der Barockzeit hat er sich bewußt der deutschen Sprache bedient, er dichtete über 100 Kirchenlieder. - Die neuere Forschung (Franz 2001, s. unter "Quellen") stellt einige für sicher gehaltene Erkenntnisse in Frage, z.B. die Tätigkeit als "Hexen"-Beichtvater; gesichert scheint, daß er selbst sich "Friedrich Spee" nannte und so genannt wurde
Quellen
  • Handschr. Konvolut Büchereistelle Koblenz, Irene Wiesner
  • Franz, Gunther (Hrsg.): Friedrich Spee zum 400. Geburtstag. Kolloquium der Friedrich-Spee-Gesellschaft Trier. Paderborn, 2001
Quellen (WWW)
GND-Nr. 11861598X
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pk01679
Zuletzt bearbeitet:18.10.2016
Weitere Informationen:
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von: Spee, Friedrich von / 1591-1635
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