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Ackermann, Christian Hugo / 1896-1993

Geburtsdatum22.07.1896
GeburtsortHof
Sterbedatum24.02.1993
SterbeortWeiler bei Bingen
Berufe/StellungenArchitekt ; Nationalsozialist
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten ; Architektur. Bautechnik
Biogramm Sohn des Webereiobermeisters Martin Hugo Ackermann. - Verheiratet seit 1938 mit Auguste Flock, geb. Nobel (katholisch, geschiedene Ehefrau des Josef Flock, bei dem Ackermann in Koblenz 1927-1933 gewohnt hatte), seit 14.8.1946 verwitwet (Ehefrau starb im Krankenhaus Traben-Trarbach an Tuberkulose). - Evangelisch, 1937 Kirchenaustritt, nach 1945 Wiedereintritt. - 1902-1907 Volksschule in Hof, 1907-1914 Realschule in Hof; 1914-1920 Wehrdienst als Kriegsfreiwilliger (1916 EK II); 1920-1924 Staatliche Gewerbeakademie in Chemnitz, Prüfung als Bauingenieur. - Architekt, seit 1925 in Düsseldorf tätig, 1926-1930 bei der Rheinischen Wohnungsfürsorge GmbH in Trier, 1930-1932 arbeitslos, 1932-1933 Hilfskraft beim Hochbauamt Koblenz; 1936 und April 1938 erfolglos zum Reichstag vorgeschlagen; 1938-1945 ehrenamtlicher Vorsitzender des Zweckverbandes der Krankenhäuser am Mittelrhein; 1939 Bau eines Hauses in Arzheim, das er 1943 wieder verkauft, da seine Frau dort krank geworden ist; Sommer 1944-April 1945 evakuiert nach Köditz bei Hof. NSDAP: 1.1.1931 Eintritt in die NSDAP (Nr. 435076); 1931-1934 Ortsgruppenleiter in Koblenz-Mosel (Rauenthal), wegen Vernachlässigung der Ortsgruppe abgesetzt; Ende Mai 1933 von Gauleiter Simon mit der Leitung und dem Aufbau der NSV im Gau beauftragt; Juli 1933-1944 Gauamtsleiter des Amts für Volkswohlfahrt im Gau Koblenz-Trier (ab 1942 Moselland), März 1944 Entlassung (Gehaltszahlung noch bis Ende 1944) nach Erkrankung (Lungenentzündung und totaler Nervenzusammenbruch) und Stellungnahme gegen Tendenzen, die ihm unsittlich erschienen (Propaganda der NSDAP für das außereheliche Kind; nach eigener Darstellung wurde Ackermann, nachdem er in einer Ansprache an sein Personal das sittliche Verhalten der Frauen besonders scharf gerügt hatte, mit der Einlieferung ins KZ bedroht, in Berlin auf seinen Geisteszustand untersucht und für nicht normal erklärt, wodurch er der Verhaftung entgangen sei). Nachkriegszeit: Flucht aus Köditz beim Einzug der Amerikaner, 25.5.1945-22.5.1948 Internierung in Hersbruck, Regensburg und Diez, danach wohnhaft in Tellig bei Zell a.d. Mosel (bei der Familie einer früheren Hausangestellten), seit Aug. 1949 in Budenheim und als Maurer in Mainz tätig; 29.7.1949 Säuberungsvorschlag des Untersuchungsausschusses Koblenz: Minderbelasteter. Bei jeder Gelegenheit schrie und schnauzte er die Untergebenen an, die nicht seines Willens waren (Aussage des Peter Becker, Koblenz, am 1.9.1948), wurde der brüllende Löwe genannt; Ackermann legte den größten Teil seiner Ersparnisse in seine Wohnung und Bücher über Architektur, Malerei und Bildhauerei an (Büchersammlung nach eigener Einschätzung im Wert von ca. 60.000 RM); vor allem ihm war das Verbleiben der Schwestern in den konfessionellen Krankenhäusern zuzuschreiben.
Quellen
  • Landeshauptarchiv Koblenz Best. 584/1 Nr. 1172 und Nr. 1190, Best. 856 Nr. 134671. - Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004. - Stockhorst, Erich: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich, Wiesbaden o. J. (1985). -
GND-Nr. 1051182093
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0002
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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