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Reckmann, Friedrich Ludwig / 1907-1984

Geburtsdatum18.10.1907
GeburtsortEssen-Steele
Sterbedatum26.09.1984
SterbeortBad Homburg v. d. Höhe
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Gerichtssekretärs Josef Reckmann. - Familienstand: ledig. - Religion: katholisch, 1943 gottgläubig. - Ausbildung: Volksschule und Gymnasium in Essen-Steele (Obertertia), ab Sept. 1921 Lehre bei der Kreissparkasse Köln. - Beruf: Sparkassenangestellter in Köln, seit 1930 in St. Goar; Nov. 1933-1945 MdR, Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier); preußischer Provinzialrat der Rheinprovinz; 24.6.-24.7.1940 Militärdienst. - NSDAP: Juli 1925 Eintritt in die NSDAP (Nr. 22560) und SA (in Frechen bei Köln); Nov. 1930-30.6.1931 Bezirksgeschäftsführer der Bezirksleitung Koblenz der NSDAP; 1.7.1931-1945 stellvertretender Gauleiter des Gaus Koblenz-Trier (ab 1942 Moselland); [[Anm.: Beurteilung durch Gauleiter Simon 1936: "Pg. Reckmann ist entwicklungsfähig. Er wächst mit der Größe der gestellten Aufgaben" (Bundesarchiv Best. PK/O 45 Reckmann)]] 1.7.1931 zugleich Gauinspekteur der Gauleitung Koblenz-Trier; 1.7.1931-1933 Gaugeschäftsführer (1931 auch Kassenwart) der Gauleitung Koblenz-Trier; 1932-1933 Kreisleiter von Koblenz-Stadt; SA-Sturmführer z.b.V.; 9.11.1936 Dienstgrad eines NSKK-Oberführers, zugeteilt zum Stab der NSKK-Motorbrigade Westmark, 30.1.1941 NSKK-Brigadeführer (Motorgruppe Westmark), 30.1.1944 NSKK-Gruppenführer (Motorobergruppe West); 23.2.1939 Vermerk der NS-Parteikanzlei: "Pg. Reckmann ist sehr viel krank. Sollte sein Gesundheitszustand sich bessern, muß er versetzt werden, er ist der schlechteste sicher nicht"; 1940/41 Aufbau der Volksdeutschen Bewegung in Luxemburg im Auftrag des Gauleiters Simon; 17.7.1941 in einer "Vorschlagsliste für Gauleiter" der NS-Parteikanzlei genannt: "Reckmann hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und käme m. E. als Gauleiter für einen kleinen Gau in Frage"; 15.6.1942 Reckmann erscheint (mit 4 anderen Personen) auf einer bei der NS-Parteikanzlei erstellten "Liste der Männer, die für höchste Stellen in Partei und Staat in Betracht kommen"; 1.2.1943 als ständiger Vertreter (Stabsleiter) des Leiters des Obersten Parteigerichts Walter Buch nach München abkommandiert; 30.11.1943 in der NS-Parteikanzlei als kommissarischer Gauleiter der Gaue Salzburg oder Weser-Ems vorgeschlagen; 20.12.1943 Vermerk Bormanns: "Der Vorschlag Reckmann ist künftig zu unterlassen. R. ist beim OPG. nicht zu entbehren. Dort muß eine ganz stetige Linie angehalten werden". Nachkriegszeit: Zunächst unbestimmter Aufenthalt, 1946 von den Briten verhaftet und an Luxemburg ausgeliefert, 23.12.1949 Verurteilung zu 4 Jahren Gefängnis durch den Gerichtshof für Kriegsverbrechen in Luxemburg; 1950 wohnhaft in Krefeld-Verberg. [[Anm.: Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 112311-III, Bl. 105]]. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Nach einem Hinweis (aus unsicherer Quelle) des Stadtarchiv s Koblenz soll Reckmann hingegen im November 1984 in Meran verstorben sein
Quellen
  • Bundesarchiv Best. PK/O 45 Reckmann, Best. NS 6 Nr. 799, Best. NS 22 Nr. 1056. - Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 112311-VI. - Dorfey, Beate: "Goldfasane" oder Hoheitsträger der Kreise? Die Kreisleiter im Gau Koblenz-Trier, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 29, 2003, S. 297-424. - Lilla, Joachim (Bearb.): Die Stellvertretenden Gauleiter und die Vertretung der Gauleiter der NSDAP im "Dritten Reich", Bremerhaven 2003 (= Materialien aus dem Bundesarchiv, H. 13). - Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004, S. 494. - Spang, Paul: Gustav Simons Ende, in: Hémecht 44, 1992, S. 303-316. -
GND-Nr. 1051216818
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0232
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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