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Jagow, Dietrich Wilhelm Bernardt von / 1892-1945

Geburtsdatum29.02.1892
GeburtsortFrankfurt (Oder)
Sterbedatum26.04.1945
SterbeortMeran
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Obersten Eduard von Jagow. - Familienstand: verheiratet seit 21.9.1926 mit Hedwig Sinner, 6 Kinder. - Religion: evangelisch, 1938 konfessionslos. - Ausbildung: Gymnasien in Ballenstedt und Blankenburg (Harz), 1909/10 Untersekunda im Gymnasium in Blankenburg, Primareife. - Beruf: 1.4.1912 Eintritt in die Kaiserliche Marine, 1.4.1912-1914 Marineschule Mürwik, Aug. 1914 Leutnant zur See, 1914-1918 Wachoffizier auf den kleinen Kreuzern "Wettin" und "Arkona" und auf dem U-Boot UB 77, Dez. 1917 Oberleutnant zur See, 1919 Kommandant bei den Minensuch-Flottillen, 1919 nach der Weigerung, sich auf die Weimarer Verfassung vereidigen zu lassen, aus dem aktiven Dienst verabschiedet, Sept. 1919-Sept. 1920 Angehöriger der Marinebrigade Ehrhardt, März 1920 Teilnahme am Kapp-Putsch, 1.10.1920 endgültig aus der Marine verabschiedet; Sept. 1920 Organisation Consul (OC), 1920/21 Forst- und Landarbeiter bei der Bayerischen Holzverarbeitungsgesellschaft (Tarnfirma der Organisation Consul); 1921 als Handelsreisender (Seife, Waschpulver, Hygieneartikel) und Volontär an der Osianderschen Buchhandlung in Tübingen tätig; Sommersemester 1922 außerordentlicher Hörer der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen; 9.5.1932-1945 MdR, Wahlkreis 31 (Württemberg), ab 1936 Wahlkreis 3 (Berlin Ost); 8.3.-15.3.1933 Reichskommissar für die Polizei in Württemberg, 15.3.-31.3.1933 ehrenamtlicher Polizeikommissar für das Land Württemberg; 11.7.1933 preußischer Staatsrat, 1934 preußischer Provinzialrat der Provinz Hessen-Nassau; Juli 1934 Mitglied des Volksgerichtshofs, preußischer Provinzialrat der Provinz Brandenburg; 1935 Ratsherr der Reichshauptstadt Berlin, Mitglied des Vorstands Deutscher Adelsgenossenschaften; 1.9.1939 als Korvettenkapitän d.R. zum Kriegsdienst einberufen, 1.9.1939-Mai 1940 Kommandant des Minensuchschiffes "Tannenberg", Mai-Okt. 1940 bei der Marinestation Ostsee, Okt. 1940-30.4.1941 Flottillenchef der 18. Vorpostenflottille bzw. Verwendung im OKM, 1.5.1941 aus der Kriegsmarine entlassen; 29.6.1941-19.3.1944 Gesandter I. Klasse in Budapest (24.7.1941 Dienstantritt), 8.5.1944 in das Auswärtige Amt einberufen (1.6.1944 Dienstantritt); Sept. 1944-20.1.1945 Führer des Volkssturmbataillons 35 (Schlesien), 20.1.1945 schwere Kopfverletzung (Verlust eines Auges), 20.1.1945-März 1945 im Lazarett in Leipzig, danach Reise als NS-Kurier nach Meran. NSDAP: Herbst 1920 Eintritt in die NSDAP; Winter 1920 Eintritt in die SA, Mai/Juni 1921 Führer des 1. Sturmzugs der Sturmkompanie von Killinger (Oberschlesien), Herbst 1921 Führer der 1. SA-Sturmabteilung (unter dem Namen "Oberleutnant Dietrich"), Jan. 1922 Ausbilder des Tübinger Studentenbataillons, Jan. 1922-Nov. 1923 Inspekteur der württembergischen SA; 1922-1928 Bezirksführer des Bundes Wiking in Württemberg und Baden; 1923 Austritt aus der NSDAP; 1927/28 Stahlhelm; 1.1.1929 Wiedereintritt in die NSDAP; 1929-1931 Gaugeschäftsführer der Gauleitung Württemberg-Hohenzollern; 1929-April 1930 Gau-SA-Führer Württemberg, Ortsgruppenleiter der NSDAP in Esslingen; April 1930-1.4.1931 Führer der SA-Brigade III der Untergruppe Württemberg bzw. Führer der SA-Untergruppe Württemberg, 2.4.1931-13.4.1932 Führer (bis 14.10.1931 m.d.F.b.) der SA-Gruppe Südwest (Stuttgart), 14.10.1931 SA-Gruppenführer, 1.7.1932-19.3.1933 Führer der SA-Gruppe Südwest, 20.3.-30.6.1933 Führer der SA-Obergruppe III (SA-Gruppen West, Thüringen und Südwest, Dienstsitz: Koblenz), 27.6.1933 SA-Obergruppenführer, 1.7.1933-30.6.1934 Führer der SA-Obergruppe V (SA-Gruppen Thüringen, Hessen, Südwest, Westmark und Kurpfalz [[Anm.: Die SA-Gruppen Westmark und Kurpfalz gingen im Mai 1934 in den Befehlsbereich der SA-Obergruppe IX über (Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004, S. 277)]], Dienstsitz: Stuttgart), 20.7.1934-31.1.1942 Führer (bis 15.9.1935 m.d.F.b.) der SA-Gruppe Berlin-Brandenburg; April 1936 ehrenamtlicher Richter beim Obersten Ehren- und Disziplinarhof der DAF. - Tod: Freitod. 13.2.1950 von der Spruchkammer Freiburg posthum als "Minderbelasteter" eingestuft. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Keiper, Gerhard / Kröger, Martin (Bearb.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871-1945. Bd. 2: G-K, Paderborn 2005. - Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945?, Frankfurt am Main 2003. - Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004. -
GND-Nr. 1051184126
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0149
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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