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Jung, Philipp Wilhelm / 1884-1965

Geburtsdatum16.09.1884
GeburtsortFlörsheim-Dalsheim-Niederflörsheim
Sterbedatum09.09.1965
SterbeortWorms
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Lehrers Adam Jung. - Familienstand: verheiratet seit 30.9.1911 mit Stefanie Muxel. - Ausbildung: Volksschule, Gymnasium in Worms; Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg, München und Gießen, Referendarexamen in Gießen; Referendariat am Amtsgericht Pfeddersheim, am Landgericht Mainz, bei einem Rechtsanwalt in Mainz und am Kreisamt Bensheim, 1912 juristisches Staatsexamen in Darmstadt. - Beruf: 1913-März 1933 Rechtsanwalt in Worms; Aug. 1914-Nov. 1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg; 1926-1933 Stadtrat in Worms (DNVP, ab 5.11.1930 NSDAP); Dez. 1931-1933 MdL (Hessen), 13.3.1933 Landtagspräsident; 13.3.1933 Staatskommissar der Stadt Mainz; 15.5.1933 hessischer Staatssekretär; 18.9.1933-1.3.1935 hessischer Staatsminister und Regierungschef (Ablösung wegen eines Konflikts mit Gauleiter Sprenger); Nov. 1933 erfolglos zum Reichstag vorgeschlagen; 1.3.1935-März 1940 Regierungspräsident des Saarlandes in Saarbrücken (auf Betreiben von Gauleiter Bürckel); März 1940-1945 (bis Dez. 1940 stellvertretender) Bürgermeister von Wien. - NSDAP: vor 1930 Mitglied der DNVP; ab 1927 ständiger Verteidiger des pfälzischen Gauleiters Bürckel; 16.9.1930 Eintritt in die NSDAP und SA; 1931 Vertrauensmann des hessischen Gauleiters Gemeinder für den der Gauleitung unmittelbar unterstellten Kreis Worms; 12.9.1931 Jung befürwortet nach dem unerwarteten Tod des Gauleiters Gemeinder (am 30.8.1931) in einem Schreiben an Reichsorganisationsleiter Strasser einen Anschluss Rheinhessens an den Gau Pfalz; [[Anm.: Bundesarchiv Best. N 22 Nr. 1053, Bl. 434 f.; Strasser lehnte den Vorschlag mit der Begründung ab, dass dieser "dem Organisationsprinzip widersprechen würde"]] Dez. 1940 Ehrenbrigadeführer der SA; 1940-1943 Gauamtsleiter für Kommunalpolitik des Reichsgaus Wien. Nachkriegszeit: 38 Monate interniert, im Säuberungsverfahren in erster Instanz als Minderbelasteter eingestuft, 22.5.1950 Einstellung des Säuberungsverfahrens durch die Zentralberufungskammer Hessen; 16.11.1950 Ablehnung von Jungs Gesuch um Wiederzulassung als Rechtsanwalt durch das hessische Justizministerium, dagegen Berufung Jungs beim Ehrengericht der Rechtsanwaltskammer Frankfurt; 16.5.1951 Urteil des Ehrengerichts: der vom Justizministerium angegebene Versagungsgrund ist nicht zutreffend; dagegen Berufung des Generalstaatsanwalts in Frankfurt; 23.2.1952 Zurückweisung der Berufung des Generalstaatsanwalts durch den Ehrengerichtshof für Rechtsanwälte in Hessen; nach 1952 Notar in Waldmichelbach. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Bundesarchiv Best. NS 22 Nr. 1053. - Staatsarchiv Darmstadt Best. Landgericht Darmstadt Nr. Ic J 6. - Bönnen, Gerold: Von der Blüte in den Abgrund: Worms vom Ersten bis zum Zweiten Weltkrieg (1914-1945), in: Geschichte der Stadt Worms, hrsg. von Gerold Bönnen, Stuttgart 2005, S. 545-606. - Gallé, Volker: Karl dÆAngelo û Lagerleiter des Konzentrationslagers Osthofen, in: Die Zeit des Nationalsozialismus in Rheinland-Pfalz, hrsg. von Hans-Georg Meyer und Hans Berkessel, Mainz 2000, S. 69-79. - Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945?, Frankfurt am Main 2003. - Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004. - Reuter, Fritz (Hrsg.): Worms 1933. Zeitzeugnisse und Zeitzeugen. Mit den "Erinnerungen" von Oberbürgermeister Wilhelm Rahn, Worms 1995 (= Der Wormsgau, Beiheft 33). - Ruppel, Hans Georg / Groß, Birgit (Bearb.): Hessische Abgeordnete 1820-1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großherzogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen, Darmstadt 1980 (= Darmstädter Archivschriften, Bd. 5). -
GND-Nr. 1013197062
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0155
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
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über: Jung, Philipp Wilhelm / 1884-1965
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