Möchten Sie uns biographische Informationen übermitteln?

[Mobile Ansicht anfordern]


Vollanzeige gefundener Personen



Diese Treffer per Mail versenden?



Kettenring, Otto / 1910-1976

Geburtsdatum05.06.1910
GeburtsortAltenglan
Sterbedatum15.10.1976
SterbeortAltenglan
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Oberladeschaffners Karl Kettenring. - Familienstand: verheiratet seit 1939 (kirchliche Trauung) mit Käthe Lind (versieht 1933-1939 den Organistendienst der evangelischen Kirchengemeinde Kusel, seit 1944 NSDAP-Mitglied), 3 Kinder. - Religion: evangelisch, Kirchenaustritt Okt. 1944. - Ausbildung: 1917-1921 Volksschule Altenglan, 1921-1923 Progymnasium Kusel (muss Besuch wegen Ausweisung seines Vaters aufgeben); kaufmännische Lehre bei der Firma Ernst Kalkbrenner in Altenglan. - Beruf: kaufmännischer Angestellter, wird Ende 1928 arbeitslos und gründet 1929 ein kleines Lebensmittelgeschäft, das aber keinen Gewinn abwirft; 1935-1938 Kanzleiangestellter beim Finanzamt Lauterecken (durch Vermittlung der Kreisleitung Kusel); 1938 Beginn einer Ausbildung als Steueranwärter beim Finanzamt Pirmasens, dann (wegen wirtschaftlicher Notlage) nach Zweibrücken zur NSV versetzt; Sept. 1939-1940 Wehrdienst (Polenfeldzug, wegen Magenleidens entlassen, 70% kriegsbeschädigt). - NSDAP: 1.3.1932 Eintritt in die NSDAP (Nr. 1032679) und SA (zuletzt Obertruppführer, seit 1934 kein Dienst mehr); 1934-1935 Ortsgruppenleiter von Altenglan; 1938-1939 Ortsgruppen-Hauptstellenleiter in Zweibrücken; 2.1.1939-8.10.1939 Kassenleiter auf der NSV-Ortsamtsleitung Zweibrücken; Aug. 1939-19.3.1945 Angestellter der Kreisleitung Kusel (kommissarischer Kreispersonalamtsleiter, seit 1942 kommissarischer Kreisleiter); 1945 beim Einmarsch der Amerikaner geflüchtet. Nachkriegszeit: 1945-1948 Internierung in Ludwigsburg; 18.10.1949 Säuberungsurteil der Spruchkammer Neustadt: Minderbelasteter. Sein Verhalten als Kreisleiter wird nicht ungünstig beschrieben; 1944 hat er abgesprungenen amerikanischen Fliegern geholfen und sie mit seinem Auto ins Krankenhaus Kusel gefahren. "Obwohl sich Kettenring sehr rege für das Nazi-Regim" (!) "eingesetzt hatte, wurde er aber andererseits in politischer Hinsicht von niemanden" (!) "für voll angesehen. Von ehemaligen Parteigenossen wird erzählt, dass Kettenring in keiner Weise fähig war, die Stelle eines Kreisleiters zu vertreten und es gut verstanden hatte, seine Schwächen durch Angeben zu verdecken" (Aussage der Gendarmerie-Station Altenglan vom 11.1.1949). 1949 in ärmlichen Verhältnissen, als Hilfsarbeiter beim Wiederaufbau in Mainz beschäftigt. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Landesarchiv Speyer Best. R 18 Nr. A 21512. - Mitteilung Dr. Wolfanger. -
GND-Nr. 1051184312
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0162
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


Ausgabeformat wechseln

Standardanzeige
Mobilanzeige
Kategorienanzeige
Fliesstext
Mobilanzeige 2

Neue Suche