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Janicke, Rudolf / 1897-

Geburtsdatum2.6.1897.
Sterbedatumunbekannt
Sterbeortunbekannt
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Beruf: Versicherungsangestellter in Hamburg, 1930 erwerbslos; bis 1930 Stadtverordneter in Trier (stellvertretender Führer der NSDAP-Fraktion); nach 1930 wieder in Hamburg wohnhaft. - NSDAP: seit 1921 in Hamburg für die "Bewegung" aktiv, seit 16.8.1924 Mitglied des vorläufigen Vorstands des Landesverbandes der bisherigen NSDAP (Deutsche Volksgemeinschaft) und der Deutschvölkischen Freiheitspartei in Hamburg, von der Reichsführerschaft der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung Großdeutschlands auf deren Tagung in Weimar mit der Vorbereitung des Zusammenschlusses dieser beiden Parteien beauftragt; 1.9.1928 Eintritt in die NSDAP (Nr. 97726), Ortsgruppe Trier; 1929 Führer der SS-Standarte IV in Trier; 1.4.1929-1.3.1930 Leiter des Bezirks und der Ortsgruppe Trier; 7.12.1929 Antrag Janickes beim USchlA der Ortsgruppe Trier auf Parteiausschluss des Trierer SA-Führers Brixius, nachdem dieser ihn auf einer Versammlung der Trierer NSDAP wüst beschimpft hatte; 1.10.1930 Ausschluss Janickes aus der NSDAP durch Beschluss des USchlA der Ortsgruppe Trier auf Betreiben seines Nachfolgers Struve (wegen persönlicher Gegensätze), dagegen Berufung Janickes am 20.11.1930; 12.10.1930 Denkschrift Janickes an die Reichsleitung, in der er sich über "kleine Mussolinis" im Gau Rheinland und v.a. im Wahlkreis Koblenz-Trier beklagt, "die alles mundtot machen und unterdrücken, was ihnen persönlich nicht genehm und willfährig ist"; Kritik v.a. an Bezirksleiter Willy Struve und SA-Führer Paul Simon, die "an einer gewissen einseitigen autokratischen, um nicht zu sagen: bonzokratischen, Selbstüberhebung leiden"; Forderung nach einer Verwarnung Struves und Abberufung Paul Simons sowie nach Wahl der Unterführer durch die Parteimitglieder anstatt deren bloßer Ernennung; 30.10.1930 Antrag Janickes an den USchlA der Reichsleitung auf eine Untersuchung gegen Paul Simon und Struve mit dem Ziel eines Ausschlusses aus der NSDAP wegen parteischädigenden Verhaltens; 14.11.1930 Struve fordert Janicke auf offener Straße in Trier zur Niederlegung seines Stadtratsmandats auf, die Unterredung artet in Tätlichkeiten aus (Angriff Struves auf den durch ein Beinleiden behinderten Janicke, Schlimmeres wird durch das Dazwischentreten Kölles verhindert); Nov. 1930 Wegzug Janickes nach Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein). --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Bundesarchiv Best. PK/F 154 Janicke, OPG/E 87 Janicke, Best. NS 22 Nr. 1056. - Landeshauptarchiv Koblenz Best. 403 Nr. 16740. -
GND-Nr. 1051184193
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0152
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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