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Multer, Fritz Heinrich / 1909-1977

Geburtsdatum27.07.1909
GeburtsortLandau in der Pfalz
Sterbedatum01.02.1977
SterbeortDeisenhofen <Oberhaching>
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Depot-Vizefeldwebels Heinrich Multer. - Familienstand: verheiratet seit 14.10.1933 (Landau) mit Elisabeth Henky (Scheidung 1941), zweite Eheschließung 4.8.1941 (München), dritte Eheschließung 30.4.1959 (München), 1 Kind (geb. 1946). - Religion: evangelisch. - Ausbildung: 1916-1920 Volksschule in Landau, 1920-1926 Realschule in Landau, Mittlere Reife; 1934 juristische Fachprüfung für den gehobenen mittleren Dienst der bayerischen Notariatsbeamten in Zweibrücken. - Beruf: 1926-1932 Notariatsassistent in Landau, Dorfen, Würzburg, Ansbach, Herrieden, Memmingen und Nördlingen, 1933-1936 Notariats-Sekretär bzw. Notariats-Inspektor in Landau (ab 1936 beurlaubt, 31.8.1938 auf eigenen Antrag aus dem Notariatsdienst ausgeschieden); 1.11.1935-Mai 1941 Bürgermeister der Gemeinde (seit 1937 Stadt) Kandel; 1937-1941 Mitglied des Kreistags in Germersheim; 1.5.-Sept. 1940 und 1.6.1941-3.5.1945 Kriegsdienst, u.a. im Afrikakorps (zuletzt Leutnant und Zugführer, 33% kriegsbeschädigt, EK II). - NSDAP: 1.2.1931 Eintritt in die NSDAP (Nr. 434167); 1934 kommissarischer Zellenleiter der Zelle Weißenburger Straße in Landau; 1.1.1935-1936 kommissarischer Ortsgruppenleiter von Landau-Südost; Aug.-Okt. 1935 Kreisamtsleiter in Landau; 1936-Mai 1941 Ortsgruppenleiter von Kandel, 1936-1937 stellvertretender Kreisleiter von Germersheim; 1.8.1936-16.10.1936 kommissarischer Kreisleiter von Germersheim; Juli 1941 Nach einem Streit Multers mit Gauleiter Bürckel wegen seiner Ehescheidung 1941 verbietet ihm dieser, die Stadt Kandel (Heimatstadt seiner zweiten Ehefrau) noch einmal zu betreten, deswegen 24.8.1941 Austritt aus der NSDAP. Nachkriegszeit: amerikanische Kriegsgefangenschaft, danach bis 14.7.1948 Internierung; Juli-Sept. 1948 Straßenhilfsarbeiter; 6.10.-27.11.1948 und 25.4.1949-1950 im freiwilligen Minensuchdienst bei der Bauunternehmung Reincke tätig; 13.10.1948 vom Landgericht Landau von einer Anklage wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit (Judenpogrom am 10.11.1938 in Kandel) mangels Beweises freigesprochen; 22.4.1949 Antrag des Öffentlichen Klägers beim Untersuchungsausschuss Speyer: Belasteter; 20.10.1949 Säuberungsvorschlag des Untersuchungsausschusses Neustadt: Mitläufer, dagegen am 5.11.1949 Widerspruch des Öffentlichen Klägers beim Untersuchungsausschuss Neustadt; 9.2.1950 Einstellung des Säuberungsverfahrens durch die Spruchkammer Neustadt. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Landesarchiv Speyer Best. H 91 Nr. 2328, Nr. 26514, Nr. 28382, Best. R 18 Nr. A 25290, Best. T 65 Nr. 266, Nr. 271. - Heinz, Hans-Joachim: NSDAP und Verwaltung in der Pfalz. Allgemeine innere Verwaltung und kommunale Selbstverwaltung im Spannungsfeld nationalsozialistischer Herrschaftspraxis 1933-1939. Ein Beitrag zur zeitgeschichtlichen Landeskunde, Mainz 1994. - Mitteilung Dr. Wolfanger. -
GND-Nr. 1051185246
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0217
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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