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Schimmel, Josef / 1878-1949

Geburtsdatum29.08.1878
GeburtsortWaldershof
Sterbedatum07.05.1949
SterbeortLandau in der Pfalz
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Maurers Johann Schimmel. - Familienstand: verheiratet mit Johanna Cornulius, 1 Kind. - Religion: katholisch, Kirchenaustritt nach 1939. - Ausbildung: 1884-1891 Volksschule in Poppenreuth, danach in der Landwirtschaft tätig; ab 1894 Maurerlehre bei seinem Onkel. - Beruf: ab 1898 Militärdienst (8. Bayerisches Infanterie-Regiment "Großherzog Friedrich II. von Badenö in Metz, 1907 Vizefeldwebel); Ende 1911 Eintritt in die Zollverwaltung als Grenzaufseher beim Hauptzollamt Emmerich; seit 27.1.1915 Offizierstellvertreter; April 1915-1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg in Polen, Baltikum und Finnland als Führer einer Maschinengewehr-Kompanie (1.8.1915 EK II, 1.12.1915 Leutnant der Landwehr, 1.12.1917 EK I, Kopfschuss; durch nachträgliche Verfügung des Reichswehrministers 1922 Oberleutnant); 1918-1920 Zolldienst an der Grenze; 1.9.1920-31.5.1934 im Finanzamt Höchst tätig (Steuerassistent, 1.1.1923 Steuersekretär, 1.12.1926 Obersteuersekretär, 1.1.1934 Obersteuerinspektor); 1.3.1931-1934 Stadtverordneter in Höchst; 1.6.1934-17.7.1935 Bürgermeister von Dillenburg (enthoben auf eigenen Wunsch aus Rücksicht auf seine angegriffene Gesundheit, bis 1.9.1935 arbeitsunfähig); 1.9.1935-31.10.1938 im Finanzamt Saarbrücken tätig; 1.11.1938-31.8.1943 Steueramtmann im Finanzamt Landau; 1.9.1943 Eintritt in den Ruhestand. NSDAP: 5.5.1923 Eintritt in die NSDAP; Ende April 1923 von den Franzosen aus Höchst ausgewiesen, geht nach Schlüchtern, wo er im Wahlkampf 1924 für den Völkisch-Sozialen Block arbeitet und dann den Bund Oberland organisiert; Okt. 1924 Rückkehr nach Höchst; 25.10.1927 Wiedereintritt in die NSDAP (Nr. 69295); seit 9.12.1931 Ortsgruppenleiter von Groß-Höchst (1933 zahlreiche Ausschreitungen gegen politische Gegner), Kreis-Kommunal-Fachberater im Main-Taunus-Kreis der NSDAP; 1933 NSDAP-Inspekteur der westlichen Vororte Frankfurts; 1.6.1934-17.7.1935 Kreisleiter von Dillenburg; 1.9.1939-30.6.1940 "Kreisleiter ehrenhalber" in Landau, Vertretung des Kreisleiters Lämmel während dessen Abwesenheit. Nachkriegszeit: 22.5.1945-11.3.1948 Internierung in Regensburg (bis 19.4.1947, dort entlassen als "Schwerversehrter") und Landau; 2.3.1948 Antrag des Öffentlichen Klägers in Landau: Hauptschuldiger. "Schimmel war ein Trunkenbold, Zeschpreller" (!) "und der gefürchteste "(!)" Nazi in Höchst"" a.M. und Umgebung" (Zeugenaussage des Matthias Gier, Frankfurt-Nied, vom 8.8.1948 im Säuberungsverfahren); "Sch. ist ein notorischer Säufer zu dieser Zeit" [1933] "gewesen, prellte die Gastwirte, belästigte die Gäste in Lokalitäten, mit seiner Horde überfiel er Gaststätten u. verprügelte dort die Gäste" (Zeugenaussage des Peter Fischer, Frankfurt-Höchst, vom 19.8.1948 im Säuberungsverfahren); 14.10.1948 Strafanzeige des Öffentlichen Klägers in Landau gegen Schimmel bei der Staatsanwaltschaft Landau wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Amtsanmaßung, Freiheitsberaubung, Landfriedensbruchs, schweren Hausfriedensbruchs und schwerer Körperverletzung bzw. Raufhandel. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Landesarchiv Speyer Best. R 18 Nr. A 16394, Best. T 65. -
GND-Nr. 1051185742
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0260
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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