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Quednow, Paul Matthias / 1900-1980

Geburtsdatum16.10.1900
GeburtsortBad Neuenahr- Ahrweiler-Ahrweiler
Sterbedatum07.04.1980
SterbeortTrier
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Weingutsbesitzers und Weinhändlers Gustav Quednow (evangelisch, aus begüterten Verhältnissen, Vater Mitglied der IHK) und der Maria Anna geb. Maxrath (katholisch). - Familienstand: verheiratet seit 1938 (Trier) mit Maria verw. Boost geb. Schreier (trotz Eheverbots des Medizinalamtes Trier), 4 Stiefkinder und 2 leibliche Söhne. - Religion: katholisch, später Kirchenaustritt, 1935-1941 Mitglied und Gebietsringleiter des südlichen Rheinlandes im Kampfring Deutscher Glaube ("Hauerbewegung"), April 1945 Wiedereintritt in die katholische Kirche. - Ausbildung: 4 Jahre Volksschule, höhere Privatschule Schloss Brohleck bei Ahrweiler, 1917-1918 Realgymnasium in Uerdingen, Mittlere Reife (Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis); 1918 Beschäftigung bei der Rheinischen Kräuterverwertungs-GmbH in Bad Neuenahr, dann Kriegsdienst; 1918-1921 kaufmännische Lehre bei der Ahrtal-Industrie für ehem. metallurgische Produkte GmbH, Bad Neuenahr. - Beruf: ab Ende 1921 (Tod des Vaters) Tätigkeit als Weinkommissionär im elterlichen Geschäft (kommt durch Verluste in der Inflation [[Anm.: Nach Quednows Angaben im Säuberungsverfahren sollen seine Eltern durch die Inflation "über eine Million Goldmark verloren" haben (Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 40226, Bl. 126)]] zur Abwicklung und wird als Verkaufsorganisationsbetrieb weitergeführt, Löschung des Geschäfts beim Notariat Ahrweiler am 28.3.1930), danach beschäftigungslos; 11.4.-Dez. 1933 Mitglied des Kreisausschusses von Ahrweiler; 1.2.1934-1945 angestellt bei der Stadtverwaltung Trier (Arbeitsbeschaffungsamt, Standesamt, Wohlfahrtsamt, Steueramt, Verwaltungspolizei), 1.1.1936 Stadtassistent, 1.4.1938 Stadtsekretär; 1941 Einberufung zum Sonderstab R, später zur Infanterie-Nachrichten-Abteilung Koblenz, Zurückstellung vom Wehrdienst wegen eines Knieleidens; 29.11.1941-16.11.1944 Abordnung (auf eigenen Wunsch) als Referatsleiter (Wirtschaft) beim Gebietskommissariat Reval (seit 20.4.1942 Gebietsinspektor), dort Mitglied in der Bruderschaft der Schwarzenhäupter; 12.12.1944 Schreiben an Himmler, in dem er sich für den kommenden Einsatz in der Zivilverwaltung der wiederbesetzten Gebiete zur Verfügung stellt. NSDAP: 28.8.1930 Eintritt in die NSDAP (Nr. 574174); 1930-1932 Kreisamtsleiter im Kreis Ahrweiler, 1933 Kreisinspekteur des Kreises Ahrweiler; 1933-1934 kommissarischer Kreisleiter von Ahrweiler; Sept. 1934-20.10.1940 Ortsgruppenleiter von Trier-Ost (Amtsenthebung auf eigenen Antrag vom 29.6.1939 infolge eines Zerwürfnisses mit der Trierer Parteileitung wegen seiner Eheschließung); ab Nov. 1944 notdienstverpflichtet bei der Kreisleitung Bernkastel. Nachkriegszeit: 16.5.1945 Festnahme in Bernkastel, bis 8.5.1947 Internierung in Diez, dann bis Dez. 1947 Arbeiter im Tonbergbau in Siershahn; 15.8.1947 Absendung eines anonymen Schreibens an die Polizei, in dem er den Bürgermeister von Siershahn der Mitwisserschaft mit Schwarzbrennern bezichtigt (deswegen Gefängnisstrafe von 100 Tagen wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung, verbüßt 28.1.-8.5.1949 im Gefängnis Bernkastel-Kues); seit 15.12.1947 Weinbergsarbeiter in Mülheim (Mosel); 22.1.1949 Antrag des Öffentlichen Klägers beim Untersuchungsausschuss Trier: Hauptschuldiger; 29.11.1949 Säuberungsurteil der Spruchkammer Trier: Belasteter, 5 Jahre Berufsverbot, Verlust der Rentenansprüche ("sehr rühriger Aktivist, Propagandist und Denunziant", der "besonders bestrebt war, die glaubenstreue Bevölkerung zu bekämpfen"), Widerspruch Quednows am 12.12.1950 von der Spruchkammer Koblenz verworfen; 23.5.1951 Verkürzung des Berufsverbots (Ende zum 31.5.1951), 30.6.1951 Wiedergewährung der Rentenansprüche durch den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Altmeier auf dem Gnadenweg; 4.11.1951 Antrag auf Wiederaufnahme des Spruchkammerverfahrens durch Quednow am 15.2.1952 von der Spruchkammer Koblenz verworfen. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Bundesarchiv Best. PK/J 233 Quednow. - Landeshauptarchiv Koblenz Best. 403 Nr. 16739, Best. 587 A Rep. 276 Nr. 697/1930, Best. 856 Nr. 40226. -
GND-Nr. 1051185386
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0229
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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