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Seyler, Helmut Oskar / 1900-1974

Geburtsdatum23.09.1900
GeburtsortAlbessen
Sterbedatum03.02.1974
SterbeortAlbessen
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Landwirts Hermann Seyler. - "Familienstand": :ledig. - Religion: evangelisch. - Ausbildung: 1906-1911 Volksschule in Albessen, 1911-1916 Realschule in Frankenthal; 1916-1918 an Genickstarre erkrankt; Frühjahr-Nov. 1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg; 1919-1920 Kreisackerbauschule in Kaiserslautern. - Beruf: seit 1921 auf dem elterlichen Gut in Albessen tätig, das er mit seiner Schwester 1930 nach dem Tod der Eltern übernimmt (ca. 50 ha, 25 Stück Großvieh, 15 Stück Kleinvieh, 6 Pferde); Mitglied der 1933 aufgelösten Pfälzischen Bauernschaft; Dez. 1933 zum Bürgermeister von Kusel gewählt, verzichtet jedoch; 1934-1939 Mitglied des Kreistags von Kusel; 1934-1935 Bezirksbauernführer für den Amtsgerichtsbezirk Kusel, 1935-1939 Kreisobmann der Kreisbauernschaft Kusel; Vorsitzender des Eierwirtschaftsverbandes Saarpfalz (Kaiserslautern), Vorstand der Molkereigenossenschaft Kusel; Aug. 1939-Sept. 1940 (in Polen und den Niederlanden) und 12.1.1942-30.4.1945 Wehrdienst (Obergefreiter, seit Okt. 1944 Unteroffizier), Jan.-Juni 1942 in Norwegen, Aug. 1942-Jan. 1944 als landwirtschaftlicher Sachbearbeiter bzw. Stützpunktleiter in Russland (Petrowskoje, Nowaja Wodolaga, Bobrinez, dort Sept. 1943-Jan. 1944 landwirtschaftlicher Stützpunktleiter), März 1944-April 1945 in Genua. - NSDAP: 1.8.1930 Eintritt in die NSDAP und SA-Reserve (seit 1942 SA-Haupttruppführer z.b.V.); 1.4.1931-Okt. 1932 Gründer und Leiter der Ortsgruppe Albessen; Juni 1931-April 1934 Kreisleiter von Kusel; Jan.-Okt. 1932 und April 1933-April 1934 kommissarischer Ortsgruppenleiter von Kusel; nach 1934 landwirtschaftlicher Kreisfachberater (Kreisamtsleiter) des Kreises Kusel. Nachkriegszeit: 1.5.1945-Juli 1945 amerikanische Kriegsgefangenschaft, danach Internierung in Garmisch und Moosburg, Dez. 1947-Juni 1949 in Landau; 22.5.1949 Säuberungsvorschlag des Kreisuntersuchungsausschusses Kusel: Minderbelasteter; 3.2.1950 Einstellung des Säuberungsverfahrens durch die Spruchkammer Neustadt (setzte sich 1933 dafür ein, dass alle Schutzhäftlinge nach kurzer Zeit wieder freikamen und keiner ins KZ eingeliefert wurde; verhinderte 1933 die Entlassung von Beamten des Bezirksamts Kusel; betrieb noch nach 1933 durch seine Schwester mit dem Juden Sender in Konken Viehhandel; ließ 1933 auf eigene Verantwortung die SA-Posten von den jüdischen Geschäften entfernen). --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Landesarchiv Speyer Best. H 91 Nr. 26405 und Nr. 26509, Best. R 18 Nr. A 9064 und Nr. A 23292, Best. T 65 Nr. 271 und Nr. 275. - Heinz, Hans-Joachim: NSDAP und Verwaltung in der Pfalz. Allgemeine innere Verwaltung und kommunale Selbstverwaltung im Spannungsfeld nationalsozialistischer Herrschaftspraxis 1933-1939. Ein Beitrag zur zeitgeschichtlichen Landeskunde, Mainz 1994. - Mitteilung Dr. Wolfanger. -
GND-Nr. 1051185998
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0280
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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