Möchten Sie uns biographische Informationen übermitteln?

[Mobile Ansicht anfordern]


Vollanzeige gefundener Personen



Diese Treffer per Mail versenden?



Schäfer, Philipp Ludwig / 1895-1962

Geburtsdatum29.07.1895
GeburtsortMehlingen-Baalborn
Sterbedatum01.01.1962
SterbeortKallstadt
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Wagnermeisters Jakob Schäfer. - Familienstand: verheiratet seit 5.2.1921 mit Luise Ernst, 2 Söhne (der ältere 1937 gest.), seit 25.6.1934 verwitwet, wiederverheiratet 9.8.1941 mit Waldtraut Fischer, 3 Töchter. - Religion: evangelisch (Kirchenaustritt 1937, Gehaltspfändung durch die Kirche wegen rückständiger Steuern, Wiedereintritt 1946). - Ausbildung: 1902-1909 Volksschule in Baalborn, 1909-1914 Lehrerbildungsanstalt Kaiserslautern, Juli 1914 erste Lehrerprüfung; 4.8.1914-7.3.1916 Teilnahme am 1. Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger beim 18. Bayerischen Infanterie-Regiment (Nov. 1915 Verlust beider Füße durch Erfrieren und Amputation bis zur Ferse, EK II). - Beruf: 8.3.-31.12.1916 Aushilfslehrer an der Lehrerbildungsanstalt Kaiserslautern, 1.1.-30.4.1917 Hilfslehrer an der Volksschule Niederkirchen, 1.5.1917-31.1.1921 an der Volksschule Godramstein, Sept. 1919 Staatsexamen in Speyer, 1.2.1921-30.4.1925 Lehrer an der Volksschule Insheim, 1.5.1925-30.4.1938 an der Volksschule Godramstein, 7.2.1935 Hauptlehrer, 1.5.1938-20.10.1942 an der Volksschule Landau (seit 6.11.1939 beurlaubt unter Belassung der Dienstbezüge), 21.10.1942-31.3.1945 als Dozent an die Lehrerbildungsanstalt Kaiserslautern abgeordnet (seit 11.12.1944 beurlaubt); 1922-1934 (Auflösung) Vorsitzender des Bezirkslehrervereins Landau-Annweiler, Mitglied des Ausschusses der Pfälzischen Lehrervereine; 1927-1934 nebenamtlicher Unterricht an der Landwirtschaftsschule Landau; 1933-April 1934 Gemeinderat in Godramstein (Amtsenthebung wegen früherer Mitgliedschaft im Odd-Fellow-Orden). 20.11.1942-13.7.1944 bei der Lehrerbildungsanstalt in Kaiserslautern tätig (bis zu deren Zerstörung durch Luftangriff). NSDAP: zunächst Anhänger der SPD, 1921-1924 Mitglied des Odd-Fellow-Ordens (freimaurerähnliche Loge) in Landau; 1925-1940 Mitglied des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA); 1.4.1933 Eintritt in den NSLB (Kreisfachschaftsleiter in Landau); 1.5.1933 Eintritt in die NSDAP (Nr. 3274270); seit 1.9.1934 Ortsgruppen-Schulungsleiter und stellvertretender Ortsgruppenleiter in Godramstein, stellvertretender Kreisführer der NSKOV in Landau; 1937-1938 Kulturwart in Godramstein; Kreisreferent des Deutschen Volksbildungswerkes bei der DAF, 15.7.-31.12.1938 Sonderbeauftragter der DAF für die kulturelle Betreuung des Westwalls vom Wieslautertal bis zum Rhein; seit 20.10.1938 Kreiskulturwart des Kreises Landau; seit Nov. 1939 Sachbearbeiter für Mob- und Abwehrangelegenheiten in der Kreisleitung Landau-Bergzabern; 1.5.1940-12.10.1942 kommissarischer Kreisamtsleiter in Landau (Betreuung des geräumten Gebiets des Kreises Bergzabern); 10.7.-20.11.1940 kommissarischer Kreisleiter von Salzburgen; 20.11.1940 zum Chef der Zivilverwaltung, Abt. Ernährung und Landwirtschaft in Metz zur Überwachung der Umsiedlung in Lothringen berufen ("Gaubeauftragter für die Umsiedlung"); 16.9.1941-12.10.1942 kommissarischer Kreisleiter von St. Avold; 12.10.1942 wegen politischer Unzuverlässigkeit (Widerstand gegen Gestapo-Methoden) seines Ranges enthoben; ab 11.12.1944 zur Arbeitsvermittlung bei der Kreisleitung in Kaiserslautern verwendet, ab 28.12.1944 Geschäftsführer der Kreisleitung. Nachkriegszeit: 25.6.1945-9.8.1947 Internierung in Idar-Oberstein und Landau, danach in Baalborn wohnhaft; 25.10.1949 Säuberungsurteil der Spruchkammer Neustadt: Minderbelasteter. "Fanatischer Aktivist ... mit antichristlichen Affekten". 1.12.1950-30.6.1953 Lehrer und Schulleiter an der evangelischen Volksschule in Wörsbach, seit 1.7.1953 an der evangelischen Volksschule in Kallstadt, 17.12.1953 Hauptlehrer, 1.4.1961 Eintritt in den Ruhestand, aber weiterbeschäftigt als Lehrer im Angestelltenverhältnis; Mitglied des Landesvorstands Rheinland-Pfalz und des Bezirksvorstands Pfalz der Gewerkschaft Wissenschaft und Erziehung (Pressereferent), Leiter der berufspolitischen Bezirksstelle und des Presseamtes des Pfälzischen Lehrervereins; seit 1954 Mitglied des Presbyteriums in Kallstadt und der Bezirkssynode Bad Dürkheim der Protestantischen Landeskirche (stellvertretender Obmann der evangelischen Männerarbeit). --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Landesarchiv Speyer Best. H 14 Nr. 2656, Best. H 91 Nr. 20887, Nr. 26101 und Nr. 26503, Best. P 21 Nr. 133, Best. R 18 Nr. A 22098, Best. T 65 Nr. 275. -
GND-Nr. 1051185653
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0252
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


Ausgabeformat wechseln

Standardanzeige
Mobilanzeige
Kategorienanzeige
Fliesstext
Mobilanzeige 2

Neue Suche