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Simon, Paul / 1908-1947

Geburtsdatum18.02.1908
GeburtsortSaarbrücken
Sterbedatum27.02.1947
SterbeortHamburg
Berufe/StellungenAbgeordneter
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Beziehungen (Link)Simon, Gustav / 1900-1945
Biogramm Herkunft: Sohn des Reichsbahnamtmanns Adam Simon. - Familienstand: verheiratet seit 3.9.1937 mit Eleonore Bretag (geb. 1920, BDM-Führerin in Stettin). - Religion: katholisch, 1938 gottgläubig. - Ausbildung: 1914-1917 Volksschule, 1917-1926 Realgymnasium, 1926 Abitur in Trier. "Strafverfahren": 18.2.1928 wegen Beleidigung vom Amtsgericht Hermeskeil zu 50 RM Geldstrafe bzw. 10 Tagen Haft verurteilt; 1930-1932 mehrere Strafen wegen Beleidigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt (ca. 30 Prozesse), 10.3.1932 wegen Beleidigung vom Amtsgericht Bernkastel zu 200 RM Geldstrafe bzw. 20 Tagen Gefängnis verurteilt. - Beruf: 1929 Zivil-Supernumerar bei der Deutschen Reichsbahn in Türkismühle; April 1930 von der Reichsbahn-Direktion Trier "auf Grund einer Sammelbeschwerde der gesamten Judenschaft"" des Hochwaldes"" und der Nahe" wegen NS-Betätigung nach Gerolstein (Eifel) strafversetzt; 31.5.1930 auf Wunsch des Gauleiters Robert Ley aus dem Dienst der Reichsbahn ausgeschieden; März 1933-Feb. 1935 Stadtverordneter in Trier; 15.2.1935-1945 Leiter des Landesverbands Pommern im Reichsverband der deutschen Presse; 1.10.1935 Ratsherr der Stadt Stettin; 1937-1945 preußischer Provinzialrat der Provinz Pommern; 1938-1945 MdR, Wahlkreis 6 (Pommern), ehrenamtlicher Richter am Volksgerichtshof; Kriegseinsatz, 1.9.1941 Leutnant d.R.; 20.7.1944 nach ersten Staatsstreichgerüchten Kontaktaufnahme zum Militär, soll 1945 mit seiner Sekretärin und Geliebten in einem Unterschlupf auf Rügen gelebt haben, wurde nach Abfahrt des letzten Schiffes von Saßnitz am 5.5.1945 erkannt, aufgegriffen und in das Rathaus von Saßnitz gesperrt, nach Ankunft der Russen aber freigelassen. NSDAP: 24.10.1926 Eintritt in die NSDAP (Nr. 49185) und SA; 1926-1928 Ortsgruppen-Propagandaleiter, 1928-1930 Ortsgruppenleiter, 1930 Kreisorganisationsleiter; 1.6.1930-Feb. 1935 hauptamtlicher Schriftleiter der Lokalschriftleitung der NS-Tageszeitung "Trierer Nationalblatt"; Aug. 1930 SA-Sturmführer; Aug. 1930-1932 "politischer Leiter von Trier"; 13.7.1931 Eintritt in die SS (Nr. 9504) als SS-Anwärter, 13.7.1931-1932 SS-Mann im SS-Sturm 2/II/5 (Trier); Jan.-Dez. 1932 Bezirksleiter der Eifelkreise Bitburg, Daun und Prüm der NSDAP (Gau Koblenz-Trier); 1932 Austritt aus der SS aufgrund des Verbots der Doppeltätigkeit durch den RFSS; Dez. 1932-Mai 1933 Gauinspekteur der Gauleitung Koblenz-Trier für den Regierungsbezirk Trier; 1.6.1933-Feb. 1935 Hauptschriftleiter der Gaupresse ("Nationalblatt") in Koblenz und Gaupresseamtsleiter der Gauleitung Koblenz-Trier der NSDAP; 15.2.1935-1945 Hauptschriftleiter der "Pommerschen Zeitung" sowie der gesamten NS-Presse des Gaus Pommern der NSDAP (Stettin); 1935-Aug. 1937 Gauamtsleiter z.b.V. der Gauleitung Pommern, 1935 Gauredner; 7.1.1936 Wiederaufnahme in die SS (mit der alten Nr. 9504), 20.4.1936 SS-Untersturmführer, 20.4.1936-15.9.1937 Pressereferent des SS-Oberabschnitts Nord (Stettin), 30.1.1937 SS-Obersturmführer; April 1937 Kreisleiter des Kreises Groß-Stettin; 1.7.1937-1945 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Pommern; 12.9.1937 SS-Hauptsturmführer, 9.11.1937 SS-Sturmbannführer, 20.4.1938 SS-Obersturmbannführer, 11.9.1938 SS-Standartenführer, 20.4.1939 SS-Oberführer; 23.2.1939 Vermerk der NS-Parteikanzlei: "Pg. Simon muß eines Tages fort, er ist erst eineinhalb Jahre im Amt. Meines Erachtens muß er noch 2-3 Jahre in seinem jetzigen Amt bleiben"; Sept. 1940 als "nicht zum Gauleiter befähigt" eingestuft; 17.7.1941 in einer "Vorschlagsliste für Gauleiter" der NS-Parteikanzlei genannt; um 1941 Vertreter des (zur Wehrmacht einberufenen) Gauobmanns der Gauwaltung Pommern der DAF; 15.6.1942 in einer "Liste der Männer, die für höchste Aufgaben in Partei und Staat in Betracht kommen" aufgeführt; soll 1944 einen Putsch gegen Gauleiter Franz Schwede-Coburg versucht haben. Nachkriegszeit: Mai 1945 Verhaftung durch die Russen, Überstellung in das Internierungslager Fünfeichen bei Neubrandenburg. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz; 28)]
Quellen
  • Bundesarchiv Best. PK/L 292 Simon, RS/F 5333 Simon. - Lilla, Joachim (Bearb.): Die Stellvertretenden Gauleiter und die Vertretung der Gauleiter der NSDAP im "Dritten Reich", Bremerhaven 2003 (= Materialien aus dem Bundesarchiv, H. 13). - Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004. -
GND-Nr. 130557587
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0291
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek
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