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Siekmeier, Heinrich Christian / 1901-1982

Geburtsdatum10.01.1901
GeburtsortMettmann
Sterbedatum16.12.1982
SterbeortHilden
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Besteckgießers Simon Siekmeier. [[Anm.: Nicht zu verwechseln mit Heinrich Siekmeier, stellvertretender Gauleiter von Thüringen (1936-1945), geb. 15.12.1903 in Berenbusch (vgl. Lilla, 2003, S. 86-88)]]. - Familienstand: verheiratet seit 4.6.1927 mit Amalie Hecklau, 4 Kinder. - Religion: evangelisch, 1932-1934 Mitglied der Glaubensbewegung Deutsche Christen, Juli 1939 Kirchenaustritt. - Ausbildung: Volksschule, Präparandenanstalt und Lehrerseminar in Mettmann, 26.2.1921 erste Lehrerprüfung; 1.4.1921-31.3.1922 Lehrer an der privaten höheren Knabenschule Schloss Reichenberg bei Reichelsheim (Odenwald); 1922-1924 Studium der Philologie an den Universitäten Köln und Bonn, abgebrochen wegen Tod des Vaters; 1.10.1923-1925 Aushilfslehrer an der Realschule in Mettmann, 1926 zweite Lehrerprüfung. Beruf: Frühjahr 1926-Aug. 1933 Volksschullehrer, seit 1.4.1928 Leiter der Landschule Obmettmann bei Mettmann; Nov. 1929-1933 Stadtverordneter, Beigeordneter und Kreistagsabgeordneter in Mettmann, Mitglied des Provinziallandtages der Rheinprovinz; 1933 MdL (Preußen); 1933 Mitglied einer Kommission zur Anwendung des Berufsbeamtengesetzes bei der Regierung in Düsseldorf; 23.8.1933 Ernennung zum Regierungs- und Schulrat, Hilfsarbeiter im preußischen Kultusministerium in Berlin; 1934-1941 Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "Reichselternwarte" (im Auftrag des NSLB, Auflage bis zu 200.000); 1.4.1934-31.3.1938 Regierungsdirektor, Leiter der Abteilung II (Kirchen und Schulen) bei der Regierung in Koblenz; März 1936-1945 MdR, Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier); 1.4.1938-1945 (bis 1.1.1939 kommissarisch) Regierungspräsident in Trier; 29.7.1940-1.9.1944 ständiger Vertreter des Chefs der Zivilverwaltung in Luxemburg (jedoch meist in Trier tätig). [[Anm.: Die Ernennung Siekmeiers zum Vertreter erfolgte durch den Reichsinnenminister gegen den ausdrücklichen Wunsch von Gauleiter Simon, mit dem sich Siekmeier 1939 wegen Differenzen bezüglich der Neubesetzung des Landratsamtes Saarburg überworfen hatte. Simon veranlasste deshalb die Abordnung des ihm treu ergebenen Koblenzer Regierungsdirektors Dr. Münzel nach Luxemburg, der dort als sein tatsächlicher Vertreter fungierte (Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 112311-III, Bl. 105)]]. NSDAP: 15.2.1926 Eintritt in die NSDAP (Nr. 30536); Jan. 1926-Sept. 1927 Mitglied der HJ, Jan. 1926-30.11.1928 Mitglied der SA, Führer der SA in Mettmann, Ortsgruppenkassenwart, HJ-Führer, Propagandaleiter, USchlA-Beisitzer in der Ortsgruppe Mettmann; 1927-1928 Ortsgruppenleiter von Mettmann; Frühjahr-Ende 1930 Kreisleiter von Düsseldorf-Mettmann; 1930-Sommer 1934 Gründer und Gauwalter des NSLB im Gau Düsseldorf, Jan. 1931-1933 Leiter der Abteilung für Bildungs-, Erziehungs- und Kulturfragen in der Gauleitung Düsseldorf; Anfang 1934 Zerwürfnis mit dem Düsseldorfer Gauleiter Florian, der ihn aller Ämter im Gau Düsseldorf enthebt; 1934-1945 Gauamtsleiter des Amtes für Erzieher und Gauwalter des NSLB im Gau Koblenz-Trier; 1937-1945 kommissarischer Leiter des Rassenpolitischen Gauamts und Landesleiter des Reichsbundes der Kinderreichen (später: Reichsbund Deutsche Familie) im Gau Koblenz-Trier; seit 1.7.1938 Mitglied der SS, 1.7.1938 Hauptsturmführer, 11.9.1938 Sturmbannführer, 2.3.1939 Beförderung zum Obersturmbannführer (mit Wirkung vom 9.11.1938), Standartenführer (mit Wirkung vom 31.12.1938) und Oberführer (mit Wirkung vom 21.3.1939), 21.6.1943 Brigadeführer, 10.1.1945 Genehmigung zum Tragen der Schulterstücke eines Generalmajors der Polizei, 19.4.1945 Untersturmführer der Waffen-SS. Nachkriegszeit: 1946 Inhaftierung in Luxemburg, 23.12.1949 Verurteilung zu 7 Jahren Zuchthaus durch den Gerichtshof für Kriegsverbrechen in Luxemburg, 16.3.1951 Entlassung aus luxemburgischer Haft; 9.1.1951 Antrag des Öffentlichen Klägers beim Untersuchungsausschuss Koblenz: Belasteter; 3.7.1951 Übergabe des Säuberungsverfahrens vom Untersuchungsausschuss Koblenz an den Sonderbeauftragten für die Entnazifizierung in Nordrhein-Westfalen, 27.9.1951 Zurückverweisung an den Untersuchungsausschuss Koblenz; 5.2.1952 Einstellung des Säuberungsverfahrens durch die Spruchkammer Koblenz. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Ausbildung zum Lehrer, 1921 erste Lehrerprüfung, 1921/22 Tätigkeit an einer privaten höheren Knabenschule, 1922-1924 Philologiestudium in Köln und Bonn, zugleich ab 1923 Schuldienst, Januar 1926 bzw. 1.07.1929 Eintritt in die NSDAP, 1926 zweite Lehrerprüfung, Frühjahr 1933 Tätigkeit in einer Kommission zur Anwendung des NS-Berufsbeamtengesetzes bei der Regierung in Düsseldorf, dann dort Regierungs- und Schulrat, gleichzeitig Beurlaubung zur aushilfsweisen Beschäftigung im Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, 1933 Mitglied des preussischen Landtags, 1934 Leiter der Schulabteilung bei der Regierung Koblenz. 1938 kommissarisch und 1939 definitiv Regierungspräsident in Trier, seit Ende Juli 1940 zugleich ständiger Vertreter des "Chefs der Zivilverwaltung in Luxemburg" ( = Kriegsverbrecher Gustav Simon). Bei Kriegsende wurde S als Regierungspräsident entlassen und in Luxemburg inhaftiert; er wurde dort am 23.12.1949 v. luxemburgischen Cour des Crimes de guerre wegen seiner Tätigkeit als Vertreter des "Chefs der Zivilverwaltung" zu sieben Jahren Freiheitsstrafe ( = réclusion) verurteilt; nach fünf Jahren entlassen. - *Heirat: 1927 mit Amalie Hecklau. - --- [Text übernommen aus: Heinrich Studentkowski, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Bundesarchiv Best. PK/L 275 Siekmeier, SSO/136 B Siekmeier. - Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 112311-II. - Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon, Trier 2000. -
GND-Nr. 1051186056
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0284
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
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