Möchten Sie uns biographische Informationen übermitteln?

[Mobile Ansicht anfordern]


Vollanzeige gefundener Personen



Diese Treffer per Mail versenden?



Weinschenk, Josef / 1896-

Geburtsdatum19.3.1896.
Sterbedatumunbekannt
Sterbeortunbekannt
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Beruf: Bankbeamter in Neustadt a. d. Haardt. - NSDAP: NSDAP (Nr. 20577); 19.11.1927-23.3.1930 Geschäftsführer der Gauleitung Rheinpfalz, 1927-1928 auch Propagandaleiter und 1928-1930 Gauschatzmeister, Mitglied des Gau-USchlA; 21.1.1930: Weinschenk kritisiert in einem Schreiben an die Reichsleitung die Zustände im Gau Rheinpfalz und bittet, Gauleiter Bürckel zunächst nicht von seinem Schreiben zu informieren, "da hierdurch mein Leben aufs Spiel gesetzt würde"; 27.2.1930 Beschwerde Weinschenks gegen Gauleiter Bürckel bei der Reichsleitung; 23.3.1930 Besprechung der Reichsleitung in München "zur Klärung der Pfälzer Frage" in Anwesenheit von Weinschenk, dabei Kündigung Weinschenks als Geschäftsführer und Gauschatzmeister; 5.6.1930 Beschluss des USchlA der Ortsgruppe Neustadt a. d. Haardt: Ausschluss Weinschenks aus der NSDAP, weil er für schuldig befunden wurde, seit geraumer Zeit "Material" gegen den Gauleiter Bürckel und den Pg. Förster zusammengetragen zu haben (er bezichtigte Foerster des Meineids, Bürckel der Anstiftung hierzu, außerdem Separatismus-Vorwürfe gegen Bürckel); in seiner Beschwerde gegen den Ausschlussbescheid vom 12.6.1930 erhält Weinschenk seine Anschuldigungen gegen Bürckel aufrecht; 1.8.1930 Zurückweisung der Beschwerde Weinschenks durch den Gau-USchlA Rheinpfalz, woraufhin er sein Material der kommunistischen Presse übergibt, die es in großer Aufmachung veröffentlicht; 17.2.1939 Ablehnung eines Gnadengesuchs Weinschenks durch den Chef der Kanzlei Hitlers, Bouhler, da er "im Jahre 1930 der Partei in hinterhältiger Weise in den Rücken gefallen ist"; sein "damaliges Verhalten schließt die Wiederaufnahme selbstverständlich für alle Zeiten aus". Nachkriegszeit: wohnhaft in Königsbach, Angestellter bei der BASF in Ludwigshafen; 27.2.1947 politische Säuberung durch Beschluss der französischen Militärregierung: Belassung Weinschenks in seiner Stellung. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Bundesarchiv Best. OPG/J 112 Weinschenk, Best. NS 51 Nr. 210. - Landesarchiv Speyer Best. R 18 Karte "Weinschenk, Josef". - Heinz, Hans-Joachim: NSDAP und Verwaltung in der Pfalz. Allgemeine innere Verwaltung und kommunale Selbstverwaltung im Spannungsfeld nationalsozialistischer Herrschaftspraxis 1933-1939. Ein Beitrag zur zeitgeschichtlichen Landeskunde, Mainz 1994. -
GND-Nr. 1051186773
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0330
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


Ausgabeformat wechseln

Standardanzeige
Mobilanzeige
Kategorienanzeige
Fliesstext
Mobilanzeige 2

Neue Suche