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Hansen, Karl / 1849-1922

Geburtsdatum12.03.1849
GeburtsortTrier
Sterbedatum07.07.1922 [⇒ 2022 - 100. Todestag]
SterbeortOttweiler
Berufe/StellungenPfarrer / Katholische Kirche
FachgebieteKirche
Werke (Auswahl)Trierer Kunstschätze - in: Trierische Chronik Neue Folge 12 (1916) 32. ; Franz Rudolf Reichert: Ungedruckte Materialien zur Geschichte des Bischöflichen Priesterseminars Trier in der Bibliothek des Seminars - in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte, 1949 ff 24 (1972), 177-187 ; Notizbuch des Pfarrers Carl H 1877-1887 mit Erinnerungen 1869-1877 (bibl. Priestersemin. Trier, Sign.: AS VIII, 14)
Biogramm Nach dem Besuch des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, früher Jesuitengymnasium, in Trier studierte er dort Theologie, wurde am 30.8.1873 er zum Priester geweiht u. am 13.10.1873 dem Pfarrer Peter Hartmann in Cochem als Kaplan zugeteilt. K.H. hielt, ohne sich förmlich die staatliche Erlaubnis durch den Landrat bzw. Stadtbürgermeister geben zu lassen, öffentlich Gottesdienst mit Predigt, dies war zur damaligen Zeit ein "Staatsverbrechen" Als er am 3.3.1874 mit dem Schiff nach Koblenz ins Gefängnis gebracht wurde, hatte der Schiffseigner Nicolay "Trauer" geflaggt. Am 23.3.1874 kehrte K.H. nach Cochem zurück, hier triumphal empfangen, von der Behörde aber mit Pfarrer Hartmann zu je 20 Talern oder fünf Tage Gefängnis bestraft. Am 28.4.1874 wieder wegen "krimineller Tätigkeit" zu 6 Wochen Haft verurteilt u. nach Koblenz überführt, nach Cochem zurückgekehrt, wird er nochmals für 6 Wochen verhaftet, am 21.10.1874 wieder in Cochem verhaftet ihn Stadtbürgermeister Hubert Breuer, am 25.10.1874 in der Sakristei, aufgrund eines am 6.10.1874 ausgestellten Ausweisungsbefehls, man brachte ihn hinter Lutzerath außerhalb der Bezirksgrenze. Auf Umwegen besuchte er seine Eltern in Trier u. kam wieder nach Cochem, verkleidet u. von vielen Getreuen immer wieder versteckt, konnte er sich bis Ostern 1875 in Cochem aufhalten, dann schickte ihn der Bischof zusammen mit seinen Konfratres Heit u. Schmitz an die Universität Innsbruck zu weiteren Studien. Nach weiteren Aufenthalten in Betthorn (Luxembg.), Heer b. Maastrich u. Wien wurde er am 12.5.1885 als Pfarrer von Taben zurückgerufen, am 8.5.1888 Pfarrer von Wadern, danach von Illingen u. Dechant des Dekanates Ottweiler. Große Verdienste erwarb er sich als Diözesanleiter des Priesteranbetungsvereins. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Kathol. Geistlicher. - Studium der Theologie am Priestersemin. Trier, Priesterweihe 1873. Anschließend Kaplan in Cochem. Während der Kulturkampfzeit (1875-1885) in Österreich, Luxemburg und den Niederlanden. 1885 Hilfsgeistlicher der Pfarrei Taben (Saar), 1888 Pfarrer in Wadern (Saar), 1900 in Illingen (Saar), Definitor und 1901 Dechant des Dekanates Ottweiler. Weiter wurde er langjähriger Bezirkspräses Saar der kathol. Arbeitervereine, den Vorläufern der späteren Kathol. Arbeitnehmerbewegung KAB. Er galt als der prononcierteste Vertreter der konservativen und patriarch. Position im sogenannte Gewerkschaftsstreit, der die kathol. Arbeiterbewegung des späten 19. Jhs zu spalten drohte. H vertrat unnachgiebig die Position des Trierer Bischofs Korum. 1904 wurde H Kreisvorsitzender der Zentrumspartei im Kreis Ottweiler und verhalf 1912 zur Reichstagswahl im Wahlkreis Ottweiler-St. Wendel-Meisenheim dem Arbeitersekretär Bartholomäus Koßmann zum Sieg über den liberalen Gegenkandidaten v. Schubert. --- [Biographie übernommen aus: Bernhard Haupert, Franz Josef Schäfer, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Kammer, Karl: Kulturkampfpriester, Trier 1926, S. 47/60
  • Der Weltklerus der Diözese Trier seit 1800, hrsg. vom Diözesanarchiv, Trier 1941, S. 142 f
  • Schommers, Vor 125 Jahren begann der Kulturkampf, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 1996, S. 15/6
  • Nikolaus Irsch: Priestergestalten unseres Bistums. Dechant H v. Illingen (1849-1922), in: Paulinus Nr. 5 v. 30.01.1955, S. 14 f.
  • Michael Sander: Kathol. Geistlichkeit und Arbeiterorganisation, in: Soziale Frage und Kirche im Saarrevier, Saarbrücken 1984, 273-302
  • Joachim Stand: Unter Kreuz und Hammer. Zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Kathol. Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Diözese Trier, Trier 1996
GND-Nr. 1051191971
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0352
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
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von: Hansen, Karl / 1849-1922
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