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Haubrich, Peter / 1843-1923

Geburtsdatum04.08.1843
GeburtsortTrier
Sterbedatum12.12.1923 [⇒ 2023 - 100. Todestag]
SterbeortPommern / Landkreis Cochem-Zell
Berufe/StellungenPfarrer / Katholische Kirche ; Dekan / Kirche ; Heimatkundler
FachgebieteKirche ; Schreiben. Dichtung
Werke (Auswahl)Haubrich, Peter, Rarrer, I.: Geschichte von Haus und Hof Heyer; II. Die Heyerkapelle. Nohn 1878
Biogramm P.H. entstammte einer kath. Schusterfamilie u. wuchs in Trier auf. Nach dem Besuch der Pfarrschule u. des Jesuitengymnasiums studierte er am Bischöflichen Priesterseminar in Trier, hier Priesterweihe am 29.8.1868. Vier Jahre war er Kaplan in Longuich u. kurze Zeit Frühmesser in Ürzig, dem Heimatort seiner Mutter. Am 16.8.1872 wurde er zum Pfarrer von Nohn bei Adenau ernannt, wo er trotz der Schwierigkeiten des Kulturkampfes den Neubau der Filialkirche von Senscheid (1875) u. Trierscheid (1884) zustande brachte. Am 5.4.1893 übernahm er die Pfarrei Pommern mit den Filialen Kail u. Brieden, die er bis zu seinem Tode außerordentlich engagiert verwaltete. Ab 26.1.1921 Definitor im Dekanat Cochem, ab 20.5.1922 Dechant im Dekanat Cochem. Während seiner Zeit in Pommern entfaltete er seine ganze Tatkraft. Er gründete 1896 die Pommerner Spar- u. Darlehenskasse u. 1897 den Pommerner Winzerverein, um mit beiden Einrichtungen deutliche soziale Verbesserungen für seine Pfarrei zu bewirken. Nach Aufstellen von neuen Kreuzwegen in seinen Kirchen betrieb er von 1901/3 den Bau der neuen Kirche in Kail. Als "Huldigungskirche für Preußen" erhielt Kail hiermit einen besonderen repräsentativen Kirchenbau, für dessen Finanzierung P.H. ein persönliches Darlehen von 35.000 Mark übernahm. Eine neue Lebensaufgabe wurde ihm die Neugründung des Klosters Maria Engelport. Bereits 1903 vermittelte er den Besitz der Klosterruine an die Hünfelder "Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria", die 1904/5 dort eine neue Klosteranlage errichteten. Bis zu seinem Tode unterstütze er den neuen Konvent ideell u. materiell. Er stattete die Klosterkirche aus (Altar, zwei Glocken, Orgel) u. Gnadenbild (1913), stiftete Arbeitsgerät, Messwein u.v.a. Darüber hinaus renovierte er das Pommerner Pfarrhaus u. baute ein Jugendheim, nicht zuletzt war er ein eifriger Geschichtsforscher. Er war weithin bekannt als der "Pommerner Häar", der den größten Respekt genoss. Als großer Sozialpriester ist er bis heute unvergessen. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Christoph Lenz]
Quellen
  • Landeshauptarchiv Koblenz 700, 78
  • Der Weltklerus der Diözese Trier seit 1800, hrsg. vom Diözesanarchiv, Trier 1941, S. 144
  • Paulinuskal. 1962, 88
  • Lenz, Der Winzerverein Pommern, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 1998, S: 148/53
  • ders. Der Burenzug in Pommern, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 2002, S. 141/2
  • Schommers, Die Huldigungskirche für Preußen, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 2002, S. 189/99
  • Pies, Oblaten im Flaumbachtal, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 2003, S. 190/5 (m.B.)
  • Chronik Bodenbach, Bodenbach/Eifel: Ortsgemeinde, 2006, S. 117ff.
Quellen (WWW)
GND-Nr. 1028870361
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0356
Zuletzt bearbeitet:16.11.2011
Weitere Informationen:
Suche in der Rheinland-Pfälzischen Bibliographie nach landesbezogenen Büchern und Aufsätzen
von: Haubrich, Peter / 1843-1923
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über: Haubrich, Peter / 1843-1923
Gemeinsame Normdatei
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