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Homphaeus, Petrus / 1524-1601

Geburtsdatum1524
GeburtsortCochem
Sterbedatum16.01.1601
SterbeortTrier-Pfalzel
Berufe/StellungenPfarrer / Katholische Kirche ; Dekan / Kirche ; Jurist ; Hochschullehrer
FachgebieteKirche ; Recht ; Bildung. Erziehung
Beziehungen (Link)Homphaeus, Christoph / 1525-1580
Homphaeus, Peter / 1485-1556
Homphaeus, Peter / 1470-1537
Werke (Auswahl)Cronenburger, Johannes Michael, Petrus Homphaeus d.J.: Theses de variis et extraordinariis cognitionibus et si iudex litem suam fecisse dicatur. 1593. (VD16 ZV 4119)
Biogramm P.H. machte wohl die glänzendste Karriere in der Homphaeus-Familie. 1536 kam er auf Kosten seines Onkels nach Emmerich und schloss dort 1543 seine Schulbildung ab, ging zuerst nach Löwen, dann am 6.6.1544 nach Köln wo er 1546 seine Magisterexamen ablegte. Er kehrte 1547 nach Emmerich zurück, wurde Kanoniker am Martinsstift u. verließ nach dem Tode seines Oheims die Stadt, um sich in der Heimat eine Präbende zu sichern. Er wurde auch Kanoniker am Stift in Pfalzel und als solcher Pfarrer in Cochem. Hier macht er seinen Einfluss geltend, um die Reformationsversuche des jungen Philipp v. Winneburg abzuwehren. Am 7.3.1566 wird er zum Dekan des Pfalzeler Stifts gewählt, am 13.2.1572 zum Professor an die Universität in Trier berufen u. bekleidet 1573 u. 1579 das Amt des Rektors Magnifikus. Er war ein besonderer Förderer junger Talente wie der Humanisten Agritius v. Wittlich in Himmerod, Peter Binsfeld, später Weihbischof v. Trier, u. Humps Neffen Christoph aus Bruttig, der später Prof. beider Rechte in Trier wurde. P.H. stirbt hochangesehen u. wird in der Stiftskirche in Pfalzel beigesetzt. Dem Hospital in Trier u. den Armen in Cochem vermachte er 2000 Taler und stiftete 6 Stipendien an den Gymn. in Trier u. Emmerich für Anverwandte u. geborene Cochemer. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Im Jahr 1591 trat P.H. in einem Hexenprozeß als Leumundszeuge für den Angeklagten auf und wurde daraufhin selbst beinahe der Hexerei angeklagt; Neffe von Peter Homphaeus ("der Ältere", um 1470-1537) und Peter Homphaeus ("I.", 1485-1556), und Vetter oder Bruder von Christoph Homphaeus (1525-1580)
Quellen
  • Pauly, Stadt u. Burg Cochem, Wieprecht 1883, S. 77
  • Zenz, Die mosell. Gelehrtenfamilie H, Trier. Jahrbuch 1953, S. 77/85
  • Schommers, Cochemer Persönlichkeiten, in: Heimat : Beilage der Rhein-Zeitung für Schule u. Elternhaus, v. Sept. 1984
  • Pauly, Aus der Geschichte des Bistums Trier, Teil III, Trier 1973, S. 27
  • Franz/Irsigler, Hexenglaube u. Hexenprozesse, Trier 1996, Bd. 1, 513
  • Lea, Henry Charles: Materials toward a history of witchcraft, Philadelphia 1939, 1192
  • Hontheim, Johann Nikolaus von: Historia Trevirensis Diplomatica et Pragmatica, Tomus II, Augustae Vind., Herbipoli, 1750, S. 553
  • Burr, George L.: The fate of Dietrich Flade, in: Papers of the American Historical Association 5(1891), No. 3, S. 194
Quellen (WWW)
GND-Nr. 119714000
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0409
Zuletzt bearbeitet:25.11.2011

[Bild: Trierer Porträtdatenbank]
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über: Homphaeus, Petrus / 1524-1601
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