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Johannes / Zandt von Merl / -1354

Sterbedatum1354 [?]
SterbeortPrüm
Wirkungszeit1350-1354
WirkungsortePrüm ; Zell-Merl
Berufe/StellungenAbt
FachgebieteKirche
Biogramm Abt im Liebfrauenstift in Prüm, 1350-1354. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm [Zur Familie Zandt von Merl:] 1198 erstmalig bezeugt, vermutlich von den Vögten v.M. abstammend. Sie trugen ihre Güter dem Pfalzgrafen bei Rhein, dem Grafen von Sponheim und dem Erzstift Trier zu Lehen, waren zeitweise Burgherren von Arras, Klotten, Ulmen u. Burgmannen zu Cochem und waren durch Heirat mit denen von Eltz, von der Leyen, v. Bassenheim und v. Landenberg verwandt. 1350 ist ein Z.v.M. gefürsteter Abt in der Abtei Prüm. Werner Z.v.M. ist 1337, 1339/66 Abt von St. Martin in Trier, sein Nachfolger ist Wilhelm (II.) Z.v.M. 1366/88 Johann (I.) Z.v.M wird als Pfarrer von Ahrweiler aufgeführt u. von 1350/54 Abt von Prüm. 1507 nannte sich Friedrich Z.v.M. Herr von Arras, Zell u. Klotten (noch Ende des 18. Jahrh. waren sie in Klotten begütert). 1593 verkauft Bernhard v. Metzenhausen seinen Anteil an der Burg Arras mit dem Hof Hellental, unterhalb der Burg, für 1610 Reichstaler an Johann Z.v. Merl 1597 erhielt er das Lehen Wollmerath u. Bullay. J. Z.v.M. war von 1601/11 kurtrier. Amtmann zu Cochem, Ulmen u. Daun, 1601 wird er angewiesen, im Ulmener "Amtshaus" seinen Sitz zu nehmen. Als tüchtige Beamte dienten die Z.v.M. dem Kurstaat Trier. Johann, "Herr zu Arras, churfürstl. trier. Rat, Landhoffmeister, Erbvogt u. Amtmann im Hamm u. Baldeneck" stirbt am 4.8.1621. 1651 wird Anton Heinrich Z.v.M. als Erbe noch dem Polcher Dingtag aufgeführt mit seinem Tode 1675 ist Anton Heinrich Z.v.M. Hochgerichtsherr für den Hochgerichtsbezirk Wollmerath, 1697 stirbt das Geschlecht aus. Es erben die Nebenlinie v. d. Ahr und die v. Landenberg. Noch im 18. Jahrh. nennt sich Franz Josef "Erbvogt im Hamm, Herr zu Zell, Arras, Clotten, Stolzenfels u. Burgherr zu Schönecken, Gerolstein, Merl und Amtmann von Manderscheid". Mit der Besetzung der Rheinlande durch die Franzosen fand die mittelalterl. Feudalherrschaft ihr Ende. Auch das weibliche Geschlecht machte dem Namen alle Ehre. Agnes Z.v.Hamm ist zu Anfang des 14. Jahrh. Äbtissin in Marienroth, ebenso um diese Zeit Adelheid Z.v. Hamm. Catharina Z.v.M. wird 1574 als Äbtissin von St. Catharina aufgeführt, Agnes Z.v.M. ist Äbtissin von 1607/36 in St. Irminen in Trier, Amalia Z.v.M. ist von 1581/23 Äbtissin von Marienberg bei Boppard ebenso Maria Marg. Z.v.M. 1623/54 Äbtissin von Marienberg b. Boppard. Die letzte Namensträgerin war B.I.A. v. Hagke, geb. Freiin Z.v.M, sie starb am 31.7.1997 im Schloss Münchweiler (Saarland). Die Erinnerung an das Geschlecht wird heute noch wachgehalten im Wappen der Verbandsgemeinde Zell, im unteren Wappenteil die drei Löwen. --- [Text übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Quellen
  • Theisen, K.H., Liebfrauenstift Prüm, Rottach-Egern 2001, S. 48
  • Im Landeshauptarchiv in Koblenz: Archiv der Z.v.M, Abt. 54 M. Nr. 519 u. 1 A 3644
  • Vierteljahrsschrift f. Wappen, Siegel u. Familienkunde, Jg. 51 v. 1925, darin: Rhebinder, Die Z.v.M
  • Trier. Archiv, Ergänzungsh. 17 "Die Ministerialität des Erzst. Trier"
  • Chronik Ulmen, Briedel 2000, S. 139/157
  • Scholl, Geschichte des Geschlechtes der Z.v.M, in: Heimatjahrbuch des Landkreises Zell 1963, S. 63 u. 1968, S. 108
  • Mötsch, Regesten des Archivs der Herrschaft Winneburg-Beilstein, Koblenz 1989, S. 61
  • Gilles, Karl-Josef: Die Geschichte der Stadt Zell bis 1816, (Schriftenreihe: Ortschroniken des Trierer Landes, Bd. 28), Trier 1997, S. 72, 181, 444, 566, 590
  • Friderichs, Das Ritter- u. Adelsgeschlecht der Z.v.M, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 2003, S. 106/8
  • Friderichs, Alfons: Wappenbuch des Kreises Cochem-Zell, Selbstverlag, Darmstadt 2001, S. 56/7, 166/7, 194/5
GND-Nr. 1051195675
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0636
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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