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Miesen, Matthias / 1716-1781

Geburtsdatumum 1716
GeburtsortMüllenbach / Landkreis Cochem-Zell
Sterbedatum06.03.1781
SterbeortMasburg
Berufe/StellungenGlockengießer
FachgebieteKunsthandwerk
Beziehungen (Link)Miesen, Peter / 1757-1828
Biogramm Sohn von Johann u. Elisabeth M. Er heiratete am 23.10.1755 Maria Catharina Schlaffs aus Virneburg. - Ausbildung als Glockengießer durch Peter Krümmel (Cremel) in Mayen (letzte bekannte Glocke von 1741). M. übernahm die Gießerei von Krümmel, weil dessen Söhne das Handwerk nicht weiterführten. M. verwendete auf seinen ersten Glocken Ziermotive der Krümmels. M. verlegte die Gießerei nach Masburg (vermutl. 1743). Der Sohn Peter M. kaufte 1805 eine Glocke in Monreal, die 1743 in Masburg gegossen wurde. Allerdings 1752 Glockenguss in Masburg durch Gießer Mabillot und Stocky. 1775 schreibt M. "das Glockengießen, welches meine Nahrung so lange Jahr hindurch ware ... " Folgende Glocken sind von ihm bekannt: Vermutl. Masburg (1765); Gevenich (1767 oder 1770); Oberbaar (1773); Gappenach (1775); Kolverath (1776); Virneburg (1776); Sebastian-Engers, heute St. Sebastian (1776); Lütz (1776 und 1778); Stempenich und Curberg (vor 1775); Pommern (vor 1775), 2 Glocken für Boos 1778. 1775 kam es zu einem heftigen Streit mit dem Glockengießer Mabillot aus Ehrenbreitstein. Mabillot behauptete, ein Monopol zum Glockenguss im Erzstift Trier zu besitzen. Miesen konnte wohl das Gegenteil beweisen und erhielt 1775 den Auftrag zum Glockenguss St. Sebastian in Engers. Die Glockengießerei befand sich am Haurother Weg. Das Grundstück hieß früher (1950): Glockenhäuschen. An die Gießerei erinnerte heute noch der Straßenname "Glockenstraße" und ein Glockenturm von 1998 mit einer Glocke, Inschrift: "Zur Erinnerung an die Glockengießerfamilie Miesen von 1773-1819 Masburg 1998" (Guss durch Eifeler Glockengießerei Mark in Brockscheid nach einer Rippe von Matthias M.). --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Rolf Peters]
Quellen
  • Hörter, Glocken aus dem Kreis Mayen, S. 29/30
  • Pfarrarchiv Masburg im Bistumsarchiv Trier, hier: Glockengießerei Mark in Brockscheid
  • Glockenatlas im Landesamt für Denkmal pflege Mainz
  • Glockenkarteikarten des Deutschen Glockenarchivs im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg
  • Hörter, Mayen war einmal eine Glockengießerstadt in: Rhein-Zeitung, Ausgabe Mayen, vom 22.12.1960
  • Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 1 C Nr. 4301
  • Heimat : Beilage der Rhein-Zeitung für Schule u. Elternhaus, Nr. 8, 1998
Quellen (WWW)
GND-Nr. 1051195934
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0655
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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