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Mohr, Vinzenz / 1475-1525

Geburtsdatum06.06.1475
GeburtsortCochem
Sterbedatum29.09.1525
SterbeortTrier
Berufe/StellungenAbt
FachgebieteKirche
Werke (Auswahl)Briefentwürfe u. Abrechnungen beginnend mit dem Jahr 1505, endend mit dem Jahr 1518 in der Stadtbibliothek Trier. Hs. 1888/1431 u. 1626/ 401, 1629/399.
Biogramm Bis zum Profess im Kloster Echternach, hier Superior, dann Prior und ab 1512 Kellner in St. Maximin in Trier u. als Einstand mit der Ausrichtung des glanzvollen Empfanges Kaiser Maximilians in der Abtei anlässlich des Trierer Reichstages beauftragt. Am 5.7.1514 wurde er zum dortigen Abt gewählt, dies blieb er 11 Jahre bis zu seinem Tode 1525. Er baute den Hof Medard aus und erwarb Weinberge in Briedel, Bruttig u. Kaimt. Bei der Belagerung der Abtei durch Franz v. Sickingen floh er nach Luxemburg u. rief den Schutz des Kaisers an. Durch diesen Krieg (1522/23) kam es in der Abtei Maximin zu großen Verwüstungen u. zur Zerstörung einzelner Teile der Abtei durch die Bewohner Triers. Der sich daran anschließende Prozess mit der Stadt, an denen die Abtei bis etwa 1535 schwer zu tragen hatte, brachte den Konvent fast an den finanziellen Ruin. Der Konvent von 28 Mönchen, der sich während des Krieges über andere Benediktinerklöster hin zerstreut hatte, konnte durch ihn wieder zusammen gebracht werden. Er hat viel für die Abtei geleistet, nur seiner unermüdlichen Tatkraft war es zu verdanken, dass St. Maximin nach den schweren Schädigungen nicht in Schutt u. Asche liegen- blieb. Die Anerkennung, V.M. als Finanzfachmann über seinen Wirkungskreis hinaus, wird in seiner Wahl zum Präsidenten der Güterverwaltung aller Klöster der benediktinischen Provinz auf dem Gesamtkapitel 1517 in Köln deutlich. Im Jahre 1518 ist er Präses des Ordenskapitels bei St. Martin in Köln, wo er auch die Kapitelmesse zelebriert; 1520 wird er zum Prokurator der Benediktinerabtei St. Mattheis bei Trier gewählt und zum Präses für das zukünftige Kapitel der Ordensprovinz berufen, sowie zusammen mit Eberhard von St. Mattheis zum Visitator der Trierer Diözese. Er beschäftigte, wie sein Vorgänger, die bedeutendste Goldschmiedefamilie Wolf für aufwendige Arbeiten in der Abtei. Höchstwahrscheinlich stammt die Silberbüste des hl. Martin in der Pfarrkirche zu Cochem von ihm, die er anlässlich seiner Wahl zum Abt seiner Vaterstadt aus Dankbarkeit schenkte (sie ist kein Geschenk Kaiser Maximilians, wie bisher in Cochem angenommen. Kaiser Maximilian war immer knapp bei Kasse u. sehr knauserig). 1525 war die Pest von Metz aus über Trier hereingebrochen, die viele Opfer forderte u .a. auch Abt. Vinzenz. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Quellen
  • Pauly, Stadt u. Burg Cochem, Wieprecht 1883, S. 75
  • Caspar, Das Erzbistum Trier im Zeitalter der Glaubensspaltung, Reformationsgeschichtl. Studien u. Texte, Heft 90, Münster 1966, S. 137
  • Schweigerer, Vinzenz v. Cochem, in: Heimat : Beilage der Rhein-Zeitung für Schule u. Elternhaus, v. Sept./Okt. 1972, S. 6
  • Schommers, Cochemer Persönlichkeiten, in: Heimat : Beilage der Rhein-Zeitung für Schule u. Elternhaus, v. Aug. 1984, S. 2/3
  • Friderichs, Besitz der Abtei St. Maximin, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 2002, S. 61/3.
GND-Nr. 1051196051
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0662
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek
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