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Müller, Franz Friedrich / 1812-1856

Geburtsdatum26.10.1812
GeburtsortZell (Mosel)
Sterbedatum02.03.1856
SterbeortZell (Mosel)
Berufe/StellungenGutsherr ; Abgeordneter
FachgebieteLandwirtschaft ; Politiker und historische Persönlichkeiten
Beziehungen (Link)Mittweg, Heinrich / 1804-1871
Biogramm Eltern: Carl Ludwig M. (1784-1842) aus Koblenz, kaiserl. Steuereinnehmer, königl. Gerichtsschreiber u. Postexpediteur in Zell, u. Maria Anna Clara Reineri (1778-1821), Tochter des Benedikt Reineri (1725/94), kurfürstl. Spezialeinnehmer, Gerichtsschreiber in Zell, letzter Erbbeständer des Wadgassener Hofs in Kaimt. - F.F.M. heiratete in erste Ehe Maria Anna Peters (1818/47), To. des Kaufmanns u. Posthalters Wilhelm Peters in Kastellaun; in zweiter Ehe 1850 Trier: Caroline Walburga Utsch (1826/99), Tochter des königl. Oberförsters Franz Anton Utsch u. der Anna Maria Ramboux aus Trier. - F.F.M. war 1846 Gutsbesitzer, Posthalter u. Leiter der Postexpedition Zell. In der Revolution 1848/49 Eintreten für die Demokratie, sprach besonders die Nöte der Winzer an. Der "begabte und ideal angelegte junge Mann" wurde nach dem Verzicht H. Mittwegs am 10.7.1848 zum Stellvertreter - Abgeordneten für den WK Zell gewählt, löste den liberalen Abgeordneten Graach in der preuß. Nationalversammlung ab. Energischer als Graach forderte er in Berlin die Verminderung der Grundsteuer für die Winzer u. die gänzliche Abschaffung der Moststeuer, wofür er in der Heimat gelobt wurde. Im Nov. 1848 stimmte er mit der Linken für die Steuerverweigerung. Im Febr. 1849 wiedergewählt als Abgeordneter der 2. Kammer im erweiterten Wahlkreis Zell-Cochem-Adenau, votierte mit der Mehrheit für Anerkennung der Frankfurter Reichsverfassung, worauf am 27.4.1849 die Kammer aufgelöst wurde. Im Mai 1849 wurde FM als Postexpediteur seines Amtes enthoben, obwohl von der Anklage der Anstiftung zum Aufruhr freigesprochen. Der wohlhabende Gutsbesitzer starb 1856, erst 43 Jahre alt, kurz vor der Geburt seiner Tochter. Seine Witwe, die "Post-Millisch", führte die Posthalterei u. den Gutsbetrieb weiter, bis sie in den 90er Jahren nach Trier verzog. F.F.M. war der erste aus Zell stammende demokratisch gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Zell. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Heinz-Günther Böse]
Quellen
  • Standesamtsregister Zell, Kastellaun, Trier; Intelligenz-Blatt f. d. Kreis Zell u. Umgegend Nr. 75 v. 22.9.1848 u. Nr. 79 v. 6.10.1848
  • Gilles, Die Gesch. der Stadt Zell, Trier 1995, S. 219/22
  • Böse, Die ersten Demokrat. Wahlen im Kreis Zell 1848/49, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 1995, S. 239/48
GND-Nr. 1051196868
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0678
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek
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