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Perling, Caspar / 1894-1976

Geburtsdatum12.10.1894 [⇒ 2019 - 125. Geburtstag]
GeburtsortHontheim-Wispelt
Sterbedatum02.10.1976
SterbeortTellig
Berufe/StellungenPfarrer / Katholische Kirche
FachgebieteKirche
Biogramm Er wuchs im Elternhaus heran u. besuchte die kath. Volksschule in Hontheim. Die Gymnasiumszeit absolvierte er in Holland. Nach dem Theologiestudium wurde er am 11.3.1923 in Trier zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Kesseling, Oberkirchen, Mertloch u. Polch. Von 1927/32 verwaltete er die Pfarrei Weitersburg. Am 14.5.1932 wurde er Pfarrer in Tellig. Seine erste größere Aufgabe war, dass die im Jahre 1864 gebaute Kirche auch einen Kirchturm erhielt. Sein mutiges Auftreten für den Glauben brachte ihn mit den Machthabern des "Dritten Reiches" in Konflikt. Er wurde mehrmals verhaftet u. zu Gefängnisstrafen verurteilt. 1941 verbannte man ihn aus seiner Pfarrei u. verbot ihm jede Amtsausübung, er floh nach Bayern. Da er sich nicht an das "Berufsverbot" hielt, drohte ihm in den letzten Kriegstagen die Erschießung, die durch eine glückliche Fügung verhindert werden konnte. Nach dem Kriege kehrte er am 11.4.1945 wieder in seine alte Pfarrei Tellig zurück. Seine priesterliche Tätigkeit war von einer anspruchslosen Lebensweise, Güte u. Hilfsbereitschaft, aber auch von Strenge u. Härte in Glaubens- u. Sittenfragen u. Unnachgiebigkeit in liturgischen u. pastoralen Problemen gekennzeichnet. Im Jahre 1958 wurde ihm das Amt des Dechanten für das Dekanat Blankenrath übertragen, das er bis zum Jahre 1971 ausübte. Sein mutiges Einstehen für den Glauben wurde mit der Verleihung des Titels "Geistlicher Rat" hervorgehoben. Am 11.3.1973 feierte er in Tellig den 50. Jahrestag seiner Priesterweihe. Im Nov. 1975 trat er in den Ruhestand, der zunehmend von seiner schweren Krankheit geprägt war. Am 6.10.1976 wurde er unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Werner Geisen]
Quellen
  • Handbuch des Bistums Trier, (hrsg.) Bischöfl. Generalvik, 1991, S. 615
  • Hehl, Ulrich von: Priester unter Hitlers Terror, Paderborn u.a. 1996, S. 1486
  • Pastor C.P. war ein Priester ohne Furcht u. Tadel, in: Rhein-Zeitung, Ausgabe D (Cochem-Zell) v. 12.10.1976
GND-Nr. 1051197996
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0729
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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