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Schneider, Johann Baptist / 1806-1864

Geburtsdatum06.10.1806
GeburtsortTrier
Sterbedatum09.02.1864
SterbeortZell-Merl
WirkungsortePerl ; Trier ; Saarburg ; Zell-Merl ; Dernbach (Westerwald)
Berufe/StellungenPfarrer / Katholische Kirche ; Kirchenmusiker
FachgebieteKirche ; Musik. Musikwissenschaft
Beziehungen (Link)Dommermuth, Johann Adam / 1812-1869
Werke (Auswahl)Etwas über Musik, insbesondere Gesang, Trier 1840
Biogramm Der Sohn einer Trierer Arztfamilie mit 9 Kindern wurde in der Liebfrauenkirche in Trier getauft. Er studierte nach dem Abitur am Jesuitengymnasium, ab 1826 im Trierer Priesterseminar. Am 26.3.1831 wurde er im Trierer Dom von Bischof Josef v. Hommer zum Priester geweiht, danach Kaplan in Ehrenbreitstein u. Kreuznach. Im März 1836 erfolgte die Ernennung zum Pfarrer von Stromberg. Seine eigentliche Begabung lag auf kirchenmusikalischem Gebiet, so verwundert es nicht, dass er vom 1.5.1838 bis 19.7.1844 als Domvikar u. Direktor der Dommusikschule in Trier amtierte. In dieser Zeit gab er einige Verordnungen einzelner Kirchenlieder des berühmten "Ehrenbreitsteiner Gesangsbuches" heraus u. war in leitender Funktion an der Vorbereitung der Herausgabe des ersten Trierer Diözesangesangbuches vom Jahre 1846, eine für diese Zeit u. für ganz Deutschland vorbildliches Buch, beteiligt. Auch nachdem er am 19.7.1844 zum Pfarrer von Perl ernannt worden war, blieb er der Kirchenmusik verbunden. Seit dem 22.4.1863 fungierte J.B.Sch. auch als Definitor des Dekanates Saarburg. Am 27.5.1854 wurde er zum Pfarrer vom Merl ernannt. Im Mutterhaus der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach hat er wiederholt um Schwestern für eine Hilfsstation in Merl nachgesucht. Am 23. Mai 1861 wurden drei Schwestern, darunter Ordensschwester Ermelinde als Oberin, geschickt. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Vertrat die Ansicht, daß Musik den Menschen "für den Himmel" erziehe; er beklagte in diesem Zusammenhang die Verweltlichung der Musik durch die Wiener Klassik; sein Ideal war Palestrina; erneuerte die Trierer Kirchenmusik, indem er die Instrumentalbegleitung ("Figuralmusik") abschaffte; sein Nachfolger Johann Adam Dommermuth führte diese Bewegung nicht konsequent fort, was ihm die Sympathien von Kritikern und Gemeindemitgliedern einbrachte
Quellen
  • Der Weltklerus der Diözese Trier seit 1800, hrsg. vom Diözesanarchiv, Trier 1941, 1939, S. 312
  • Castor, Gründung des Klosters "Maria Hilf" in Zell-Merl, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 2001, 97/8
  • Hoffmann, Wolfgang: Domvikar Johann Baptist Schneider (1806-1864) und die Erneuerung der Kirchenmusik in Trier, in: Trierer Theologische Zeitschrift, 2000, S. 161-166
GND-Nr. 1051199883
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0864
Zuletzt bearbeitet:30.10.2012
Weitere Informationen:
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über: Schneider, Johann Baptist / 1806-1864
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