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Bertolf / Treis, Graf / -1122

Sterbedatum1122 [⇒ 2022 - 900. Todestag]
SterbeortTreis-Karden-Treis
Biogramm Er war der letzte seines Geschlechtes, da er ohne Leiberben starb. Der Kaiser scheint seinen Besitz als Reichslehen in Anspruch genommen zu haben. Allein Graf Otto v. Reineck, ein Sohn des Grafen Hermann v. Salm, hatte sich als Verwandter des B.v.T. in den Besitz des "Schlosses" gesetzt. Um ihm den Besitz zu entreißen, entschloss sich Kaiser Heinrich V. (1106/25), ins Moselland zu ziehen u. vor das "Schloss" in Treis vorzurücken. Nach dem Zeugnis des Erzb. Bruno von Trier übernachtete der Kaiser bei dieser Gelegenheit im Jahre 1121 in Treis. Graf Hermann durfte aufgrund eines Friedensabschlusses abziehen u. Erzb. Bruno von Trier (1102/24) nahm die Burg in Besitz. An diese Geschichte erinnerte das Burgtor, das 1820 abgerissen wurde, mit der Inschrift: "Treis, frei fand ich dich - frei lass ich dich". --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm [Zur Familie von Treis:] Ritter u. Burggrafen zu Treis. - Comes Bertolf de Trihis, vielleicht der letzte Gaugraf im Trechirgau, verstarb 1120 ohne Nachkommen. Die F.v.T. stammen von der Familie derer v. Schönenburg-Pyrmont ab, andere weisen auf Eberhard v. Bürresheim. Sie sind von 1138 bis 1351 zusammenhängend nachweisbar. Ein Heinrich F.v.T. erscheint 1138 als Zeuge, er u. sein Söhne schenken 1156 dem Hospital des Klosters Maria Laach ihr Gut bei dem Lützbach u. ein Haus in Treis. In einer Schenkung des Heinrich F.v.T. wird um 1165 ein Gut am "rivulus Luzze" (Lütz) genannt. Zwei Söhne des Edelfreien Burggrafen Werner v.T. (er trug am 9.12.1277 das Burggrafenamt mit dem "Schlosse Tries" dem Trierer Erzb. Heinrich v. Finstingen zu Lehen auf, seine Söhne werden aber ausdrücklich als Trierer Ministeriale bezeichnet) u. dessen Frau Oda v. Schönecken stiften ihren Söhnen Konrad gen. Liber (Vrye) u. Theoderich im Jahre 1300 die Vikarie des Altares St. Nikolaus im Kreuzgang in Karden. 1321 empfängt Theoderich v.T. von Erzb. Balduin das Burggrafentum zu Treis mit vier Fuder Wein, die Hälfte der Wildbahn und das Hochgericht im Dorfe, das jedes Jahr drei Wochen dauert. 1322 stiftet ein Werner F.v.T. und Oda dem Kloster Rosenthal zu Ehren des hl. Georg einen Altar. Im 13. Jahrh. gehörte ihnen der Hof Windhausen, der 1282 im Testament des Scholasters Philipp F.v.T. an die Vikarie der Kardener Stiftskirche kam. 1296 erhielt Burggraf Werner v.T. die Vogtei zu Ernst von Erzb. Boemund I. von Trier zu Lehen. Am 4.3.1318 wird Ritter Walter F.v.T. für den Trierer Erzb. Burgmann zu Treis. Er besaß 1326 u. 1345 Vogteirechte aus dem Hof zu Valwig. 1341 wurde wieder ein Werner Erbburggraf, mit der Möglichkeit weiblicher Erbfolge oder der Erbfolge von Seitenverwandten. Am 22.8.1341 erhält Werner F.v.T. von Erzb. Balduin einen Lehensrevers für die Erbburgmannschaft zu Treis u. den Anteil des Zehnten an Dieblich. Nach dem Aussterben der F.v.T. machten die v. Pyrmont 1445 als nächste Verwandte Anspruch auf den Besitz, so erhielten sie von den F.v.T. das Dorf, das Hochgericht, u. die Vogtei in Ernst u. Valwig zu Lehen. Ende des 15. Jahrh. werden als Nachkommen u. Erben die Ritter Rollmann v. Geißbüsch u. Salentin v. Arenthal erwähnt. Die F.v.T. führten den Zickzackbalken oder 3 bis 4 nebeneinander stehende Sparren, darüber ein Stern, im Wappen. --- [Text übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Quellen
  • Annal. Trevir. parte XI. pag 122
  • Günther W, Codex Diplomaticus, I. Teil, Coblenz 1822, 189. 193
  • Damitz, Die Mosel, Köln 1840, 149, 161
  • Heyen, Die ausgestorbenen adeligen Familien des Erzstiftes Trier, in: Zeitschrift für vaterländ. Geschichte u. Altertumskunde, Münster 1839, S. 225
  • Wegeler, Das Kloster Laach, I, Bonn 1854, 171
  • Trier. Archiv 11, 1907, 82
  • Resch, Die Edelfreien des Erzbistums Trier, Trier 1911, S. 51/2
  • Wackenroder, Ernst: Die Kunstdenkmäler von Rheinl.-Pfalz, 3 Band, Die Kunstdenkmäler des Landkreises Cochem, 2 Bd, München 1959, S. 346, 698, 744, 775
  • Mötsch, Johannes: Die Balduineen, Koblenz 1980, Koblenz 1980, 122 u.303
  • Berns, Burgenpolitik u. Herrschaft des Erzb. Balduin von Trier, Sigmaringen 1980, 53
  • Friderichs, Alfons: Wappenbuch des Kreises Cochem-Zell, Selbstverlag, Darmstadt 2001, S. 96/7, 128/9
GND-Nr. 1051201306
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0971
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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