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Haust von Ulmen, Anna / 1450-1529

Geburtsdatumum 1450
Sterbedatumnach 1529
SterbeortUlmen
WirkungsorteZell (Mosel)
Berufe/StellungenÄbtissin
FachgebieteKirche
Biogramm Schwester des Philipp u. Dietrich H.v.U. - Conventualin im Kloster St. Thomas a. d. Kyll, später Vorsteherin auf der "Mergenburg" (Marienburg b. Zell), beide Klöster zum Mutterhaus der Augustiner-Chorherrenabtei in Springiersbach gehörend. Nach einem Versorgungsbrief des Erzb. Richard v. Greiffenklau (1511/31), der 1515 das Kloster Marienburg aufgehoben hatte, stand ihr eine jährliche Pension von 25 Goldgulden, 1,5 Fuder Wein u. drei Malter Korn zu. Am 14.9.1529 machte sie ihr Testament: "Ihr Körper soll begraben sein in Springiersbach in der St. Stephanskapell uff der rechten Seite der Kirche da der Weywasserkessel hängt". Dem Kloster vermachte sie ihr Haus in Hontheim, das zum "Siechhaus" umgebaut wurde, Renten u. Gülten zu Ellenz, Alf u. Kennfus diese sollten an ihre Familie zurückfallen. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Manfred Dietzen]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm [Zur Familie Haust v. Ulmen:] Siberts ältester Sohn Nikolaus führte den Beinamen "Brabant" (Eifl. Ill. I, 2, 1076). Das könnte nach der vorliegenden Ahnenreihe ein Sibert v.U, gen. Longus, gewesen sein. Es ist die Zeit der Schlacht bei Worringen im Jahr 1288, an der auch "les sires d`Ulme" namentlich bekannt ein Theoderich v.U. beteiligt waren. Vielleicht auch vorgenannter Nikolaus (Clais), im Waffenbündnis mit den Luxemburgern u. des Grafen von Brabant, womit sich sein Beiname erklären ließe. Jedenfalls steht Clais Brabantus de Ulmena, zuerst 1306 genannt, als Ahnherr der H.v.U. fest u. hinterlässt eine Ahnenreihe über neun Generationen, die zu den einflussreichsten Familien im südlichen Eifel- u. Moselraum zählten. Jedoch nicht alle Abkömmlinge entsprachen dem adeligen Idealbild, hinter einigen steht: "ex matre rustica" aus nichtadeligem Blut. Philipp H.v.U. setzte in zweiter Ehe mit der Eilgund v. Winneburg 1502 neue Maßstäbe im Einfluss u. Vermögen. Derweil diente seine Schwester Anna H.v.U. im Kloster St. Thomas a.d. Kyll als Conventualin u. wird später Meisterin ihres Ordens in Mergenburg (Marienburg bei Zell). In einer Urkunde v. 24.6.1512 bekunden die Gebrüder Philipp u. Dietrich H.z.U. in Driesch "auf ihrer Hoheit und Herrlichkeit" mit Wissen ihrer Eltern eine Kapelle gebaut zu haben, wozu sie auch andere Stiftungen u. eine Wochenmesse zu Ehren der Hl. Anna gestiftet haben. Nutznießer des Philipp H.v.U, der am 15.5.1519, am selben Tag mit seiner Ehefrau, an der Pest starb, war ein Sohn Philips H.v.U, Amtmann zu Cochem u. Ulmen, Herr zu Ulmen, Mitherr zu Klotten, Erbvogt zu Mendig (Niedermendig) u. Mitglied des Polcher Gedings (Adelige Erben zu Polch), das ihn zwischen 1548/50 als Pflegemeister über den Wald Hochpochten einsetzte. Am 12.12.1556 starb Philipp H.v.U, nicht 1550, wie es auf seinem Epitaph in der Ulmener Kirche zu lesen ist. Seine Tochter Maria H.v.U. erscheint von 1562/94 als Conventualin u. danach bis zu ihrem Tod am 22.6.1612 als Meisterin im Kloster St. Thomas zu Andernach. Nachfolgerin wird ihre Nichte Anna A.v.U., Ihr Vater Augustin H.v.U, dessen Totenschild als Sterbedatum den 16.1.1605 angibt soll einer der Ritterschöffenstühle in Andernach besetzt haben. Mit Johann Eberhard H.v.U, der am 5.6.1636 plötzlich u. kinderlos starb (die Mutter spricht von einem schrecklichen Fall), erlischt auch die Linie H.v.U. Über seine Schwester Magdalena H.v.U. geht ein Teil ihrer Güter an die v. Friemersdorf zu Pützfeld. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Manfred Dietzen]
Quellen
  • Chronik Ulmen, Briedel 2000, 142, 151/2; Gilles/Schaaf, Springiersbach 1102-2002, 290
  • Wackenroder, Ernst: Die Kunstdenkmäler von Rheinl.-Pfalz, 3 Band, Die Kunstdenkmäler des Landkreises Cochem, 2 Bd, München 1959, S. 758/9
  • Chronik Ulmen, Briedel 2000, 139/57
  • Zimmer, Dominikanerinnenkloster St. Katharinen in Trier, Düsseldorf 1995, 81
GND-Nr. 1051201594
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0998
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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