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Diethard / von Ulmen / -1349

Sterbedatum14.06.1349
SterbeortTrier
WirkungsorteTrier ; Nehren / Landkreis Cochem-Zell ; Lehmen
Berufe/StellungenKanoniker
FachgebieteKirche
Beziehungen (Link)Dietrich / von Ulmen / -1296
Heinrich / von Ulmen / -1327
Sybert / II. / von Ulmen
Arnold / von Ulmen
Biogramm Sohn des Ritters Dietrich v.U. (gest. 1296).- D.v.U. war von 1298-1336 Mitglied des Domkapitels in Trier, er hatte auch die Pfarrei Nehren inne. Am 11.11.1332 schenkte er bereits als Scholaster Wingerte in Lehmen dem Leonard-Altar im Trierer Dom. Er starb am 14.6.1349 in Trier. Nach seinem Tode stritten sich Friedrich v.U, Vogt zu Senheim u. der Kaplan des Leonard-Altars im Trierer Dom wegen einer Gültenschenkung des Diethard v.U.; Bruder von Heinrich und Sybert II. von Ulmen [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm [Zur Famile von Ulmen:] Ministerialen- u. Rittergeschlecht, das im frühen 12. Jahrh. in Ulmen erscheint u. andeutungsweise hier bereits in der zweiten Generation Akzente setzte. - Die Heimatforscher Fenger/Conzen (Ulmen) glauben in dem Johann v. Ebernach, der mit seiner Gattin Mechtildis am 24.6.1130 ihren Besitz in Ebernach u. Valwig der Benediktinerabtei Maria Laach übereigneten u. die daraufhin in Ebernach das gleichnamige Kloster gründeten, mit einem Johann v.U. identifizieren zu können. Pfalzgraf Wilhelm bezeichnete die Ulmener 1130 als (" ... ex meis amicis ... "), womit er eine besondere Freundschaft u. ihre Zugehörigkeit zur pfalzgräflichen Ministerialität ausdrückte. In einer königl. Urkunde für das Augustiner-Chorherrnstift in Springiersbach vom 1.8.1143 treten die Brüder Heinrich (nicht der Kreuzfahrer) u. Rudolf v.U. als "ministeriales regni", als Reichs ministeriale (Beamte des Königs), auf. Heinrich III. v.U. [der Kreuzfahrer] ist der Enkel des vorgenannten Rudolf. Margarete v.U., die Tochter Heinrichs III., erscheint 1234 als Äbtissin im Kloster St. Thomas a. d. Kyll, Theoderich v.U., sein Sohn, ist 1234 Mitglied des Trierer Domkapitels. Mit Arnold v.U, einem Enkel Heinrichs III., der 1251 ins Trierer Domkapitel aufgenommen wird, endete diese Familienlinie im Mannesstamm. Über Heinrichs III. Tochter Adelheit v.U, die vor 1239 den Cuno v. Schönenberg, Herr zu Pyrmont heiratete, setzt sich der Stammbaum mit zahlreichen Verzweigungen fort. Familienteile sitzen bis zur Burgübernahme durch den Trierer Erzb. auf der Oberburg (Ulmen). Sie führen teilweise, im Gegensatz zu den ursprünglich rot-silbernen Rauten, rot-goldene Rauten in ihren Wappen. Im anderen Ulmener Burgenteil (Niederburg) sitzt derweil Sybert v.U., Bruder des Kreuzfahrers. Wie Heinrich III. erfährt auch er die Nähe Friedrich II. Er begleitet den König auf dessen Feldzug gegen Sizilien u. wird sein Urkundenzeuge 1221 in Tarent. 1229 vermittelte Sibert auf der Virneburg zwischen dem Hermann u. Philipp v. Virneburg bei der Teilung der väterlichen Erbschaft. Der Monrealer Burgenbau wird dabei auf den Weg gebracht. Nachfahren des Sibert, die 1354 in erster Linie mit dem so genannten Landfrieden ("Raubritter") in Konflikt gerieten, dienten überwiegend als Burgmannen auf verschiedenen Burgen oder als Wäppelinge (Waffenträger) der Trierer Kurfürsten. Sie führen bis zum Aussterben ihres Mannesstammes um 1400, rot- silberne Rauten in ihren Wappen. Aus ihren Reihen entstammen möglicherweise die Haust v.U., u. die Walpoten v. Waltmannshausen beginnen durch Einheirat mit einer Urenkelin des Sibert ihre Ulmener Ära. (Quelle: Friderichs, Alfons: Wappenbuch des Kreises Cochem-Zell, Selbstverlag, Darmstadt 2001, S. 156/7; Chronik Ulmen 2000, S. 80/117 u. 118/38). --- [Text übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: B. Kreutz / M. Dietzen]
Quellen
  • Goerz, Mittelrhein. Regesten, Koblenz 1881, IV, 564, 681
  • Holbach, Rudolf: Stiftsgeistlichkeit im Spannungsfeld von Kirche und Welt, 2 Bände, Trier 1982, (Trierische Historische Forschungen), S. 609f.
GND-Nr. 105120142X
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0985
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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