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Ulmen, Richard Muhl von

WirkungsorteBengel-Springiersbach
Berufe/StellungenPropst
FachgebieteKirche
Biogramm Seit 1530 in der Augustiner-Chorherrenabtei in Springiersbach. Ab 1560 bis zu seinem Tode im Jahre 1586 wurde er als Propst (ohne den Titel) in das Augustinerinnen-Frauenkloster nach Andernach gesandt um hier die vom Erzb. angeordneten Reformen durchzuführen. Er wurde hier nur geduldet. Das Verhältnis zur Abtei Springiersbach war gespannt u. blieb es auch fortan. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm [Zur Familie Muhl v. Ulmen:] Burgmannen, Geistliche, Ordensfrauen u. Freiherrn. - 1352 wird erstmals ein Dietrich M.v.U, Burgmann in U. u. Daun genannt, der sich mit seinem Bruder in der Schar der vom Grafen Johann Walbott Bassenheim abgeurteilten "Raubritter" befand. Als Helfer zieht er mit Dietrich Haust v.U. in eine Fehde gegen den Grafen Walram v. Sponheim. Wie die Haust v.U. zeigen die M.v.U. ein willkürlich gold-schwarz gerautetes Wappen u. 1350 den roten Turnierkragen im Schild, wodurch sich eine beidseitige nahe Verwandtschaft andeutet. Söhne des Dietrich. Philipp u. Goebel stehen im Waffendienst der Sponheimer, später in der des Gerhard v. Blankenheim, mit dem sie 1396 gegen die Stadt Köln ziehen. Nach ihrem Lehen über die Burg Gondorf, die sie 1492 vom Erzb. Johann von Trier erhalten, verlagern die M.v.U. den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit an den Rhein. Nachfahren erscheinen neben ihren Burglehen in Gondorf u. Ulmen, der Kornhof genannt, den sie 1663 zerfallen hinterlassen, mit weiteren Burglehen in Montabaur u. Bendorf, oder als kurtrier. Amtmänner in Hammerstein, Leutesdorf, Baldeneck, St. Wendel u. Blieskastel (Saar). Andere widmen sich dem geistlichen Stand. Gertgen M.v.U. als Nonne in Koblenz. Johann M.v.U. mit einem Benefiziat am Muttergottesaltar in Ulmen ist Kanoniker u. Custos an St. Florin in Koblenz, Pfarrer in Cleinich u. Inhaber eines Benefiziums an der St. Matthiaskapelle zu Kobern. Charles M.v.U. ist 1571 als Propst in St. Thomas zu Andernach beurkundet. Maria Anna Antonetta M.v.U. verzichtete 1676 auf die elterliche Erbschaft zugunsten des Klosters Eibingen (bei Rüdesheim) wo sie als Nonne eintritt u. Äbtissin wird. Dort, in der Rochuskapelle, hinterlässt sie nach ihrem Tod im Jahr 1712 ein überdimensionales Altarbild zu Ehren des hl. Rupertus. Am 17.2.1762 stirbt der letzte M.v.U, Heinrich Karl Ferdinand Caspar, Freiherr M.v.U. zu Gondorf, kurtrier. Kammerherr zu Koblenz u. Ehrenbreitstein, kinderlos. Sein letzter Wohnsitz in Gondorf ist heute als Schloss Liebig bekannt. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Manfred Dietzen]
Quellen
  • Gilles/Schaaf, Springiersbach 1102-2002, Trier 2002, 88, 193
  • Friderichs, Alfons: Wappenbuch des Kreises Cochem-Zell, Selbstverlag, Darmstadt 2001, S. 156/7
  • Unveröffentl Manuskript zur Genealogie der M.v.U.
GND-Nr. 1051201632
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd1002
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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