Möchten Sie uns biographische Informationen übermitteln?

[Mobile Ansicht anfordern]


Vollanzeige gefundener Personen



Diese Treffer per Mail versenden?



Peerenboom, Else / 1893-1958

Andere NamensformenMissong, Else / 1893-1958 ; Peerenboom-Missong, Else / 1893-1958 ; Missong, Else Peerenboom- / 1893-1958
Geburtsdatum13.10.1893
GeburtsortSchönteichen-Brauna
Sterbedatum31.08.1958
SterbeortKöln
WirkungsorteKoblenz ; Montevideo ; Linz am Rhein ; Caracas
Berufe/StellungenWeibliche Abgeordnete ; Volkswirtin
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten ; Volkswirtschaft. Wirtschaftswissenschaften ; Soziologie. Gesellschaft
Beziehungen (Link)Wuermeling, Franz-Josef / 1900-1986
Biesten, Anton Ernst / 1884-1953
Süsterhenn, Adolf / 1905-1974
BeziehungenFitzgerald, Rose Elizabeth
Werke (Auswahl)Veröffentlichungen/Nachlass: Veröffentlichungen im kirchlichen und caritativen Bereich, u. a. zur Statistik der katholischen caritativen Einrichtungen Deutschlands ; Nachlass im Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin
Biogramm Mitglied der Beratenden Landesversammlung, bis 28.12.1946, Nachfolger: Hansen, Toni
  • Partei: Christlich-Demokrat. Partei / CDU
  • Konfession: Katholisch
  • Ausbildung, beruflicher und persönlicher Werdegang: Höhere Mädchenschule Linz / Rhein, Pensionat der Schwestern vom Sacre Coeur Blumenthal in Vaals (Holland), Fremdsprachenexamen, 1912-1915 Unterrichtstätigkeit in Linz, 1917 externes Abitur in Münster, Studium der neuen Sprachen, der Staatswissenschaften und der Volkswirtschaft in Bonn, München und Freiburg, 1921 Promotion zur Dr. rer. pol., 1921-1925 Referentin für Statistik beim Deutschen Caritasverband in Freiburg und Unterrichtstätigkeit, 1925-1927 dort Leiterin der Sozialen Frauenschule, 1928-1930 vertretungsweise Regierungsrätin in Münster und Leiterin des Wohlfahrtsdezernats, 1930 Verbandssekretärin im Zentralverband der katholischen Frauenvereinigungen in Düsseldorf, dort Referentin für politische Bildungsarbeit, nach 1933 mehrere Aufenthalte in Südamerika, Gründung sozialer Frauenschulen in Montevideo und Caracas, 1937-1938 Leiterin der Sozialen Frauenschule Montevideo, 1944 (20. Juli) Verhaftung, 1946 Leiterin des Landesjugendamts in Koblenz, 1947 Leitung der katholischen sozialen Frauenschule in Caracas, Sozialreferentin bei der Deutschen Botschaft in Rio de Janeiro, 1949 Rückkehr nach Deutschland, 1951 Referentin in der Landesstelle für Auswanderungswesen in Bremen und im Bereich kirchlicher, sozialer und politischer Fragen
  • Politische und gesellschaftliche Funktionen: 1930-1933 Vorstandsmitglied der preußischen Zentrumspartei
  • 1932-1933 Mitglied des Reichstags
  • nach 1945 Mitbegründerin der CDU im Rheinland, Ende 1946 Austritt
  • nach 1945 Mitglied des Stadtrats Linz und des Kreistags Neuwied
  • Mitgliedschaft im Landtag, Gremientätigkeit: Mitglied der Beratenden Landesversammlung, bis 28.12.1946.- --- [Daten übernommen aus "Die Stellvertreter des freien Volkes. Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015", Mainz 2016 (Red.schluss 01.12.2015)]
  • Alternatives o. ergänzendes Biogramm Nach dem Tod ihres Vaters in Linz am Rhein aufgewachsen; seit ihrem Besuch des Mädchenpensionats der Schwestern vom "Sacre Coeur" in Vaals (Holland) freundschaftliche Beziehung zu Rose Elizabeth Fitzgerald, der späteren Mutter des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy; Examen zur privaten Sprachlehrerin in Koblenz; Aushilfstätigkeit an der Töchterschule in Linz; 1917 Abitur als Externe in Münster; Studium der neuen Sprachen und der Nationalökonomie in Bonn, München und Freiburg im Breisgau; 1921 Promotion über den französischen Sozialismus; ab 1921 im Dienst des Deutschen Caritasverbandes in Freiburg, u.a. als Lehrkraft an der Freiburger Sozialen Frauenschule, deren kommissarische Leitung sie 1925 übernahm; 1927 kurzzeitig Tätigkeit beim "Volksverein für das Katholische Deutschland" in Mönchengladbach und für die Regierung in Münster; 1929 Wechsel zum "Zentralverband Katholischer Frauen- und Müttervereine" in Düsseldorf, wo sie das Referat für Politische Bildung übernahm; 1930 Reichstagsabgeordnete für das Zentrum; nach der Auflösung der Zentrumspartei Aufenthalte in Südamerika; dort für den internationalen katholischen Frauenverband UCISS tätig; Gründung einer Sozialen Frauenschule in Montevideo; Rückzug ins Privatleben nach einem von den Nationalsozialisten gegen sie verhängten Ausreiseverbot; längerer Aufenthalt in Königsberg mit ihrem Mann Anton Missong; nach dem Hitlerattentat 1944 als bekannte Kritikerin des NS-Staates Verhaftung in Linz und mehrtägiger Gefängnisaufenthalt; 1945-1947 Mitbegründerin der CDU im Rheinland; Wahl in den ersten Stadtrat von Linz und in den ersten Kreistag von Neuwied; Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung Rheinland-Pfalz mit engen Kontakten zu Franz-Joseph Wuermeling, Ernst Biesten und Adolf Süsterhenn; aufgrund von Konflikten mit ihrer Partei und der Kirche Aufgabe ihrer politischen Ämter 1947 und Austritt aus der CDU; 1947-1949 Gründung und Leitung der Katholischen Sozialen Frauenschule in Caracas, 1951-1954 Sozialreferentin an der deutschen Botschaft in Brasilien; nach ihrer Rückkehr weiterhin als Referentin für soziale Fragen tätig; Nichte des Reichskanzlers Wilhelm Marx.
    Quellen
    • Brüchert, Hedwig (Hrsg.): Rheinland-Pfälzerinnen. Frauen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur in den Anfangsjahren des Landes RheinlandPfalz. Veröffentlichungen der Kommission des Landtags für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz 23, Mainz 2001
    • Haunfelder, Bernd: Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871 - 1933. Biographisches Handbuch und historische Photographien (Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 4), Düsseldorf 1999
    • Hexemer, Hans-Peter (Red.): 60 Jahre Parlament in Rheinland-Pfalz, Mainz 2007, S. 92
    • Löhr, Hermann-Joseph: Dr. Else Missong-Peerenboom. Erste Linzerin mit Doktorhut. Facetten einer engagierten Katholikin des 20. Jahrhunderts, Linz 2008
    • Zinke-Ruwe, E.: Frauen im Umbruch der Zeit: Dr. Else Peerenboom, in: Die Mitarbeiterin 26, 1975, S. 52 - 55
    • Westerwälder Zeitung. - (2007), 212 vom 12.09., S. 19
    • Rhein-Zeitung, Ausg. AL. - (2008), 145 vom 24.06., S. 20
    • Rhein-Zeitung, Ausg. A. - (2014) vom 22.7., S. 23
    Quellen (WWW)
    GND-Nr. 125850719
    Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pke0469
    Zuletzt bearbeitet:01.12.2015
    Weitere Informationen:
    Suche in der Rheinland-Pfälzischen Bibliographie nach Büchern und Aufsätzen
    über: Peerenboom, Else / 1893-1958
    Gemeinsame Normdatei
    Deutsche National-Bibliothek
    Wikipedia
    Neue Deutsche Biographie
    HBZ - Verbundkatalog NRW und RLP (partiell)
    HEBIS - Verbundkatalog Hessen
    B3Kat - Verbundkatalog Bayern, Berlin und Brandenburg


    Ausgabeformat wechseln

    Standardanzeige
    Mobilanzeige
    Kategorienanzeige
    Fliesstext
    Mobilanzeige 2

    Neue Suche