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Dalberg, Johann Friedrich Hugo von / 1760-1812

Geburtsdatum17.05.1760 (andere Quellen: 1752)
GeburtsortMainz
Sterbedatum26.07.1812
SterbeortAschaffenburg
WirkungsorteTrier ; Worms ; Speyer
Berufe/StellungenSchriftsteller ; Musiker ; Domkapitular
FachgebieteSchreiben. Dichtung ; Musik. Musikwissenschaft ; Kirche
Werke (Auswahl)Ariston oder über die Wirksamkeit der peinl Strafgesetze, Erfurt 1782 ; Betrachtungen über die leidende Kraft des Menschen, Mannheim 1786 ; Fantasien aus dem Reich der Töne, Erfurt 1806 ; Geschichte einer Drusenfamilie. Mehaled und Sedli, Frankfurt a.M. 1808 ; Ueber Meteor-Cultus der Alten, Heidelberg 1811 ; Vom Erfinden und Bilden, Frankfurt a.M. 1791 ; Schriftenverzeichnis: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Hamm bzw. Herzberg 1975 ff., Band XIV, 899-908
Biogramm Literat, Musiker, Domherr. - D war zunächst Domizellariat an den Domkapiteln v. Trier (1768), Speyer (1769) und Worms (1770). 1772-1774 Studium in Erfurt und 1777/78 in Göttingen (Jura). Ab 1780 Engagement als Freimaurer und Illuminat in Worms, Erfurt und Aschaffenburg. Seit 1784 Mitglied der Trierer "Lesegesellschaft". 1784 Subdiakonats- und Diakonatsweihe. Domkapitular in Trier (1784), Worms (1787) und Speyer (1794). 1785 Präsident der kurtrierischen Schulkommission (faktisch bis 1789, nominell bis 1792). In dieser Eigenschaft mit zuständig für die philos. Fakultät der Universität und (ab 1787) für die wissenschaftlichen Ausbildung am Priesterseminar Trier. Während dieser Zeit starke Hinwendung zum Gedankengut einer gemäßigten Aufklärung. 1788/89 Reise mit Johann Gottfried Herder und Sophie v. Seckendorf nach Italien. Nach der Französischen Revolution Rückzug ins Privatleben und fruchtbare Tätigkeit als Komponist, Musikschriftsteller, Indologe und Orientalist. Bedeutender Briefwechsel mit seinem Neffen Emmerich Joseph v. Dalberg und mit Johannes v. Müller. D's Schriften erstrecken sich auf eine Vielzahl polyhistorisch orientierter Themen und Wissensgebiete. Seine heute in Vergessenheit geratenen Kompositionen umfaßten Kantaten, Melodramen, Lieder, Kammermusik, Phantasien, Variationen, Klaviersonaten sowie Klavierwerke zu mehreren Händen. D's Werke stehen in der Tradition der Mannheimer Schule und weisen auf die Vorromantik hin. Im ganzen muß D's ausgreifendes literarisch-musikalisches Werk als Frucht des Synkretismus oder Eklektizismus betrachtet werden, das sich einer gattungs- bzw. epochenspezifischen Klassifizierung weitgehend entzieht. - --- [Daten übernommen aus: Michael Embach, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Michael Embach: Johann Friedrich Hugo v. Dalberg und seine Beziehungen zu Johann Gottfried Herder, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte, 1949 ff, 43 (1991), 165-209
  • Ders: Dalberg, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Hamm bzw. Herzberg 1975 ff., Band XIV, 899-908
  • Michael Embach/Joscelyn Godwin: Johann Friedrich Hugo v. Dalberg (1760-1812), Mainz 1998
Quellen (WWW)
GND-Nr. 116028203
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0218
Zuletzt bearbeitet:28.07.2011
Weitere Informationen:
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von: Dalberg, Johann Friedrich Hugo von / 1760-1812
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