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Lorenzi, Philipp de / 1818-1898

Geburtsdatum03.07.1818
GeburtsortBad Kreuznach
Sterbedatum03.01.1898 [⇒ 2023 - 125. Todestag]
SterbeortTrier
Berufe/StellungenPfarrer / Katholische Kirche ; Historiker ; Generalvikar
FachgebieteGeschichtswissenschaft ; Kirche
Werke (Auswahl)Werke verzeichnet bei Anne Martin: Die Entstehung der CDU in Rheinland-Pfalz, Mainz 1995 ; Persch: L - in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Hamm bzw. Herzberg 1975 ff., V 227-330 ; Hervorzuheben: Der kathol. Gottesdienst in der Charwoche, Koblenz 1845, 2, 1853 ; Beiträge zur Geschichte sämtl. Pfarreien der Diözese Trier, 2 Bde, Trier 1887, Nachdruck Trier 1984
Biogramm Generalvikar. - L studierte 1839-1842 am Bischöflichen Priesterseminar Trier Philosophie und Theologie. 1842 Priesterweihe in Trier. Nach fünf Jahren Kaplanstätigkeit in Koblenz-St. Kastor wurde L 1847 Pfarrer in Bacharach und 1849 in Koblenz-Liebfrauen, wo er sich bewußt v. dem bisher dort tätigen, eher staatsverbundenen Pfarrer Karl Josef Holzer abhob. - L's Name ist mit zwei Ordensgründungen verbunden: Barmherzige Brüder v. Maria Hilf unter Peter Friedhofen (1851) und Schwestern v. hl. Geist (1857). 1868 berief ihn Bischof Matthias Eberhard zum Generalvikar. 1870 wurde L v. der Universität Freiburg i.Brsg. zum Dr. theol. promoviert. Im Kulturkampf gehörte er zu den drei Geheimdelegaten, die das Bistum Trier verwalteten. Bismarck soll ihn als Seele des Widerstandes gegen die Kulturkampfgesetzgebung im Bistum Trier bezeichnet haben. So erfuhr er 1881 (v. Trierer Domkapitel voreilig und ohne Abstimmung mit Rom und Berlin zum Kapitelsvikar gewählt) keine Anerkennung seitens des preuss. Staates. Doch hatte L als Domkapitular (seit 1868), Domdechant (seit 1884) und Bischöflich Offizial (seit 1887), vor allem aber als Ehrenmitgl. des Geistl. Rates, weiterhin großen Einfluß. 1892 wurde er zum Päpstl. Hausprälaten ernannt. - L hatte ausgeprägte kirchenhistorische und liturgiewissenschaftl. Interessen, die er auch praktisch umsetzte. So zeichnete er u.a. für zwei im deutschen Sprachgebiet als vorzügl. geltende Gesangbücher der Diözese Trier (1871 und 1892, letzteres bis 1955 gültig) verantwortl. - --- [Daten übernommen aus: Martin Persch, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Erwin Gatz (Hg.): Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945. Ein biographisches Lexikon, Berlin 1983, 460 (Alois Thomas)
  • Andreas Heinz: Im Banne der römischen Einheitsliturgie, in: Römische Quartalsschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte, 79 (1984) 37-92
  • Martin Persch: Der "Dämon der Diözese", in: Paulinus 119 (1993) Nr.28 v. 11.07.1993, 27
  • Christoph Weber: Briefe und Akten zur Trierer Bistumsbesetzung im Jahre 1881, in: Römische Quartalsschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte, 69 (1974) 68-116, bes 79-89.
  • *Abbildungen: Foto in der Personalakte im Bistumsarchiv Trier, Abtlg 85 Nr.1062.
GND-Nr. 117216755
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0777
Zuletzt bearbeitet:29.05.2007
Weitere Informationen:
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von: Lorenzi, Philipp de / 1818-1898
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