Möchten Sie uns biographische Informationen übermitteln?

[Mobile Ansicht anfordern]


Vollanzeige gefundener Personen



Diese Treffer per Mail versenden?



Mallmann, Franz / 1861-1941

Geburtsdatum23.05.1861
GeburtsortNiederkirchen-Morbach / Kaiserslautern
Sterbedatum12.03.1941
SterbeortTraben-Trarbach
Berufe/StellungenApotheker ; Chemiker
FachgebieteMedizin. Tiermedizin ; Chemie
Werke (Auswahl)Nachlaß: Tagebücher 1919-1923 und Lebenslauf 1931 (in Familienbesitz)
Biogramm Apotheker und Chemiker. - Besuch der Volksschule in Morbach und St. Wendel, 1871-1878 des dortigen Progymnasiums mit Abschluß Obersekunda. 1878-1882 pharmazeutische Lehre in Worms. Nach Examen 3 Jahre Apothekergehilfe in Freiburg i.Brsg., St. Goarshausen, Harburg, Erlangen, Köln und Ottweiler. Militärdienst 1884-1885. 1886/87 Studium der Pharmazie in Freiburg i.Brsg., 1888 Staatsexamen. Apothekenverwalter in Waldmohr und St. Goarshausen, 1891 in Trarbach. Stets zeigte M besonderes Interesse an Laboruntersuchungen. 1892 übernahm er die Pfeiffer'sche Apotheke in Trarbach. Infolge der Weingesetze v. 1892, 1901 und 1909 wurde M vollberufl tätig als Weinchemiker. 1892 eröffnete er im Auftrag des Weinhändlervereins das erste Speziallabor für Untersuchungen des Moselweins. Als vereidigter Chemiker, gerichtl. Sachverständiger und ehrenamtl. Weinkontrolleur leistete er bis 1903 einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der modernen Kellerbehandlung des Weins. l903-1905 Ergänzungsstudium der Chemie an der Universität Bonn, Examen als Nahrungsmittelchemiker. 1906/07 beseitigte er durch Grundwasseruntersuchungen im Kreis Zell die Typhusepidemien. Seit 1909 bemühte er sich um erträgl. Verhältnisse in der Frage der Weinzuckerung und entwickelte ein Verfahren für rationelle Weinentsäuerung. 1914-1918 Aufsicht und Kontrolle über die Mühlen und Bäckerein im Kreis. 1923 setzte er die Freigabe des Möslinger-Verfahrens durch. - Seit 1893 Engagement in der Kommunalpolitik. Langjährig Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, wo er sich für den Brückenbau und die Vereinigung mit Traben einsetzte. Er war Mitgründer der Wildbad GmbH und deren ehrenamtl. Geschäftsführer und Aufsichtsrat. Er veranlaßte 1905 den Bau des Kurhauses. Als Vorsitzender des Verschönerungsvereins (ab 1900) ließ M Wanderwege und einen Zugang zur Grevenburg bauen und sie als Wahrzeichen der Stadt restaurieren, dazu Baumpflanzungen auf dem Mont Royal und in der Stadt. - *Heirat: 1892 mit Maria Huesgen. - --- [Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Peter Kees/P.Kämpchen: M, in: Kurzbiographien von Mittelrhein und Moselland, Trier 1967-1975, 341
  • Otto Th. Müller: Franz M zum Gedenken, in: Heimatjb Zell 1967, 96
  • Traben-Trarbacher Zeitung v. 23.05.1961
  • Zum 70. Geburtstag, in: Deutsche Weinzeitung Nr.38/1931, 236
GND-Nr. 1051210992
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0795
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


Ausgabeformat wechseln

Standardanzeige
Mobilanzeige
Kategorienanzeige
Fliesstext
Mobilanzeige 2

Neue Suche