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Molitor, Mathieu / 1873-1929

Geburtsdatum23.05.1873 [⇒ 2023 - 150. Geburtstag]
GeburtsortPickließem
Sterbedatum23.12.1929
SterbeortLeipzig-Dösen
Berufe/StellungenMaler ; Bildhauer
FachgebieteMalerei. Zeichnung. Graphik ; Plastik
Werke (Auswahl)Bronzegruppe Faust und Mephisto (1913) vor Auerbachs Keller, M's bedeutendstes Werk, und das Gemälde Ostermorgen (ebenfalls dort) ; Werke in der Eifel (z.B. Weihnachtsgeschichte in der Pickliessemer Filialkirche mit Figuren aus dem bäuerl-dörfl Umfeld) ; Verschiedene Werke in Privatbesitz, einige in den Sammlungen des Museums der bildenden Künste zu Leipzig, der Kunstsammlung Weimar und dem Schloßbergmuseum Chemnitz ; Die meisten Bronzeplastiken überstanden den Krieg nicht (z.B. die Großplastiken Wächter und Sieger), weil sie zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurden ; Schriftl. Nachlaß in der Sächsischen Landesbibl. Dresden (Sammlung Christa-Maria Dreißiger) bestehend aus Fotos, Entwürfen, Zeitungsartikeln, graphischen Arbeiten, Selbstzeugnissen u.a.
Biogramm Maler und Bildhauer. - Nach Schulbesuch Lehre im Eisenbahn- und Kanalbau, dann tätig im Tiefbauamt Köln. Anschließend Malerlehre und Tätigkeit als Dekorationsmaler. 1894 Studium an der Weimarer Kunstschule. Durch Adoption erhielt er die niederländische Staatsangehörigkeit, worauf er Miltärdienst in Niederländisch-Indien leisten mußte. Seit 1898 war M als Maler und Grafiker in Leipzig tätig. 1904-1908 Studienaufenthalt mit der Familie in Rom. Die antiken Plastiken weckten M's Interesse an plastischer Gestaltung und Bildhauerei, was für sein weiteres Schaffen bestimmend wurde. 1908 Verleihung des Professorentitels. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus dem Sohn der Eifel in Leipzig einer der bedeutendsten Künstler Sachsens. Sein Werk umfaßte neben der Malerei mehrere Lithographien, zahlreiche Plastiken, Büsten und schließl auch Monumentalfiguren mit antikem Anklang. Sein Name steht zugleich mit denen v. Max Klinger und Ludwig v. Hofmann, den bekanntesten Vertretern der typischen Stilrichtung der Jahrhundertwende. Sein künstlerisches Werk ist der Ausdruck perfekter Technik und naturgetreuer Darstellung in klaren realistischen Formen und repräsentiert beispielhaft Geschichte und Kunst im südl. Mitteldeutschland zu Beginn des 20. Jhs. - *Heirat: 1902 mit Helene Brehmer. - --- [Daten übernommen aus: Ralph Matthias Schmitz, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Cornelia Dertinger: Mathieu M, Künstler aus der Eifel und Portraitist des Leipziger Bürgertums, in: Beilage zu Report 1997 der Kreissparkasse Bitburg-Prüm. Ein Künstler aus der Eifel gewann Ruhm in Sachsen, in: Trierischer Volksfreund, v. 20./21.04.1985
  • Dies: Persönlichkeiten des Eifeler Landes, Teil I: Mathieu M (1873-1929), in: Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes Nr. 31/32 (1998) 23-37
  • Ein Künstler aus der Eifel, in: Trierischer Volksfreund, Nr.120 v. 26.05.1998, 17
GND-Nr. 120772922
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0859
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006
Weitere Informationen:
Suche in der Rheinland-Pfälzischen Bibliographie nach landesbezogenen Büchern und Aufsätzen
von: Molitor, Mathieu / 1873-1929
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über: Molitor, Mathieu / 1873-1929
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