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Schorlemer-Lieser, Klemens von / 1856-1922

Geburtsdatum29.09.1856
GeburtsortAlst bei Leer
Sterbedatum06.07.1922 [⇒ 2022 - 100. Todestag]
SterbeortBerlin
WirkungsorteBreslau ; Bonn ; Düsseldorf ; Neuß ; Koblenz
Berufe/StellungenPolitiker ; Jurist ; Oberpräsident
FachgebieteRecht ; Öffentliche Verwaltung ; Politiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Oberpräsident. - Nach Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg und Göttingen 1878 Promotion zum Dr. iur. und Assessorexamen. Ab 1884 tätig bei den Staatsanwaltschaften Bonn und Düsseldorf, seit 1886 Regierungsassessor in Magdeburg. 1888-1897 Landrat des Kreises Neuss. 1889-1890 Oberpräsidialrat in Breslau. 1900 schied er vorübergehend aus dem Staatsdienst aus und übernahm den Vorsitz der neu eingerichteten Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz. 1901 Berufung zum Mitglied des preuss. Herrenhauses auf Lebenszeit und in das preuss. Landesökonomiekollegium. 1902 Mitglied im Deutschen Landwirtschaftsrat. 1905-1910 Oberpräsident der Rheinprovinz. Seit 1910 war S im Führungsgremium der Deutsch-Konservativen Partei tätig. Kaiser Wilhelm II. sandte 1908 den kathol. S als deutl. Geste dafür, daß der Kulturkampf in Deutschland beendet sei, als Sonderbotschafter zum 50jährigen Priesterjubiläum v. Papst Pius X nach Rom. 1910 wurde S Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Am 6.08.1917 trat er wegen seiner v. Kaiser abweichenden Meinung zur Reform des Wahlrechts zurück. 1918 wurde er Vorsitzender der Landwirtschaftskammer der Rheinprovinz und 1919 Präsident des deutschen Landwirtschaftsrats. Zugleich arbeitete er bei der Deutsch-Konservativen Partei im Vorstand des Landesverbandes Koblenz-Trier mit. Bei den Versailler Friedensverhandlungen war er als ehrenamtl. Vertreter der deutschen Regierung zugegen und handelte die Höhe der deutschen Viehlieferungen an die alliierten Siegermächte aus. Seit 1921 bemühte S sich um die Rückkehr des Kronprinzen nach Deutschland, erlebte diese jedoch nicht mehr. Er war ein überzeugter konservativ-christl. Monarchist und blieb auch nach dem Zusammenbruch der Monarchie seiner Haltung treu. Er hatte eine intensive persönl Förderung seiner berufl. Laufbahn durch Kaiser Wilhelm II. erfahren, der ihn mehrmals im Schloß Lieser (Gemeinde Lieser bei Bernkastel-Kues) besucht hatte, wo sich der Wohnsitz der Familie S befand. - --- [Daten übernommen aus: Claudia Schmitt, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Deutsche Biographische Enzyklopädie, München 1995 ff, 1998, 117
  • Hans-Wolfgang Kappes: Clemens Freiherr v. S 1856-1922. Vom preuss. Landrat zum Minister des Kaisers, in: Jahrbuch des Landkreises Bernkastel-Wittlich, 1982, 224-230
  • Ders: Clemens Freiherr v. S 1856-1922. Ein rhein. Katholik im preuss. Staatsministerium, in: Jahrbuch des Landkreises Bernkastel-Wittlich, 1983, 236-245
  • Ders: Clemens Freiherr v. Schorlemer-Lieser 1856-1922. Ein Konservativer am Ende des Kaiserreiches, in: Jahrbuch des Landkreises Bernkastel-Wittlich, 1985, 340-349
  • Franz Schmitt: Chronik Weindorf Lieser, Lieser 1988, 456-473
  • Ders: Kaiserbesuche im Schloß S, in: Zeitenwende. Das 20. Jahrhundert im Landkreis Bernkastel Wittlich, bearbeitet von Erwin Schaaf, Wittlich 2000, 572 f.
GND-Nr. 11691954X
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta1183
Zuletzt bearbeitet:31.05.2007
Weitere Informationen:
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über: Schorlemer-Lieser, Klemens von / 1856-1922
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