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Stäffler, Johann Daniel / 1800-1875

Geburtsdatum08.06.1800
GeburtsortKastellaun
Sterbedatum17.07.1875
SterbeortTraben-Trarbach
Berufe/StellungenTheologe ; Philologe
FachgebieteKirche ; Sprachwissenschaft
Werke (Auswahl)Bericht über den Brand in Trarbach am 21.07.1857, Trarbach 1857
Biogramm Theologe und Philologe. - S besuchte nach der Elementarschule 1812 die französ. höhere Schule in Kastellaun, ab 1815 erhielt er Privatunterricht und besuchte 1817-1819 das Gymnasium in Koblenz. Anschließend studierte er Theologie an der Universität Bonn. Dort war er Mitglied der 1819 verbotenen Burschenschaft; als Angehöriger der Turn- und Einheitsbewegung nahm er als Bonner Delegierter 1821 am Burschenschaftstag in Streitberg (bei Nürnberg) teil - 1823 Mathematiklehrer an der Bürgerschule Kirn, 1824 amtsenthoben wegen früherer "demagogischer Umtriebe" als Burschenschaftler; 1825 "wiederanstellungswürdig" unter Aufsicht befunden und 2. Pfarrer in Traben und Collaborator an der höheren Stadtschule in Trarbach. 1827 Rektor der höheren Schule in Simmern und 1828 Rektor der städt.-stiftischen höheren Schule in Trarbach, die er bis 1874 leitete. S hatte große Verdienste um den Erhalt der Schule und ihren Ausbau zum vollberechtigten Progymnasium (1863). Nach Aufhebung der Turnsperre in Preußen 1843 führte er den Turnunterricht ein und wurde deshalb "Turnvater Stäffler" genannt. - Bei den Maiwahlen 1848 war er in Trarbach als Wahlmann gewählt worden. Polit. sah S den Traum des Burschenschaftlers v. der Einheit Deutschlands 1871 durch Bismarck erfüllt. 1873 wurde S mit dem Roten Adlerorden 3. Klasse mit Schleife geehrt. 1875 wurde die v. ihm und nach ihm benannte Stiftung in eine Lehrerwitwen- und Waisenkasse umgewandelt. - *Heirat: 1827 mit Johanna Back. - --- [Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Nachruf: Trarbacher Zeitung Nr.89 v. 18.7.1875
  • Joh. Michael Schmidt: Kurzer Bericht über das Leben und Wirken des Rektors D. S, in: Programm Kgl. Progymnasium Trarbach 1876, 3-10
  • Ph. L. Pfender: Festbericht über die Doppelfeier des 300jährigen Jubiläums der Trarbacher Schule und des 50jährigen Jubiläums ihres Rektors D. S, Trarbach 1873
  • Georg Heer: Gesch. der Deutschen Burschenschaft, 2. Bd., Heidelberg 1965, 23
  • Heinz-Günther Böse: 400 Jahre Höhere Schule in Traben-Trarbach, Festschrift 1973, 12-15, 72-76, 80-92.
  • *Abbildungen: Büste S's in der Aula des Gymnasiums Traben-Trarbach (1896) ist im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen
  • Porträtzeichnung bei Heinz-Günther Böse: Köpfe der Revolution von 1848/49 in Trier und im Trierer Raum, in: "Der schlimmste Punkt der Provinz". Demokratische Revolution 1848/49 in Trier und Umgebung, hg. v. Elisabeth Dühr, Trier 1998, 136-216, 73
GND-Nr. 1051214092
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta1264
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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