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Bamberger, Heinz Georg / 1947-

Geburtsdatum28.01.1947 [⇒ 2022 - 75. Geburtstag]
GeburtsortNeuwied-Niederbieber-Segendorf
WirkungsorteKoblenz ; Mainz
Berufe/StellungenJurist ; Richter ; Politiker
FachgebieteRecht ; Politiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Abitur in Koblenz; Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Betriebswirtschaft; 1977 Richter beim Landgericht in Koblenz; 1978 promovierte er; 1982 bis 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesgerichtshof; 1985 Richter beim Oberlandesgericht in Koblenz; 1988 bis 1990 Referent beim Justizministerium in Mainz; 1990 Vorsitzender Richter beim Oberlandesgericht Koblenz, ab 1995 Präsident; von Mai 2006 bis Mai 2011 Justizminister in Mainz.
Quellen
  • Rhein-Zeitung, Ausg. AL. - (2006), 111 vom 13.05., S. 3
Quellen (WWW)
GND-Nr. 109259270
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pk02588
Zuletzt bearbeitet:14.04.2008
Weitere Informationen:
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von: Bamberger, Heinz Georg / 1947-
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Bamberger, Ludwig / 1823-1899

Geburtsdatum22.07.1823 [⇒ 2023 - 200. Geburtstag]
GeburtsortMainz
Sterbedatum14.03.1899 [⇒ 2024 - 125. Todestag]
SterbeortBerlin
WirkungsorteMainz ; Berlin
Berufe/StellungenPolitiker ; Publizist
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten ; Presse
Werke (Auswahl)Gesammelte Schriften, 1894-98 ; Erinnerungen, 1899
Biogramm Studierte Rechtswissenschaften in Gießen; nach dem Studium wurde ihm aufgrund seiner jüdischen Abstammung der Eintritt in den Staatsdienst verwehrt; dem Vorparlament in Frankfurt angehörend war er Teilnehmer des pfälzischen Aufstandes von 1848/49 und wurde daraufhin zum Tode verurteilt; er floh über die Schweiz nach England und wurde Bankier; 1866 kehrte er über Paris nach Deutschland zurück; 1868 Mitglied des Zollparlaments; 1871-93 im Reichstag als Abgeordneter; als finanzpolitischer Berater Bismarcks war Bamberger an der Gründung der Reichsbank und der Münzreform beteiligt, stellte sich aber als Vorkämpfer des Freihandels gegen die Schutzzoll- und Kolonialpolitik; dadurch wurde er zum Vertrauten von Friedrich III.
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Wegen seiner Teilnahme an der März-Revolution 1848 wurde er 1852 zum Tode verurteilt und musste nach Paris fliehen; 1868 wurde er amnestiert und nach Berlin berufen; von 1868-71 war er Mitglied des Zollparlaments und von 1871-93 MdR; 1873 war er Mitbegründer der Deutschen Reichsbank und maßgeblich beteiligt an der Schaffung der dt. Reichswährung. Seine Familie erbaute bis 1900 in der Kaiserstr. 63 die sog. Bamberger Villa (s. auch Ludwig-Bamberger-Str.). Grab: Berlin.
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Ohne Zweifel war Ludwig Bamberger einer der bedeutendsten deutschen Parlamentarier der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Sohn einer jüdischen Kaufmanns- und Bankiersfamilie aus Mainz schloss 1847 seine Ausbildung als Jurist ab. In den Revolutionsjahren 1848/49 trat er als Volksredner und Publizist hervor und veröffentlichte in der "Mainzer Zeitung" radikal-demokratische Leitartikel. Vehement setzte er sich darin für die Schaffung eines deutschen Einheitsstaates ein, denn die Zersplitterung in Kleinstaaten galt ihm als Hauptursache für die beschränkte, unpolitische Mentalität der Deutschen. An der pfälzischen Erhebung von 1849 beteiligte sich Bamberger sowohl als Volksredner als auch militärisch im Freicorps. Nach der Niederlage der Freischärler rettete er sich durch Flucht in die Schweiz und wurde 1849 in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Sein Onkel nahm ihn daraufhin in einem Londoner Privatbankhaus in die Lehre. 1852 heiratete Bamberger in Rotterdam seine Freundin aus Kindertagen, Anna Belmont aus Alzey. 1853 wurde er in die Pariser Filiale der Bank versetzt und entwickelte sich zum Experten für Wagniskapital und Außenhandel. Auch in Paris war er weiter publizistisch für deutsche Blätter tätig, legte allerdings den Linksradikalismus seiner Jugend ab und wurde zu einem Vorkämpfer des Wirtschaftsliberalismus. Als 1867 eine politische Amnestie für die Alt-48er in Deutschland gewährt wurde, kehrte Bamberger nach Deutschland zurück, um für die Nationalliberale Partei für einen Sitz im Deutschen Zollparlament zu kandidieren. Nach dem Krieg 1870/71 und der Gründung des Zweiten Deutschen Reiches zog Bamberger in den Reichstag ein, der sich damals noch nicht in dem erst 1894 eingeweihten Wallot-Bau befand, sondern im Gebäude der Königlichen Porzellanmanufaktur (KPM) in der Leipziger straße 4. Die Reichsgründung brachte zunächst große monetäre Verwirrung: Im Norden herrschte die Taler-, in den südlichen Staaten die Gulden-Währung. Insgesamt gab es sieben verschiedene Münzsysteme, 33 Notenbanken, 21 deutsche Staaten hatten Staatspapiergeld ausgegeben. Mit dem 1871 verabschiedeten "Gesetz betreffend die Ausprägung von Reichsgoldmünzen" wurde eine einheitliche Währung eingeführt und vom Silberstandard zur Goldwährung übergegangen. Entscheidende Änderungen des Gesetzentwurfes gingen auf Ludwig Bamberger zurück. 1874 legte der Bundesrat den Entwurf eines Bankgesetzes vor. In den Beratungen erwarb sich Bamberger seine größten politischen Verdienste durch sein hartnäckiges Beharren auf der Gründung einer Reichsbank. Durch seinen Antrag wurde die Reichsbank (Jägerstraße 34-38) zur Zentralbank Deutschlands und Hüterin der Goldgrundlage der Währung, weshalb Bamberger mit Recht als "Vater der Reichsbank" gilt. Ab Mitte der 1870er Jahre wuchsen die Konflikte mit Bismarck: Bamberger sprach sich gegen Bismarcks Schutzzollpolitik, das Sozialistengesetz und den Kolonialismus aus. 1893 zog er sich vom politischen Tagesgeschäft zurück. Er starb am 14. März 1899 nach einem Schlaganfall. --- [Biographie übernommen aus: Rheinland-Pfälzer in Berlin : Frauen und Männer aus unserem Land und ihre Wirkungsstätten in Berlin / [Texte: Anna Köbberling ... ]. 5., erw. Aufl. Berlin : Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund der Europäischen Union, 2011]
Quellen
  • Deutsche Biographische Enzyklopädie, 1995
  • Huber, Wilhelm: Das Mainz-Lexikon. - Mainz : Schmidt, 2002. ISBN 3-87439-600-2
GND-Nr. 118656961
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pk01527
Zuletzt bearbeitet:27.12.2013

[Bild: Trierer Porträtdatenbank]
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Dehmel, Ida / 1870-1942

Andere NamensformenCoblenz, Ida / 1870-1942 ; Auerbach, Ida / 1870-1942
Geburtsdatum14.01.1870
GeburtsortBingen am Rhein
Sterbedatum29.09.1942
SterbeortHamburg
WirkungsorteBerlin ; Hamburg
Berufe/StellungenLyrikerin ; Feministin
FachgebieteSchreiben. Dichtung
Beziehungen (Link)George, Stefan / 1868-1933
BeziehungenAucherbach, Leopold
Dehmel, Richard / 1863-1920
Auerbach-Dehmel, Heinz Lux / 1895-1917
Biogramm Ida Coblenz stammte aus einer liberalen jüdischen Familie aus Bingen am Rhein. Ihr Vater ermöglichte ihr eine standesgemäße Ausbildung für höhere Töchter in einem Internat in Belgien. Schon in jungen Jahren entwickelte sie ein großes Interesse an Kunst, Musik und Literatur und pflegte eine Freundschaft und einen Briefwechsel mit dem ebenfalls aus Bingen stammenden Stefan George. Auf Wunsch ihres Vaters heiratete Sie 1895 den Kaufmann und Konsul Leopold Auerbach und zog mit ihm nach Berlin. Das Paar hatte einen Sohn, Heinz Lux (1895-1917). Ida eröffnete in Berlin einen Kunstsalon und konnte so modernen Künstlern ein Publikum verschaffen. Dort lernte sie auch den aufstrebenden Lyriker Richard Dehmel kennen. Nach dem Bankrott ihres Mannes lies sich Ida scheiden und heiratete 1901 Richard Dehmel, mit dem sie nach Hamburg zog. Ida Dehmel war an der Gründung diverser Kunstfördervereine beteiligt, wie z.B. dem Frauenbund zur Förderung Deutscher Bildender Kunst" und der "Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen" und trat für die Frauenrechte ein. Nach dem Tod ihres Mannes kümmerte Sie sich um dessen Nachlass. Mit Zunahme des Nationalsozialismus verlor sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ihre gesellschaftlichen Ämter und durfte nicht mehr publizieren. Durch die weitläufige Verwandtschaft ihres Mannes genoss sie zwar noch einen gewissen Schutz vor den Nationalsozialisten, nahm sich aber wegen zunehmender Einsamkeit und ihres angeschlagen Gesundheitszustandes 1942 das Leben.
Quellen
  • Frauen in Rheinhessen : 1816 bis heute / herausgegeben von Susanne Kern, Petra Plättner. - 2., durchgesehene Auflage. - Mainz am Rhein, 2019. - ISBN 978-3-96176-076-3. - Seite 71-76
Quellen (WWW)
GND-Nr. 118679228
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pm00048
Zuletzt bearbeitet:25.06.2020
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Gimbel, August / 1892-1977

Geburtsdatum27.09.1892
GeburtsortWorms
Sterbedatum08.03.1977
SterbeortWorms
WirkungsorteWorms
Berufe/StellungenGewerkschaftsmitglied ; Funktionär
FachgebieteSoziologie. Gesellschaft
Biogramm August Gimbel heiratete 1918 die aus Straßburg stammende Marcella Zill; schon in jungen Jahren war er dem Deutschen Metallarbeiterverband beigetreten, für den er 1928 bis 1933 tätig war; in der Nacht vor dem 2. Mai 1933, als das Gewerktschaftshaus von den Nazis gestürmt wurde, hatte Gimbel zusammen mit einem Kollegen wichtige Gewerkschaftsdokumente vernichtet; danach hatte er unter dem Druck der Nazis zu leiden und versuchte, bei Pirmasens über die Grenze nach Frankreich zu flüchten; er wurde zehn Tage in Pirmasens inhaftiert; er kam nach Worms zurück, da ihm unterstellt wurde, Gewerkschaftsgeld unterschlagen zu haben; am 15. Juli 1933 konnte er nach Straßburg emigrieren; was er dort bis Dezember 1944 machte, konnte nicht geklärt werden; am 11.12.1944 kam er erneut in Haft und kehrte erst im Juni 1946 nach Worms zurück; dort wurde er im demokratischen Wiederaufbau tätig und war als Gewerkschaftsfunktionär und SPD-Stadtrat (1952 bis 1969) tätig; engagierte sich auch für die Allgemeine Ortskrankenkasse Worms und weitere Organisationen; am 03.07.1970 wurde ihm der Ehrenring der Stadt Worms verliehen
Quellen
  • Arenz-Morch, Angelika u.a. (Hrsg.): Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34, Berlin 2019
GND-Nr. 1186002603
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pm00017
Zuletzt bearbeitet:12.09.2019
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