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Simon / von Waldeck / -1366

GeburtsdatumAnfang des 14. Jahrh.
Sterbedatumnach 1366
WirkungsorteBeltheim
Berufe/StellungenGraf
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Nach dem Tode des Johann Herr v. Braunshorn im Dez. 1341 erhob S.v.W. Anspruch auf den Braunshornchen Anteil am Beltheimer Gericht (es gehörte zu den sogenannten Pellenzgerichten, hierzu haben neben Beltheim die Dörfer Buch, Burgen, Dommershausen, Eveshausen, Lahr, Lieg, Petershausen, Mörsdorf, Zilshausen, Sabershausen, Uhler Macken u. Mörz gehört), mit der Begründung, man habe gemeinsam in diesem Lehen gesessen. Geschlichtet wurde der Streit vom Grafen v. Sponheim-Kreuznach, der als unmittelbarer Nachbar ein Interesse daran hatte, den Trierer Erzb. aus dieser Entwicklung herauszuhalten. Nach einer um 1390 gemachten Aussage des Adligen Friedrich v. Ehrenburg, saß S.v.W. zusammen mit einem vor 1355 gestorbenen Vetter in einem Anteil des Beltheimer Gerichts. Im November 1362 ließ er sich weitere Güter auf dem Hunsrück zu Lehen auftragen mit Vermerk, dass bei kinderloser Ehe nach seinem Tode alles dem Grafen von Sponheim anheim fallen solle. Im August 1365 wurde dieses Lehen noch vermehrt. Im Dez. 1366 verkauften er u. seine Frau den ererbten Anteil am Beltheimer Gericht, da ihre Ehe kinderlos geblieben war, an den Grafen Walram v. Sponheim. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons / 1938-2021 [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Quellen
  • Mötsch, Das Dreiherrische auf dem Hunsrück, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 1995, 206/13.
GND-Nr. 1051202108
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd1023
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek
Deutsche Digitale Bibliothek



Weckbecker, Franz Georg Severus / 1775-1862

Geburtsdatum01.07.1775 [⇒ 2025 - 250. Geburtstag]
GeburtsortMünstermaifeld-Sevenich
Sterbedatum16.01.1862
SterbeortMünstermaifeld
WirkungsorteKoblenz
Berufe/StellungenUnternehmer
FachgebieteHandel. Dienstleistung
Beziehungen (Link)Sontag, Melchior Joseph / 1775-
Weckbecker, Peter / 1807-1875
Weckbecker, Alexander / 1827-1895
Werke (Auswahl)Prunkgrabstätte auf dem Friedhof in Münstermaifeld ; Erinnerungstafel im alten Rathaus (angebracht von der Familie gegen den Willen der Bürger).
Biogramm 1792 war Fr.W. Kriegs-Kommissar von Kurtrier in Koblenz u. organisierte die Versorgung u. den Nachschub des preuß. sowie des kurtrier. Heeres. F.G.S.W. war der größte Ankäufer von Kloster- u. Adelsgut in der franz. Säkularisationszeit (1804-1910), das er erfolgreich vermarktete. Als Aufkäufer kam er durch seinen Domänenguthandel zu Reichtum, den er während der französ. Besatzung um 1800 (oft als unbarmherziger Geldverleiher) gewinnträchtig anzulegen wusste. Er steigerte kurfürstl, klösterlich, adelige und bürgerliche Güter in den Kreisen Cochem u. Zell darunter Burg Pyrmont, die er als Steinbruch ausschlachten ließ).1804 erhielt er den Zuschlag über den Dauner-Hof in Müden, legte einen Teil der Gebäude nieder u. erbaute unter großer Raumverschwendung ein Haus, das später von der Kirchengemeinde als Pastorat erworben wurde. 1808 ersteigerte er auf Abbruch Kloster Engelport mit 15 ha Land. Insgesamt erwarb er 410 ha Grundbesitz. Im Jahre 1815 wurde er aufgrund seiner guten Beziehungen zum Besatzungsregime "Cantonscommissaire". Die Familie (heute ausgestorben) war insgesamt vom Unglück verfolgt; das Millionenvermögen zerfiel und kam z.T. religiösen Stiftungen zugute. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons / 1938-2021 [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Geboren auf dem ehemaligen Von der Leyenschen Hof; Vater des Abgeordneten Peter Weckbecker und des Schifffahrtsunternehmers Alexander W. Bekanntschaft und Geschäftsbeziehungen mit Melchior Sontag, einem anderen großen Grundbesitzer. Größter Immobilienhändler des Rhein-Mosel-Departements. 1. Ehe 1806: Maria Ursula Sophie, geb. Egener (gest. 1822); 2. Ehe 1822: Hyazinthe, geb. Baronin von Heddersdorf. 12 Kinder. Als Vertreter der "Notabelngesellschaft" des Rheinlandes von Napoleon in den Rat des Rhein-Mosel-Departements berufen.
Quellen
  • Heisterkamp, G.S.W aus Sevenich, Eifelkalender 1954, 87 ff.
  • Gappenach, (hrsg.), Münstermaifelder Heimatbuch 1960, 21, 69, 95, 134, 145
  • ders. Einzelkapitel zur Gesch. Münstermaifelds, in: Heimat : Beilage der Rhein-Zeitung für Schule u. Elternhaus, v. Febr. 1967
  • ders. Geister- u. Gespensterglaube auf dem Maifeld, Eifelkalender 1967, 138
  • Stollenwerk, Alexander: Landeskundl. Vierteljahresblätter, Sonderhefte 1968 bis 1974/75: Kurzbiograph. vom Mittelrhein u. Moselland, S. 431
  • Schommers, Von Klosterschlächtern u. Neureichen, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 2001, 19/27
  • Clemens, Gabriele B.: Immobilienhändler und Spekulanten : die sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung der Großkäufer bei den Nationalgüterversteigerungen in den rheinischen Departements (1803 - 1813). - Boppard am Rhein : Boldt, 1995, hier S. 263ff. u. 388f.
Quellen (WWW)
GND-Nr. 139339345
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd1029
Zuletzt bearbeitet:04.12.2012
Weitere Informationen:
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über: Weckbecker, Franz Georg Severus / 1775-1862
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