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Dunst, Nikolaus / 1815-1885

Geburtsdatum26.12.1815
GeburtsortKlausenburg
Sterbedatum20.03.1885
SterbeortTrier
Berufe/StellungenDirigent
FachgebieteMusik. Musikwissenschaft
Biogramm Dirigent und Dommusikdirektor. - D verbrachte die ersten Lebensjahre in Wien und siedelte um 1824/ 25 mit seinen Eltern nach Trier über. Sein Vater Stephan D war in Trier als Dirigent, Musiklehrer und Sänger im Musikleben der Stadt bald eine der wichtigsten Persönlichkeiten. Dieser wurde 1826 Klavierlehrer der Dommusikschule und gründete 1834 eine Singschule für Mädchen. Nach dem Tod des Vaters (1838) fiel D diese Rolle zu und 1846-1877 leitete er den Trierischen Allgemeinen Musikverein. Die Stelle des Dommusikdirektors wurde ihm 1853 kommissarisch übertragen; 1854 wurde er mit der Leitung des Domchors und der Dommusikschule betraut. In der Nachfolge v. Stephan Lück, der als überzeugter Caecilianer die instrumental begleitete Chormusik zugunsten der altklass. a-capella-Polyphonie aus dem Dom verdrängt hatte, pflegte D dieses v. Lück wieder neu zusammengetragene Chorrepertoire weiter. Andererseits ist er als Komponist romantischer Klavierstücke, Pianist und Orchesterdirigent in dieser historisierenden Kirchenmusikpflege schwer vorstellbar. 1856 wurde ihm der Titel "Kgl. Musikdirektor" verliehen, nachdem er den preuss. König Friedrich Wilhelm IV. mit einer Klavierimprovisation beeindruckt hatte. 1859 wurde D Musikdirektor der Trierer Liedertafel. - Um 1861 scheint D's Tätigkeit am Dom zu enden. Als Michael Hermesdorff ein Jahr später Domorganist wurde, übernahm dieser zugleich Aufgaben im Vokal- und Ausbildungsbereich der Kathedralkirche. - D übernahm 1867 die musikalische Leitung des neu gegründeten städtisch. Orchesters. Bis zu seinem Tod blieb er Klavierlehrer an der Dommusikschule. - *Heirat: 1849 mit Maria Anna Elisabeth Carola Steiner. - --- [Daten übernommen aus: Josef Still, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Gustav Bereths: Beiträge zur Geschichte der Trierer Dommusik, Mainz 1974
  • Ders: Musikchronik der Stadt Trier, Band 1, Mainz 1978, 120
  • Wolfgang Hoffmann: Zum Caecilianismus in Trier, in: Kurtrierisches Jahrbuch, 1961 ff, 1996, 251-278
  • Kurzbiographien von Mittelrhein und Moselland, Trier 1967-1975, 383 f. (Gustav Bereths)
  • Martin Möller: Der städtische Musikverein Trier, Trier 1998, 17
  • Domkapitelarchiv im Bistumsarchiv Trier, Abtlg 91 Nr.202 f.
  • Josef Rau: Das kirchenmusikalische Leben am Dome zu Trier im 19. Jh, 1938 (MS in der Bibliothek des Priestersemin. Trier)
GND-Nr. 1051207789
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0262
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek


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