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Keppler, Maximilien-Xavier / 1758-1837

Geburtsdatum29.11.1758
GeburtsortAndlautal
Sterbedatum30.04.1837
SterbeortAndlautal
Berufe/StellungenPräfekt
FachgebieteÖffentliche Verwaltung
Biogramm Präfekt. - K schlug nach der Revolution v. 1789 in seiner Heimat eine steile polit. Karriere ein, obgleich sein Vater als ehemal Syndikus der Abtei v. Andlau auf der Guillotine ein vorzeitiges Ende fand. Nach dem Jurastudium in Straßburg war K u.a. in Landau als Anwalt tätig. Dort begann 1790 sein Aufstieg in der französ. Verwaltung: 1795 wurde er Bürgermeister v. Straßburg; als Abgeordneter des Departement Bas-Rhin zog er 1800 in den neugeschaffenen "Corps législatif" ein und wurde noch vor Ablauf seiner Amtszeit am 25.04.1803 zum Präfekten des Saardepartements berufen, wo er am 1.06.1803 "unter dem Geläute aller Glocken und dem Abfeuern der Böller" eintraf. Ein Zeitgenosse erinnert sich, daß er "etwas langsam in Betreibung seiner Amtsgeschäfte, aber ein herzensguter Mann und Freund der Bürger [war]; Speichellecker bereiteten ihm manche Unannehmlichkeit bei der Regierung". Seine Vorgesetzten in Frankreich beurteilten ihn am Ende seiner Amtszeit 1811 wesentl. ungnädiger als "mittelmäßigen, nur halbwegs gebildeten Charakter", dem es an Würde mangele. Seine Korrespondenz mit Bürgermeister Anton Josef Recking, Trier (1800-1810), ist erhalten und "v gegenseitigem Respekt geprägt". 1804 war er in die Ehrenlegion aufgenommen worden. 1810 erhielt er den Titel eines "Baron de l'Empire". 1805-1810 war er qua Amt Präsident der Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier (vormals: Société des recherches utiles du département de la Sarre à Trèves). Seine Ablösung als Präfekt 1810 stand im Zusammenhang mit polit. Unruhen in der Region, die er nicht im Sinne Napoleons zu meistern verstand, dessen Trier-Besuch im Oktober 1804 K maßgebl orchestriert hatte. Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft zog sich K, der es im Lauf seiner polit. Karriere zu einem der wohlhabendsten Bürger v. Straßburg gebracht hatte, v. der polit. Bühne zurück. - --- [Daten übernommen aus: Hans-Ulrich Seifert, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Archives Biographiques Francaises I 558, 48-49 und II 368, 127
  • Edgar Christoffel: Die Stadt Trier und das Trierer Land, Trier 1999, 308 Anm.71
  • Dictionnaire de Biographie Française Band 18, 1113
  • Guido Groß: Napoleon in Trier, in: Jahrbuch des Landkreises Trier-Saarburg, 1998, 214-224
  • Lager: Mitteilungen aus einem trierischen Tagebuch aus der Zeit der französ. Revolution, in: Trierische Chronik 11 (1915) 179-187
  • Michael Müller: Die Stadt Trier unter französ. Herrschaft (1794-1814), in: 2000 Jahre Trier, Band III: Trier in der Neuzeit, Trier 1988, 377-398 (386 f)
  • Nouveau Dictionnaire de Biographie alsacienne, 1929-1930
  • Jean Savant: Les préfets de Napoléon, Paris 1958, 305
  • Wolfgang Hans Stein: Die Akten der Verwaltung des Saardepartements 1798-1813. Inventar der Bestände Landeshauptarchiv Koblenz Bestand 276 und Landesarchiv Speyer Bestand G 9, Koblenz 1991 (Best. 276 Nr. 07 [89] und 14 [90])
GND-Nr. 1051209943
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0613
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
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