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Birnbaum, Johann von / 1763-1832

Geburtsdatum06.01.1763
GeburtsortLandau-Queichheim
Sterbedatum20.05.1832
SterbeortZweibrücken
WirkungsorteLandau in der Pfalz ; Weißenburg <Elsass> ; Trier ; Kaiserslautern ; Zweibrücken
Berufe/StellungenJurist
FachgebieteRecht
Werke (Auswahl)Kurzer Abriss der Lebensgeschichte des Verfassers - in: Johann v. B. Geschichte der Stadt und der Bundesfestung Landau mit dazu gehörigen Belegen, 2. Aufl Kaiserslautern 1830, XVII-XXXIV ; Mithg des Journals für Gesetzeskunde und Rechtsgelehrsamkeit 1804-1807 (zus. mit Franz Georg v. Lassaulx in Koblenz) ; Dissertation sur les testaments faits avant le Code Napoléon et ouverts seulement sous l'empire de ce code, Koblenz etwa 1812 ; (Hrsg.): Jurisprudence de la cour de Trèves sur le nouveau droit et la nouvelle procédur, en matière civile et de commerce, 3 Jahrgänge (1810-1812) und ein Heft (1813) ; Questions transitoire sur l'arrété du commissaire du Gouvernement relatif à l'enregistrement des anciens actes réputés authentiques dans les 4 Departements du Rhin ; Deutsche Übersetzung des neuen Strafgesetzbuches 1810, Druck Hetzrodt, verlegt bei Lintz in Trier ; Kommentar über das Judendekret vom 17.03.1808, mit einer kurzen Geschichte der Juden (erschien nicht, weil der Zensor den Text verstümmelt hatte, und B ihn deshalb zurücknahm)
Biogramm Birnbaum wurde als Sohn des Tagelöhners, Abraham Birnbaum, und dessen zweiter Ehefrau, Maria Barbara, geb. Daumüller, geboren; der begabte Schüler wechselte von der Queichheimer Dorfschule an die Lateinschule der Stadt Landau, die er bis zum Tod des Vaters im Jahr 1776 besuchte; 1778 entschloss er sich bei einem Chirurgen in die Lehre zu gehen; nach seiner Lehrzeit arbeitete er ab 1782 bei dem Landauer Wundarzt und Geburtshelfer, Johann Michael Steeg, als Geselle; am 5.10.1784 heiratete er dessen jüngste Tochter, Caterina Jakobea Steeg; drei Jahre später legte er seine Meisterprüfung in Landau ab; Birnbaum, der sich für den Beruf des Chirurgen nie so recht begeistern konnte, wurde 1791 im Zuge der Französischen Revolution zum Sekretär des Landauer Jakobinerclubs gewählt; im April 1791 Jahr bekam er eine Adjunktenstelle beim Munizipalsekretär der Stadt Landau, drei Monate später wurde er Schreiber des ersten Friedensrichters der Stadt Landau; Ende Februar 1794 ging Birnbaum nach Weißenburg und war dort als Sekretär der Distriktsverwaltung tätig; ein Jahr später wurde er zum Friedensrichter von Landau gewählt; im April 1799 wurde er Verwalter des Départements Bas-Rhin ernannt und Mitte März 1800 zum Präfekt des Wälderdépartements; nach acht Monaten verlor er diese Stelle allerdings wieder; 1803 wurde er Appellrat am Trier Obergericht, 1815 Vizepräsident am Appellationsgericht in Kaiserslautern und 1824 Präsident des von Kaiserslautern nach Zweibrücken verlegten Appellationsgerichts; aufgrund seiner Verdienste verlieh ihm der bayerische König Max I. Joseph 1817 den persönlichen Adel.
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Gerichtspräsident. - Nach Besuch der Dorfschule und der Lateinschule in Landau Ausbildung zum Wundarzt, 1786 "Meister der Chirugie". 1791 Adjunkt der Stadt Landau, bald darauf Gerichtsschreiber. 1791 Gründungsmitgl. des Landauer Jakobinerklubs. 1795 Friedensrichter in Landau und 1794 Distriktssekretär in Weißenburg. 1799 wurde er Departementsverwalter in Straßburg und 1800 Präfekt des Wälderdepartements. 1801 Ernennung zum kommissarischen Richter am Appellationsgerichtshof in Brüssel und 1803 beim gleichen Gericht in Trier. Er entfaltete nach ersten Versuchen in Brüssel in Trier eine reiche juristische Publikationstätigkeit. In dieser Zeit legte er der Rechtsfakultät Koblenz seine Dissertation vor. Bald wurde er Kammerpräsident am Appellationshof in Trier. Nach dem Ende der französ. Herrschaft wurde er nochmal zur Departementsverwaltung Luxemburg entsandt, aber bald entlassen, weil er während der Zugehörigkeit v. Queichheim zu Frankreich dort geboren worden war und folglich als französ. Staatsbürger galt. 1815 wurde B Vizepräsident des Appellationsgerichtshofes der Pfalz in Kaiserslautern und entsprechend v. der 1816 folgenden bayrischen Verwaltung übernommen. 1824 wurde er Präsident dieses Gerichtshofes (nun in Zweibrücken) - 1817 wurde B der Adelstitel und der bayerische Civilverdienstorden verliehen - Als ihm nahegelegt wurde, auf die Gerichte einzuwirken, dem Willen des Monarchen zu folgen, lehnte er dies ab. 1832 wurde er in den Ruhestand versetzt. - *Heirat: 1784 mit Katharina Jacobea Steeg. - --- [Daten übernommen aus: Heinz Monz, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • Ziegler, Hannes: Historische Streifzüge. - Landau, 1992
  • Eltester: B; in: Allgemeine Deutsche Biographie, 55 Bde., Berlin 1875 ff, 2, 664 f. - Andreas Imhoff: Landau. Wirtschaft und Garnison in einer Festungsstadt, Kaiserslautern 1996 - Friedrich Schmitt: Die provisorische Verwaltung des Gebietes zwischen Rhein, Mosel und französischer Grenze durch Österreich und Bayern in den Jahren 1814-1816, Meisenheim 1962, 43 f. - Hans Ziegler: Johannes B (1763-1832. Ein Jakobiner aus Queichheim, Kleine Landauer Reihe 2, Lan-dau 1982. - *Abbildungen: bei Wilhelm Kreutz: Einen Freiheitsbaum, den pflanzen wir am Rhein, Mainz 1989, 22
GND-Nr. 118663445
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/ps01207
Zuletzt bearbeitet:15.07.2009
Weitere Informationen:
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von: Birnbaum, Johann von / 1763-1832
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