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Witte, Otto / 1871-1958

Geburtsdatum16.10.1871 [⇒ 2021 - 150. Geburtstag]
GeburtsortMagdeburg-Diesdorf
Sterbedatum13.08.1958
SterbeortHamburg
WirkungsorteBad Kreuznach ; Heimbach / Landkreis Birkenfeld
Berufe/StellungenAbenteurer ; Schausteller ; Original / Person ; Hochstapler
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten ; Kabarett. Zirkus. Varieté
Werke (Auswahl)5 Tage König von Albanien, der größte Weltabenteurer aller Zeiten, 1932 ; 5 Tage König von Albanien, Erlebnisse eines deutschen Abenteurers im Orient und Okzident, 1939
Biogramm Nach seinem Grabstein 1872 geboren; in seinem Personalausweis stand "1871"; sein Geburtsort wurde auch mit Dortmund oder Düsseldorf angegeben; Witte neigte zum Fabulieren, daher sind seine Angaben zu seiner Biographie prinzipiell unsicher; angeblich schon als 8jähriger mit dem Zirkus Althoff auf Tournee; sei auf abenteuerliche Weise 1912 in die Türkei gekommen, wo er als Geheimdienstagent gegen Bulgarien spioniert habe; erzählte ab den 1920er Jahren die Geschichte, daß er 1913 als osmanischer Prinz getarnt von den türkischen Truppen zum König von Albanien proklamiert worden, aber nach 5 Tagen wieder abgesetzt worden sei, ähnlich wie im "Hauptmann von Köpenick"; veröffentlichte 1932 und 1939 2 Bücher über seine angeblichen Erlebnisse; aufgrund historischer Fakten läßt sich nachweisen, daß der Großteil seiner Schilderungen unglaubwürdig ist; zudem kann man - neben dem "Hauptmann" - Parallelen zwischen seiner Erzählung und Karl Mays "Durch das Land der Skipetaren" und auch zeitgenössischen Zeitungsberichten nachweisen; gründete 1918 eine "Fraktionslose Partei für Handel und Gewerbe"; zog ca. 1919 nach Bad Kreuznach, wo er die Gaststätte "Zur Rhein-Nahe-Bahn" eröffnete; lebte dort mit seiner Frau Maria, geb. Bier, 1 Tochter; bis 1922 in Bad Kreuznach nachweisbar; behauptete, bei der Reichspräsidentenwahl 1925 angetreten zu sein, aber seine Stimmen ab dem 2. Wahlgang mangels Siegchancen dem späteren Sieger Paul von Hindenburg vermacht zu haben; auch diese Geschichte kann nicht belegt werden; wohnte eine Zeitlang (ca. zwischen 1911 und 1913) auch in Heimbach an der Nahe, bezeichnete in seinen Autobiographien Heimbach als sein "Heimatdorf"
Quellen
  • Blum-Gabelmann, Franziska: Otto Witte, Mythomane und ambitionierter Geschäftsmann, in: Freundeskreis Kreiznacher Johrmarkt, 2015, S. 47-49
  • Schmidt-Neke, Michael: Pseudologia phatastica und Orientalismus, in: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2006, S. 151-183
Quellen (WWW)
GND-Nr. 122467272
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pk06336
Zuletzt bearbeitet:05.10.2016
Weitere Informationen:
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über: Witte, Otto / 1871-1958
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