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Sebaldt, Karl Friedrich Wilhelm / 1808-1874

Geburtsdatum02.09.1808
GeburtsortCoburg
Sterbedatum22.05.1874 [⇒ 2024 - 150. Todestag]
SterbeortSankt Wendel
WirkungsorteSankt Wendel ; Trier
Berufe/StellungenPolitiker ; Verwaltungsbeamter
FachgebieteÖffentliche Verwaltung ; Recht
Werke (Auswahl)Berichte des Vertreters des Regierungspräsidenten (später Regierungspräsidenten) Oberregierungsrat S an Oberpräsident Eichmann und Innenminister v. Manteuffel - in: Joseph Hansen/Heinz Boberach: Rhein. Briefe und Akten zur Geschichte der polit. Bewegung .., Band 2/2, Köln/Bonn 1976, Nrn.309, 313. 321, 351, 359 ; Band 3, Düsseldorf 1998, Nrn. 4, 67, 86, 92, 107, 208 ; Relation des Königl. Regierungspräsidenten in Trier ( = Sebaldt) über die Bernkasteler Vorfälle - in: Trierische Zeitung, Nr.325 v. 1.12.1848
Biogramm Regierungspräsident. - S wurde nach juristischem Studium 1824 Advokatanwalt in St. Wendel, 1832 dort Regierungsassessor und Richter. Als das Fürstentum Lichtenberg v. Preußen übernommen wurde, trat S 1835 in preuss. Dienste. 1844 wurde er Regierungsrat und Justitiar bei der Regierung in Trier, dann Leiter der Abtlg des Inneren. 1848 sympathisierte er zunächst mit der Revolution. In der Zeit v. 10.05.bis 15.08.1848 wurde er als kommissarischer Oberbürgermeister und Landrat in Trier bestellt. Gegen Widerstand der Bevölkerung wurde er 1849 zum Regierungspräsidenten in Trier ernannt; mit harter Hand versuchte er, die Volksbewegung niederzuhalten. Berüchtigt wurde nach Zusammenstößen mit dem Militär seine "warnende Aufforderung" (sog "Lumpenerlaß"). Im November 1849 sandte er Regierungskommissare mit Truppen nach Bernkastel, Wittlich und Bitburg. Er war Vollstrecker der reaktionären Berliner Politik gegen die Trierer Demokraten. Nach Niederschlagung der Revolution unterdrückte er die Presse und die Vereins- und Versammlungstätigkeit, überwachte die Beamten und den mißliebigen Klerus. Seine willkürl gehandhabte Einflußnahme bei den Wahlen fand schon 1855 die Mißbilligung des Oberpräsidenten, da S statt die konservativen Kräfte zu koordinieren mit den Konstitutionellen gemeinsame Sache machte. Daher wurde ihm Konstantin v. Gaertner als Leiter der Abtlg des Innern zur Seite gestellt. Auf eigenen Antrag trat S 1864 in den Ruhestand. - *Heirat: 1825 mit Anna Katharina Demuth. Sekundärliteratur: Karl Breuer: Ursachen und Verlauf der Revolution v. 1848/49 im Moseltale und seinen Nachbargebieten, Dissertation Bonn 1920, 192 ff. - Fritz Haubrich: Das Jahr 1848 in Trier, Trier 1908, passim - Tagebuch v. Felix Müller, preuss. Kommissar in Trier, aus den Jahren 1848/49; in: Revolution 1849/49, 401 f. - Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816-1945, Düsseldorf 1994, 742 und 459 - Hansjürgen Schierbaum: Die politischen Wahlen in den Eifel- und Moselkreisen des Regierungsbezirkes Trier 1849-1867, Düsseldorf 1967, 30-125, 226 ff. - Hans-Klaus Schmitt: S; in: Kurzbiographien von Mittelrhein und Moselland, Trier 1967-1975, 186 - Hans Willi Steil: Die politischen Wahlen in der Stadt Trier und in den Eifel- und Moselkreisen des Regierungsbezirkes Trier 1867-1887, Diss. Bonn 1961, 103 - Emil Zenz: Geschichte der Stadt Trier im 19. Jahrhundert, Bd. 1 und 2, Trier 1979 f, Band 1 und 2. --- [Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
GND-Nr. 1051213827
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta1217
Zuletzt bearbeitet:29.05.2007
Weitere Informationen:
Gemeinsame Normdatei
Deutsche National-Bibliothek
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