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Kaspar, Heinrich Maximilian / 1882-1951
Geburtsdatum06.10.1882
GeburtsortMünchen
Sterbedatum1951 (oder 1952 oder 1957?)
SterbeortLudwigshafen am Rhein
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Polizeibürodieners Maximilian Kaspar. - Familienstand: verheiratet. - Religion: katholisch, Kirchenaustritt 1938. - Beruf: kommt 1920 von Rumänien nach Zweibrücken, dort als Hauslehrer tätig; beim "Zweibrücker Merkur" und bei der "Pfälzischen Rundschau" (Ludwigshafen) als Musik- und Theaterkritiker tätig, gibt 1924 den Gedichtband "Aufklang" im Selbstverlag heraus, veröffentlicht 1929 Verschiedenes in der sozialdemokratischen Wochenbeilage "Bei uns daheim", Aufsätze im "Hamburger Fremdenblatt", Übersetzungen aus dem Bulgarischen; nach 1933 nicht mehr schriftstellerisch tätig; Hilfslehrer, seit 1926 Studienrat, zuletzt Studienprofessor an der Oberrealschule Zweibrücken; 1936 erfolglos zum Reichstag vorgeschlagen; 1.5.1938 Direktor der Gauoberschule Donnersberg in Weierhof bei Marnheim; 1.4.1942-1.4.1945 Schulleiter an der Wirtschafts-Oberschule in Ludwigshafen, zeitweise in Metz als Dolmetscher eingesetzt. - NSDAP: vor 1933 Mitglied der Loge "Schlaraffia" (von der NS-Regierung aufgelöst); 1.3.1932 Eintritt in die NSDAP (Nr. 1030355); Jan. 1933-6.2.1934 Adjutant des Kreisleiters von Zweibrücken, Wilfried Lämmel; 1.2.1933 Eintritt in die SA (Obersturmführer); 6.2.1934-31.12.1937 Kreisleiter von Zweibrücken (will kein hauptberuflicher Kreisleiter werden, entscheidet sich daher für den Schuldienst), danach Stellenleiter im Gauamt für Erzieher des Gaus Saarpfalz. Nachkriegszeit: 23.8.1945-28.10.1945 Internierung, 19.3.1946-20.5.1946 Haft im Gefängnis Kirchheimbolanden, danach wohnhaft in Göllheim; 24.11.1948 und 4.7.1949 Säuberungsurteile der Spruchkammer Neustadt: Minderbelasteter, Versetzung in den Ruhestand. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Bundesarchiv Best. PK/F 293 Kaspar, Best. NS 51 Nr. 210. - Landesarchiv Speyer Best. R 18 Nr. A 19176, Best. T 65 Nr. 266. - Heinz, Hans-Joachim: NSDAP und Verwaltung in der Pfalz. Allgemeine innere Verwaltung und kommunale Selbstverwaltung im Spannungsfeld nationalsozialistischer Herrschaftspraxis 1933-1939. Ein Beitrag zur zeitgeschichtlichen Landeskunde, Mainz 1994. - Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004. - Moser, Arnulf: Von der Mennoniten-Schule zur Nationalpolitischen Erziehungsanstalt. Weierhof am Donnersberg im Dritten Reich, in: Pfälzer Heimat 53, 2002, S. 55-61. -
Weitere Informationen
GND-Nr. 1051184258
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0158
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009

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