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Mayer, Kurt / 1903-1945
Geburtsdatum27.06.1903
GeburtsortOtterberg
Sterbedatum03.06.1945
SterbeortOldesloe
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Pfarrers Eugen Mayer (seit 1896 Pfarrer in Otterberg, ab 27.7.1903 in Kaiserslautern). - Familienstand: verheiratet seit Mai 1932 mit Ella Sambraus aus Bad Oldesloe, 4 Kinder. - Religion: evangelisch. - Ausbildung: 1913-1922 humanistisches Gymnasium in Kaiserslautern, 1922 Abitur; 1922-1927 Studium der Geschichte, der Historischen Hilfswissenschaften sowie der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München, Hamburg und Würzburg, 1929 Promotion in München (Dissertation: Genealogisch-heraldische Untersuchungen zur Geschichte des alten Königreichs Burgund). - Beruf: 1928 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Historischen Museum der Pfalz in Speyer; [[Anm.: Bericht über Bestandsaufnahme der Siegelmatrizen im Historischen Museum der Pfalz, in: Pfälzisches Museum 45, 1928, S. 273]] 16.6.1930-1931 Angestellter (zeitlich befristet) beim Archiv der Evangelischen Landeskirche der Pfalz; 1.12.1931-1933 Geschäftsführer des Evangelischen Bundes in Halle a. d. Saale; Nov. 1934 Erster Vorsitzender des familien- und wappenkundlichen Vereins "Der Herold", Berlin; 18.3.1935-1945 Leiter der Reichsstelle für Sippenforschung (ab 1940 Reichssippenamt) in Berlin. NSDAP: 1923 Eintritt in die NSDAP (Nr. 47537), Mitglied des "Studenten-Stoßtrupps Kaiserslautern" (Aktionen gegen Separatisten in der Pfalz); 1929 Wiedereintritt in die NSDAP; 1.12.1930 HJ-Führer im Bezirk Speyer-Germersheim; Feb. 1931 Gauredner; 1931 Bezirksleiter der NSDAP in Speyer; 16.3.1932 bei einer Auseinandersetzung mit Kommunisten in Halle verletzt; 15.11.1933-1945 Leiter der "Wappenkundlichen Abteilung" des Bereiches "Sippenbuch" im Rasse- und Siedlungsamt (ab 1935 Rasse- und Siedlungshauptamt) der SS in Berlin; 1944 SS-Standartenführer. Tod: lt. Schulle, Diana: Das Reichssippenamt. Eine Institution nationalsozialistischer Rassenpolitik, Berlin 2001, S. 383: Selbstmord am 8.6.1945; in die Suizidaktion war offensichtlich die ganze Familie einbezogen, da für Mayers vier Kinder ebenfalls der 8.6.1945 als Todesdatum angegeben sei; die Ehefrau Ella Mayer soll diesen Suizidversuch überlebt haben und in ein Militärgefängnis in Lübeck eingeliefert worden sein, wo sie sich zu einem späteren Zeitpunkt das Leben nahm. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Quellen
  • Heinz, Hans-Joachim: NSDAP und Verwaltung in der Pfalz. Allgemeine innere Verwaltung und kommunale Selbstverwaltung im Spannungsfeld nationalsozialistischer Herrschaftspraxis 1933-1939. Ein Beitrag zur zeitgeschichtlichen Landeskunde, Mainz 1994. - Schulle, Diana: Das Reichssippenamt. Eine Institution nationalsozialistischer Rassenpolitik, Berlin 2001. -
Weitere Informationen
GND-Nr. 136123910
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0203
Zuletzt bearbeitet:30.06.2009

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