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Struve, Wilhelm / 1895-1971
Geburtsdatum21.12.1895
GeburtsortKassel
Sterbedatum24.06.1971
SterbeortHamburg
WirkungsorteNeuwied ; Koblenz ; Trier ; Köln ; Krakau
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Herkunft: Sohn des Wilhelm Struve. - Familienstand: verheiratet. - Beruf: seit 1929 Fraktionsführer der NSDAP im Kreistag Neuwied, Stadtrat in Neuwied; 1932-1933 MdL (Preußen); 1933-1942 Landrat in Koblenz (bis 1934 kommissarisch); Nov. 1933, 1936 und April 1938 erfolglos zum Reichstag vorgeschlagen; seit 1.3.1940 Präsident des Landesarbeitsamtes Rheinland in Köln (Ernennung am 31.7.1940); Nov. 1942 als Leiter des Arbeitseinsatzes im Generalgouvernement nach Krakau abkommandiert. - NSDAP: 1.11.1927 Eintritt in die NSDAP (Nr. 72587); 21.1.1929-3.5.1930 Führer der SA-Standarte II, Neuwied; 3.5.1930-31.5.1931 Bezirksleiter der NSDAP in Trier und Führer der SA-Standarte V, Trier; seit 31.5.1931 Gaukommissar und Gaufachberater für Mittelstand und Handwerk des Gaus Koblenz-Trier; 1931 Gauorganisationsleiter des Gaus Koblenz-Trier; 1931-19.11.1942 Leiter des Gauamts für Kommunalpolitik des Gaus Koblenz-Trier. --- [Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Sohn des Privatsekretärs Wilhelm Struve; aufgewachsen in Kassel; kaufmännische Ausbildung; 1914-1917 Frontkämpfer im Ersten Weltkrieg; 1919-1920 für den schlesischen Grenzschutz und in der Marinebrigade Ehrhardt tätig; 1923 Umzug nach Neuwied; bis 1926 kaufmännischer Angestellter, anschließend selbstständig; Ende 1927 Eintritt in die NSDAP; seit 1927 außerdem in der SA; baldige Betätigung als Parteifunktionär u.a. 1929-1930 als Kreisleiter seiner Partei und als Fraktionsführer im Stadtrat Neuwied; ab 1930 hauptamlicher Funktionär; Bezirksleiter der NSDAP 1930-1931 und Umzug nach Trier; für den Gau Koblenz-Trier ab 1931 Gaukommissar und 1933-1942 Leiter des Gauamts Kommunalpolitik; 1933-1940 außerdem Landrat von Koblenz-Land; 1940-1942 Präsident des Landesarbeitsamtes Rheinland mit Sitz in Köln-Lindenthal; 1942 Oberführer der SA; 1943-1945 Präsident des Hauptamtes Arbeit im Generalgouvernement in Krakau und verantwortlich für die Erfassung, Rekrutierung und Deportation polnischer Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter; nach Kriegsende lebte er in Seligenstadt unter falschem Namen bis zu seiner Selbstanzeige wegen falscher Namensangabe und unmittelbarer Falschbeurkundung am 30.09.1952; das Verfahren wurde aufgrund der Verjährung dieser Delikte eingestellt; auch ein Spruchkammerverfahren endetet mit Straffreiheit; seine Bemühungen um eine Wiederverwendung im öffentlichen Dienst seit dem 28.11.1952 hingegen blieben erfolglos
Quellen
  • Bundesarchiv Best. PK/M 87 Struve, Best. NS 22 Nr. 1056. - Landeshauptarchiv Koblenz Best. 403 Nr. 16737, Nr. 16740, Nr. 16744, Nr. 16751, Best. 714 Nr. 1275. - Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004. - Stockhorst, Erich: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich, Wiesbaden o. J. (1985). -
  • Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte.- 37 (2011), S. 398-405
  • Landkreis Mayen-Koblenz: Heimatbuch. - 2013, S. 37-42
Weitere Informationen
GND-Nr. 1020112905
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkc0305
Zuletzt bearbeitet:11.06.2012

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