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Castor / von Karden / ca. Mitte d. 4. Jh.
GeburtsortAquitanien (?)
Sterbedatumum 400
WirkungsorteTrier ; Treis-Karden-Treis
Berufe/ StellungenEinsiedler ; Pfarrer / Katholische Kirche ; Heiliger ; Missionar
FachgebieteKirche ; Soziologie. Gesellschaft
Werke (Auswahl)Reliquienschrein des hl. Kastors (Tannenholz) vom Ende des 15. Jahrh, niederrhein. Malerschule, in der Pfarrkirche in Karden. Die Bodenplatte ist 90 x 40 cm groß, matt vergoldet, mit Figuren: Christus thronend u. segnend, Muttergottes mit Kind, hl Petrus u. Kastor vor Goldgrund. mit weiteren Apostelfiguren. 1954 wurde von Felix Vallendar aus Karden ein schmiedeeisernes Gehäuse um den Schrein angefertigt.
Biogramm K. wurde vom Trierer Bischof Maximinus (329/46) ausgebildet u. zum Diakon u. Priester geweiht, er ließ sich als Einsiedler in Karden nieder. Zu ihm sandte der Bischof den Pontentinus mit dessen Söhnen Felicius u. Simplicius. Hier in Karden soll K. eine Marienkirche errichtet haben, in oder bei der er nach seinem Tode beigesetzt wurde. Starb in hohem Alter. Das Grab geriet in Vergessenheit. Die Gebeine des hl. K. wurden auf Grund "mehrmaliger Offenbarungen" unter Bischof Wiomad (753/91) von dem Priester Marcius 781 aufgefunden, Am 11.11.836 sind Teile der Reliquie in die neue St. Kastorkirche nach Koblenz übertragen worden. Ende des 10. Jahr. oder zu Anfang des 11. Jahr. wurde "das Haus des hl. Paulinus" in Karden zur Kastorkirche umbenannt. - (Die Kastor-Vita wurde erst im 13. Jahrh. geschrieben, die Geschichtsforscher Ewig u. Hauck sprechen in diesem Zusammenhang von "inhaltsleer u. wenig glaubwürdig", Pauly u. Wackenroder sprechen von "einem echten Kern u. glaubwürdig"). - --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Katholischer Gedenktag ist der 13. Februar. 780 wurden die Gebeine in die Paulinuskirche in Karden umgebettet, was gleichbedeutend mit der Seligsprechung war. Am 12.11.837 erfolgte die Umbettung des größten Teils der Reliquien in die neugebaute St.-Kastor-Kirche in Koblenz.
Quellen
  • Acta sanctorum per circulum anni f. 44 - 46v, aus der Abtei St. Maximin in Trier, Hs 1151/453
  • Pauly, Ferdinand: Siedlung u. Pfarrorgan. im alten Erzbistum Trier - Das Landkapitel Kaimt-Zell, Röhrscheid, Bonn 1957, S. 70/85
  • Wackenroder, Ernst: Die Kunstdenkmäler von Rheinl.-Pfalz, 3 Band, Die Kunstdenkmäler des Landkreises Cochem, 2 Bd, München 1959. S. 420/1
  • Hennes, 800 Jahre Stiftskirche St. Kastor in Karden, Faid 1983
  • Platten, St. Kastor Schutzpatron unserer Heimat, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 1985, S. 141/5
  • Sauser, Heilige u. Selige im Bistum Trier, Trier 1987, S. 46/9
  • Spieß, Der heilige Kastor, in: Ein Eifeler für Rheinl.-Pfalz, 2003, S. 883/92
  • Heinz, Als der Christenglauben aufs Land kam, Paulinus v. 16.2.2003
Quellen (WWW)
Weitere Informationen
GND-Nr. 129877727
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0453
Zuletzt bearbeitet:29.12.2011

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