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Fuehrer, Ruth / 1902-1966
Geburtsdatum20.09.1902
GeburtsortKönigsberg / Ostpreußen
Sterbedatum22.07.1966
SterbeortGmunden
WirkungsorteKoblenz ; Neustadt an der Weinstraße ; Potsdam ; Berlin
Berufe/ StellungenWeibliche Abgeordnete ; Pfarrerin
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten ; Kirche
Werke (Auswahl)Die Gesangbücher der Stadt Königsberg von der Reformation bis zur Einführung des Einheitsgesangbuches für Ost- und Westpreußen, Diss., Königsberg 1927 ; mehrere theologische Veröffentlichungen, v. a. über Seelsorge, Gesangbücher, das Kirchenjahr und die Taufe, Besuch und Seelsorge im Krankenhaus
Biogramm
  • Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtags
  • Partei: CDU
  • Mandate: Mandat 1. Wahlperiode: Regierungsbezirk Pfalz, bis 03.01.1949, Nachfolger: Pieper, Julius
  • Konfession: Evangelisch
  • Ausbildung, beruflicher und persönlicher Werdegang: 1922 Abitur in Königsberg, 1922-1927 Studium der Theologie in Leipzig, Bethel, Rostock und Königsberg, 1926 Promotion zum Lic. theol. in Königsberg, 1958 Umwandlung in Dr. theol., 1927 Stadtvikarin und 1928 Krankenhauspfarrerin in Meiningen / Thüringen, 1929 Ordination in Meiningen, 1932 Leiterin der Mütterschule der Evangelischen Frauenarbeit in Potsdam, 1936 Sekretärin der Evangelischen Frauenarbeit in Neustadt an der Weinstraße, 1942 Leiterin des Katechetischen Amts beim Konsistorium in Königsberg, ab 1943 als Kirchenrätin, 1945 Krankenhauspfarrerin in Berlin, 1946 Sachbearbeiterin der Evangelischen Frauenarbeit in Neustadt an der Weinstraße, 1948 Stadtvikarin in Neustadt an der Weinstraße, 1949 Krankenhauspfarrerin in Ludwigshafen, 1954 Ruhestand, Vertretungsdienste, Vortrags- und schriftstellerische Tätigkeit
  • Politische und gesellschaftliche Funktionen: 1933 Mitglied der NS-Frauenschaft
  • 1945 Mitglied der CDU
  • Mitgliedschaft im Landtag, Gremientätigkeit: 04.06.1947-03.01.1949 (1. Wahlperiode) Mitglied des Landtags
  • 1. Wahlperiode: Mitglied Flüchtlingsausschuss.- --- [Daten übernommen aus "Die Stellvertreter des freien Volkes. Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015", Mainz 2016 (Red.schluss 01.12.2015)]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Aufgewachsen in der Familie des Großkaufmanns Karl Fuehrer; 1915 Tod des Vaters; 1922 Abitur in Königsberg; danach bis 1927 Theologiestudium in Königsberg, Leipzig, Bethel, Rostock; 1927 Vikarin in Meiningen/Thüringen; 1928 dort Krankenhauspfarrerin; 1929 dort Ordination; ab Ende 1932 Mütterschulleiterin und Dozentin im Dienst der Evangelischen Frauenhilfe in Potsdam; 1936 Berufung als erste theologische Sachbearbeiterin in den Dienst der pfälzischen Evangelischen Frauenarbeit in Neustadt an der Weinstraße; 1942 Verlassen der Pfalz aus kirchenpolitischen Gründen, u.a. wegen Einschränkungen in ihren Arbeitsgebieten durch Verbote der NSDAP; 1942 Rückkehr nach Ostpreußen und Übernahme der Leitung des Katechetischen Amtes beim Konsistorium in Königsberg; 1943 Ernennung zur Kirchenbeamtin auf Lebenszeit und zur Kirchenrätin; 1944 Zerstörung ihres Elternhauses bei einem Bombenangriff; sie verließ gemeinsam mit ihrer Mutter Königsberg; 1946 nach einem Jahr als Krankenhauspfarrerin in Berlin Rückkehr in die Pfalz nach Neustadt an der Weinstraße; dort erhielt sie wieder ihre frühere Stelle als theologische Sachbearbeiterin bei der Evangelischen Frauenarbeit; bald nach ihrer Rückkehr in die Pfalz Eintritt in die CDU und Berufung in deren Landesauschuss; 1947 Wahl in den Landtag als einzige CDU-Frau aus der Pfalz; 1949 Niederlegung ihres Mandats und Rücktritt von ihren politische Ämtern; 1948 reduzierte sie wegen finanzieller Engpässe bei der Evangelischen Frauenarbeit ihre Arbeitszeit auf eine halbe Stelle; dazu wurde sie Stadtvikarin in Neustadt mit einer halben Stelle; 1949 wegen Widerständen des Presbyteriums gegen eine predigende Frau Übernahme des Krankenhauspfarramts in Ludwigshafen; wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit bat sie um ihre Versetzung oder Pensionierung; 1954 Beurlaubung mit anschließendem Ruhestand; ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in Kassel
Quellen
  • Carl, Viktor: Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten, 3. Aufl. Edenkoben 2004, S. 254
  • Feigk, Monika: Dr. Ruth Fuehrer (1902 - 1966), in: Brüchert, Hedwig (Hrsg.): Rheinland-Pfälzerinnen. Frauen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur in den Anfangsjahren des Landes Rheinland-Pfalz. Veröffentlichungen der Kommission des Landtags für die Geschichte des Landes RheinlandPfalz 23, Mainz 2001, S. 135 - 138
  • Neubach, Helmut: Ostdeutsche Abgeordnete im Landtag von Rheinland-Pfalz 1947 - 1986, in: Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau, Sigmaringen 1985, S. 265 - 285, S. 267
  • Simon, Bernhard: Die Abgeordneten der 1. Wahlperiode des rheinland-pfälzischen Landtags vom 18. Mai 1947 - 17. Mai 1951, in: Rheinland-Pfalz entsteht. Beiträge zu den Anfängen des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz 1945 - 1951, hrsg. v. Franz-Josef Heyen, Boppard 1984, S. 127 - 184, S. 151
Weitere Informationen
GND-Nr. 116845627
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pke0192
Zuletzt bearbeitet:01.12.2015

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