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Müller, Herbert / 1900-1994
Geburtsdatum13.09.1900
GeburtsortLudwigshafen-Friesenheim
Sterbedatum24.11.1994
SterbeortLudwigshafen am Rhein
WirkungsorteMainz ; Koblenz ; Ludwigshafen am Rhein
Berufe/ StellungenAbgeordneter ; Schriftsetzer ; Verleger
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten ; Presse
Werke (Auswahl)Nachlass: im Stadtarchiv Ludwigshafen
Biogramm
  • Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtags
  • Partei: KPD (ab 05.10.1949 SPD)
  • Mitglied der Beratenden Landesversammlung
  • Mandate: Mandat 1. Wahlperiode: Regierungsbezirk Pfalz
  • Mandat 2. Wahlperiode: Wahlkreis 6, Listenplatz 8
  • Mandat 3. Wahlperiode: Wahlkreis 6, Listenplatz 8
  • Mandat 4. Wahlperiode: Wahlkreis 6, Listenplatz 8
  • Mandat 5. Wahlperiode: Wahlkreis 6, Listenplatz 7
  • Mandat 6. Wahlperiode: Wahlkreis 6, Listenplatz 2
  • Konfession: Konfessionslos
  • Ausbildung, beruflicher und persönlicher Werdegang: Volksschule, Schriftsetzerlehre in Ludwigshafen, 1918 Soldat, Fachschule, Gehilfenprüfung, 1922-1924 Fabrikarbeiter in der BASF, 1924-1928 Setzer in Mannheim, leitende Stellung in verschiedenen Druckereien, 1928-1929 Redakteur der "Erwerbslosenzeitung", danach Redakteur, Verlagsleiter und Geschäftsführer der KPD-Presse (u. a. "Arbeiterzeitung" Ludwigshafen), 1933 Verhaftung, 23 Monate Inhaftierung im Konzentrationslager Dachau, 1936 Flucht nach Frankreich und 1937 nach Spanien, Offizier in der XI. Internationalen Brigade im Spanischen Bürgerkrieg, 1938 Rückkehr nach Frankreich, dort bei Kriegsausbruch bis zur Flucht 1943 interniert, 1943-1945 illegaler Aufenthalt in Frankreich, 1945 Rückkehr nach Deutschland, 1947-1949 Lizenzträger der Zeitung "Neues Leben" und Gesellschafter des "Rheinverlags", 1966-1981 Gesellschafter der Neue Pfälzer Post GmbH Ludwigshafen
  • Politische und gesellschaftliche Funktionen: 1917 Vorsitzender der Sozialist. Arbeiter-Jugend Ludwigshafen
  • Mitbegründer der Freien Sozialistischen Jugend Deutschlands (FSJ) in der Pfalz
  • 1919 Mitglied der KPD
  • 1919-1924 aktiver Abwehrkampf gegen den rheinischen Separatismus
  • 1923 Mitglied der Bezirksleitung Pfalz der KPD, Vorsitzender in Ludwigshafen
  • 1928-1933 Organisationsleiter des KPD-Bezirks Pfalz bzw. Baden-Pfalz
  • 1928-1933 Mitglied des Bayerischen Landtags
  • 1929-1933 Mitglied des Stadtrats Ludwigshafen
  • 1944 Präsident der Bewegung "Freies Deutschland" (FD) in der Region Toulouse
  • 1945 Mitglied der Westleitung der KPD in Paris
  • 1945-1948 Landesvorsitzender der KPD Rheinland-Pfalz
  • 1946-1948 Mitglied des Kreistags Ludwigshafen und des Bezirkstags der Pfalz
  • 1946-1969 erneut Mitglied des Stadtrats Ludwigshafen, 1946-1949 Vorsitzender der Stadtratsfraktion der KPD
  • 1949 KPD-Austritt und Übertritt zur SPD
  • 1950-1966 Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Ludwigshafen
  • 1950 Mitglied des Bezirkstags der Pfalz
  • 1959 Mitglied der 3. Bundesversammlung
  • bis 1966 SPD-Geschäftsführer des Unterbezirks Ludwigshafen
  • 1919 Gewerkschaftsmitglied, führende Gewerkschaftsfunktionen, 1944 Mitglied der Confédération générale du travail (CGT), nach 1945 Mitglied des Aufsichtsrats der Pfalzwerke Ludwigshafen und des Großkraftwerks Mannheim, 1947-1991 Mitglied des Aufsichtsrats der Konsum-Genossenschaft Ludwigshafen
  • Mitgliedschaft im Landtag, Gremientätigkeit: Mitglied der Beratenden Landesversammlung
  • Mitglied Ältestenrat
  • 04.06.1947-17.05.1971 (1.-6. Wahlperiode) Mitglied des Landtags
  • 04.06.1947 bis Januar 1949 Fraktionsvorsitzender
  • 1. Wahlperiode: Mitglied Ältestenrat, Agrarpolitischer Ausschuss
  • 2. Wahlperiode: stellvertretender Vorsitzender Petitionsausschuss, Mitglied Weinbau- und Weinwirtschaftsausschuss, Wirtschafts- und Wiederaufbauausschuss
  • 3. Wahlperiode: stellvertretender Vorsitzender Petitionsausschuss
  • 4. Wahlperiode: stellvertretender Vorsitzender Petitionsausschuss
  • 5. Wahlperiode: stellvertretender Vorsitzender Petitionsausschuss, Mitglied Agrarpolitischer Ausschuss
  • 6. Wahlperiode: stellvertretender Vorsitzender Petitionsausschuss, Mitglied Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau
  • Ehrungen: Großes Bundesverdienstkreuz (1965), Freiherr-vom-Stein-Plakette (1969), Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz (1983), Ehrenbürger der Stadt Ludwigshafen.- --- [Daten übernommen aus "Die Stellvertreter des freien Volkes. Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015", Mainz 2016 (Red.schluss 01.12.2015)]
Quellen
  • Becker, Klaus J.: Die KPD in Rheinland-Pfalz 1946 - 1956, Mainz 2001, S. 474 f.
  • Carl, Viktor: Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten, 3. Aufl. Edenkoben 2004, S. 605
  • Hexemer, Hans-Peter (Red.): 60 Jahre Parlament in Rheinland-Pfalz, Mainz 2007, S. 93
  • Pieroth, Stephan: Parteien und Presse in Rheinland-Pfalz 1945 - 1971. Ein Beitrag zur Mediengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Mainzer SPD-Zeitung "Die Freiheit", Mainz 1994, S. 867
  • Schumacher, Martin (Hrsg.): MdB. Volksvertretung im Wiederaufbau 1946 - 1961. Bundestagskandidaten und Mitglieder der westzonalen Vorparlamente. Eine biographische Dokumentation, Düsseldorf 2000, S. 285
  • Schumacher, Martin (Hrsg.): MdL. Das Ende der Parlamente 1933 und die Abgeordneten der Landtage und Bürgerschaften der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933 - 1945. Ein biographischer Index, Düsseldorf 1995, S. 109
  • Simon, Bernhard: Die Abgeordneten der 1. Wahlperiode des rheinland-pfälzischen Landtags vom 18. Mai 1947 - 17. Mai 1951, in: Rheinland-Pfalz entsteht. Beiträge zu den Anfängen des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz 1945 - 1951, hrsg. v. Franz-Josef Heyen, Boppard 1984, S. 127 - 184, S. 165
Weitere Informationen
GND-Nr. 1015510353
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pke0485
Zuletzt bearbeitet:01.12.2015

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