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Barrès, Maurice / 1862-1923
Geburtsdatum19.08.1862
GeburtsortCharmes-sur-Moselle (Lothringen)
Sterbedatum04.12.1923 [⇒ 2023 - 100. Todestag]
SterbeortNeuilly <Seine>
Berufe/ StellungenSchriftsteller
FachgebieteSchreiben. Dichtung ; Politiker und historische Persönlichkeiten
Werke (Auswahl)Amori et dolori sacrum. La mort de Venise, Paris 1903 ; L'appel au Soldat, Paris 1900 (hier: Kapitel 11 La vallée de la Moselle) ; Mes Cahiers, Paris 1929-1938 ; Du sang, de la volupté et de la mort, Paris 1894 ; Scènes et doctrines du nationalisme, Paris 1903 ; La terre et les morts. Sur quelles réalités fonder la conscience française? Paris 1899 ; L'œuvre de Maurice Barrès, Paris 1965 ff
Biogramm Französ. Schriftsteller und Politiker. - B profilierte sich seit 1883 als Décadent in der Literaten- und Künstlerszene des Pariser Quartier Latin. Nachhaltiger stilistischer Einfluß auf nachfolgende Schriftstellergenerationen (Gide, Mauriac, Malraux, Montherlant). Seit 1888 polit. Engagement in Paris und Nancy als Parteigänger des revanchistischen Nationalisten Boulanger. 1894-1906 während der Dreyfus-Affaire war B militanter Antidreyfusard. Er avancierte durch polit. Aktivitäten und Publikationen zur Leitfigur der französ. Rechten. 1906 Mitglied der Académie Française - Das französ-deutsche Spannungsfeld zwischen 1870/71 und 1914/18 ist zentrales Motiv seiner deutlich autobiographisch geprägten Texte. In zahlreichen Romanen und Erzählungen propagierte er die Ideologie v. determinierenden Einfluß regionaler Tradition und nationaler Identität. Zur Illustration seiner Thesen schilderte er beispielsweise in dem Roman "L'appel au soldat" eine Moselreise per Fahrrad, wie er sie selbst 1896 unternommen hatte, v. der Quelle bei Boussang bis zur Mündung in Koblenz. Der Weg führt über Remich und Nennig vorbei an der Igeler Säule nach Trier. Die Porta Nigra als Monument römischer Zivilisation symbolisiere den unbeugsamen Willen, sich dem immer wiederkehrenden Ansturm der "hordes barbares" zu widersetzen. Hierin sah B eine Seelenverwandtschaft v. Trier und Metz als ewig umkämpfte Grenzstädte zwischen Romania und Germania. Weitere Stationen der Reise sind u.a. Pfalzel, Niedermendig, Neumagen, Bernkastel, Trarbach, Cochem, Treis, Münstermaifeld und Kobern. - --- [Daten übernommen aus: Anne Syndram, in: Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]
Quellen
  • François Broch: B, Paris 1987
  • Ernst Robert Curtius: B und die geistigen Grundlagen des französischen Nationalismus, Bonn 1921
  • Anne Pütz: Rhetorik des Mythos. Literarische Bilderwelten und polit. Symbolik im Werk v. B und Ernst Jünger, Dissertation Aachen 1995
Weitere Informationen
GND-Nr. 118506684
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pta0049
Zuletzt bearbeitet:11.07.2006

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