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Niespor, Franz / 1914-1981
Geburtsdatum19.11.1914 [⇒ 2024 - 110. Geburtstag]
GeburtsortGorrek
Sterbedatum02.10.1981
SterbeortMainz
WirkungsorteZell-Kaimt
Berufe/ StellungenKirchenmaler ; Restaurator
FachgebieteKunst. Kunstgeschichte
Werke (Auswahl)Pfarrkirche St. Mauritus Kärlich ; Skulptur Anna selbdritt in der Kreuzgangkapelle der Stiftskirche Karden
Biogramm Wohnhaft in Zell-Kaimt - In seinem Geburtsort erlernte er den Beruf des Kirchenmalers u. Vergolders. 1939 kam er nach Koblenz-Moselweiß, wo er bei dem bekannten Kirchenmaler u. Restaurator Thienelt arbeitete. Eine seiner ersten Arbeiten führte in nach Zell, wo er auch seine spätere Frau kennenlernte u. 1941 heiratete. Er ließ sich in Zell-Kaimt nieder, wo er in der Marienthaler Au ein Wohnhaus baute u. ein Atelier einrichtete. 1948 legte er die Meisterprüfung ab, die ihm das Recht zu einem eigenen Maler- u. Vergolderbetrieb verschaffte. Er arbeitete eng mit dem Landesamt für Denkmalpflege u. dem Bischöflichen Generalvikariat zusammen. Er hatte die Fähigkeit Kunst u. Kulturgut unter verschiedenen Aspekten zu begreifen, methodisch zu erfassen, die Untersuchungsergebnisse auszuwerten u. danach abzuwägen, welche Maßnahme zur Erhaltung erforderlich sind. Er zeichnete sich durch individuelle u. eigenverantwortliche Berufsausübung mit maßgeblicher persönlicher Verantwortung aus. Deshalb gab es für ihn nur den Weg über die alten Techniken als Grundlage einer angemessenen Restaurierung. Dementsprechend verabscheute er Zeitdruck, sondern forderte ein Eingehen auf die Kunstwerke so vieler Epochen. Es gibt im weiten Umkreis um Zell kaum eine Kirche oder Kapelle, die er in den 40 Jahren seines Schaffens nicht schon einmal unter seinen Restauratorenhänden hatte, so renovierte er auch u.a. 1973 den Innenraum der Pfarrkirche in Cochem. Er war aber auch im öffentlichen Leben kein Unbekannter. So war er für die CDU viele Jahre im Zeller Stadtrat u. engagierte sich im Pfarrgemeinderat u. Verwaltungsrat in Zell-Kaimt. Nach seinem Tode wurde er auf dem Friedhof in Zell-Kaimt beigesetzt. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Bayer G. / Friderichs A.]
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Geboren in Kleinberg/Schlesien (heutiger Name: Gorrek)
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Architekten, gelernten Kichenmaler, Vergolder und Restaurator aus Wahlenau; möglicherweise sein Sohn? (vgl. http://www.niespor-architekt.de/personalien.html).
Quellen
  • Seemann, Ein Kirchenmaler in Zells Mauern, Trier. Volksfreund vom 26.9.1951
  • Bayer. Kunstschaffende im Kreis Zell, in: Heimatjahrbuch des Landkreises Zell, 1969, S. 23
  • ders. Kirchenmaler - ein seltener Beruf, Festschrift des Zeller Gewerbevereins 1971, S. 49/53
  • Pargen, Kunstwerke in ihrer originalen Schönheit erhalten, in: Zeller Wochenspiegel 11.8.1977
  • Daentler, Kirchl. Denkmalpfl. im Bistum Trier, Jahresbericht 1997, in: Archiv f. Mittelrh. Kirchengesch. 50 Jg. 1998, S. 574/8
Quellen (WWW)
Weitere Informationen
GND-Nr. 1051197724
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0709
Zuletzt bearbeitet:09.08.2012



Pauly, Franz / 1837-1913
Geburtsdatum18.12.1837
GeburtsortSankt Aldegund
Sterbedatum21.03.1913 [⇒ 2023 - 110. Todestag]
SterbeortDüsseldorf
Berufe/ StellungenMaler ; Kaufmann
FachgebieteMalerei. Zeichnung. Graphik ; Handel. Dienstleistung
Biogramm Sohn des erfolgreichen Weinhändlers Peter Philipp P. u. der Maria Marg. Andries. - Seine Jugendzeit verlebte F.P. in St. Aldegund im früheren Stubener-Hof, den die Familie als letzte Hofleute 1804 erworben hatte. Wie F.P. zur Malerei kam, ist nicht bekannt. Nach dem Besuch der Volksschule u. einer entsprechenden Präparandie durch Pfarrer Nicolaus Fisch kam er zu seinem Onkel Andries nach Köln und besuchte hier das Gymn. Ab der Obersekunda wurde er von seinem Vater bei dem Kaufmann Mertens in die Lehre gegeben, er aber setzte bei seinem Vater durch, dass er ab 1856 die Akademie in Düsseldorf besuchen durfte. Nach dem Abschluss der Akademie ging er auf eine Bildungsreise nach Norditalien. In Cochemer Privatbesitz befinden sich von ihm die 1854 angefertigten Ölstudien v. Beilstein u. Gondorf, ein Skizzenbuch von 1859 in Privatbesitz in Düsseldorf, 1871 verkaufte er aus Geldnot 12 Arbeiten, für 300 Goldmark, die sein Sohn Leo 1925 zurückerwerben konnte, die meisten der erhaltenen Bilder stammen aus diesem Kauf (St. Aldegund u. Neef von 1859). Er heiratete am 16.9.1868 Maria Rauch, eine musikalisch hochbegabte junge Frau. Vater Leonard Rausch aus Jülich (1813/95) war Landschaftsmaler u. Kupferstecher. F.P. u. Maria hatten 9 Kinder, die Vater Pauly an der Mosel wegen der Folge des Krieges 1870/71 nicht mehr unterstützen konnte, deshalb rieten ihm seine Freunde, sein Glück im Weingeschäft zu suchen. Nach 1871 wurde er ein erfolgreicher Weinhändler u. "Hoflieferant" der Kunst-Akademie, er hörte mit dem Malen auf und fasste keinen Pinsel mehr an. [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3 / Verf. dieses Artikels: Reinhold Schommers]
Quellen
  • Thieme-Becker, Großes Künstlerlexikon, Bd. XXVI, 315
  • Schommers, F.P. aus St. Aldegund - ein Maler in Düsseldorf, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 1988, S. 76/82
  • ders. Eine Künstlerepisode 1863, in: Heimatjahrbuch des Kreises Cochem Zell, 1990, S. 108/9.
Weitere Informationen
GND-Nr. 1051197791
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0718
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010



Pauly, Friedrich / 1850-1914
Geburtsdatum09.11.1850
GeburtsortCochem
Sterbedatum01.04.1914 [⇒ 2024 - 110. Todestag]
SterbeortKoblenz-Metternich
Berufe/ StellungenPfarrer / Katholische Kirche
FachgebieteKirche
Biogramm Sohn von Friedrich Josef P. u. Amalie Bockstanz. - Er wurde am 29.8.1874 in Trier zum Priester geweiht u. gehörte zu den Gegnern des Bismarckschen "Maulkorbgesetzes" von 1871 u. lehnte den Staatseid ab; daraufhin wurde er verfolgt u. steckbrieflich gesucht. Er flüchtete nach Luxemburg, nach Frankreich u. nach Belgien, wo er als Religionslehrer tätig war. 1884 wurde der Steckbrief aufgehoben u. er durfte in der Diözese Trier eine Stelle antreten, zunächst als Kaplan in Engers; ab 1.10.1885 Hilfsgeistlicher in Nachtsheim, ab 12.7.1888 Pfarrer; ab 30.4.1899 bis zu seinem Tode Pfarrer in Metternich. --- [Daten übernommen aus: Friderichs, Alfons [Hrsg.]: Persönlichkeiten des Kreises Cochem-Zell. Trier, Kliomedia : 2004. ISBN 3-89890-084-3]
Quellen
  • Lauxen, Josef: Das Dekanat Cochem (unveröffentl. Schreibm.-Manuskript), Klotten 1945, (o. S.) heute in der Bibliothek der Abtei Himmerod
  • Der Weltklerus der Diözese Trier seit 1800, hrsg. vom Diözesanarchiv, Trier 1941, S. 257.
Weitere Informationen
GND-Nr. 1051197821
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pkd0719
Zuletzt bearbeitet:16.12.2010

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