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[Bild: Stadtarchiv Mainz]
Alban / von Mainz / -406
Sterbedatum406/407
SterbeortMainz
WirkungsorteMainz
Biogramm Nach der Legende soll der Priester Alban 406/407 beim Einfall der Vandalen im Gartenfeld enthauptet worden sein. Am Ort seines Martyriums wurde die Albanskapelle und eine weitere Kapelle bei der Albansruhe errichtet. Beigesetzt wurde Alban auf dem nach ihm benannten Albansberg, auf dem später das Albanskloster entstand (s. auch Albanstraße, Auf dem Albansberg, "Albanusstraße" in Bretzenheim). Festtag: 21. Juni. --- [Daten übernommen aus: Huber, Wilhelm: Das Mainz-Lexikon. - Mainz : Schmidt, 2002. - ISBN 3-87439-600-2]
Weitere Informationen
GND-Nr. 118501372
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pma0011
Zuletzt bearbeitet:25.11.2002



Bamberger, Heinz Georg / 1947-
Geburtsdatum28.01.1947 [⇒ 2022 - 75. Geburtstag]
GeburtsortNeuwied-Niederbieber-Segendorf
WirkungsorteKoblenz ; Mainz
Berufe/ StellungenJurist ; Richter ; Politiker
FachgebieteRecht ; Politiker und historische Persönlichkeiten
Biogramm Abitur in Koblenz; Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Betriebswirtschaft; 1977 Richter beim Landgericht in Koblenz; 1978 promovierte er; 1982 bis 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesgerichtshof; 1985 Richter beim Oberlandesgericht in Koblenz; 1988 bis 1990 Referent beim Justizministerium in Mainz; 1990 Vorsitzender Richter beim Oberlandesgericht Koblenz, ab 1995 Präsident; von Mai 2006 bis Mai 2011 Justizminister in Mainz.
Quellen
  • Rhein-Zeitung, Ausg. AL. - (2006), 111 vom 13.05., S. 3
Quellen (WWW)
Weitere Informationen
GND-Nr. 109259270
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pk02588
Zuletzt bearbeitet:14.04.2008




[Bild: Trierer Porträtdatenbank]
Bamberger, Ludwig / 1823-1899
Geburtsdatum22.07.1823 [⇒ 2023 - 200. Geburtstag]
GeburtsortMainz
Sterbedatum14.03.1899 [⇒ 2024 - 125. Todestag]
SterbeortBerlin
WirkungsorteMainz ; Berlin
Berufe/ StellungenPolitiker ; Publizist
FachgebietePolitiker und historische Persönlichkeiten ; Presse
Werke (Auswahl)Gesammelte Schriften, 1894-98 ; Erinnerungen, 1899
Biogramm Studierte Rechtswissenschaften in Gießen; nach dem Studium wurde ihm aufgrund seiner jüdischen Abstammung der Eintritt in den Staatsdienst verwehrt; dem Vorparlament in Frankfurt angehörend war er Teilnehmer des pfälzischen Aufstandes von 1848/49 und wurde daraufhin zum Tode verurteilt; er floh über die Schweiz nach England und wurde Bankier; 1866 kehrte er über Paris nach Deutschland zurück; 1868 Mitglied des Zollparlaments; 1871-93 im Reichstag als Abgeordneter; als finanzpolitischer Berater Bismarcks war Bamberger an der Gründung der Reichsbank und der Münzreform beteiligt, stellte sich aber als Vorkämpfer des Freihandels gegen die Schutzzoll- und Kolonialpolitik; dadurch wurde er zum Vertrauten von Friedrich III.
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Wegen seiner Teilnahme an der März-Revolution 1848 wurde er 1852 zum Tode verurteilt und musste nach Paris fliehen; 1868 wurde er amnestiert und nach Berlin berufen; von 1868-71 war er Mitglied des Zollparlaments und von 1871-93 MdR; 1873 war er Mitbegründer der Deutschen Reichsbank und maßgeblich beteiligt an der Schaffung der dt. Reichswährung. Seine Familie erbaute bis 1900 in der Kaiserstr. 63 die sog. Bamberger Villa (s. auch Ludwig-Bamberger-Str.). Grab: Berlin.
Alternatives o. ergänzendes Biogramm Ohne Zweifel war Ludwig Bamberger einer der bedeutendsten deutschen Parlamentarier der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Sohn einer jüdischen Kaufmanns- und Bankiersfamilie aus Mainz schloss 1847 seine Ausbildung als Jurist ab. In den Revolutionsjahren 1848/49 trat er als Volksredner und Publizist hervor und veröffentlichte in der "Mainzer Zeitung" radikal-demokratische Leitartikel. Vehement setzte er sich darin für die Schaffung eines deutschen Einheitsstaates ein, denn die Zersplitterung in Kleinstaaten galt ihm als Hauptursache für die beschränkte, unpolitische Mentalität der Deutschen. An der pfälzischen Erhebung von 1849 beteiligte sich Bamberger sowohl als Volksredner als auch militärisch im Freicorps. Nach der Niederlage der Freischärler rettete er sich durch Flucht in die Schweiz und wurde 1849 in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Sein Onkel nahm ihn daraufhin in einem Londoner Privatbankhaus in die Lehre. 1852 heiratete Bamberger in Rotterdam seine Freundin aus Kindertagen, Anna Belmont aus Alzey. 1853 wurde er in die Pariser Filiale der Bank versetzt und entwickelte sich zum Experten für Wagniskapital und Außenhandel. Auch in Paris war er weiter publizistisch für deutsche Blätter tätig, legte allerdings den Linksradikalismus seiner Jugend ab und wurde zu einem Vorkämpfer des Wirtschaftsliberalismus. Als 1867 eine politische Amnestie für die Alt-48er in Deutschland gewährt wurde, kehrte Bamberger nach Deutschland zurück, um für die Nationalliberale Partei für einen Sitz im Deutschen Zollparlament zu kandidieren. Nach dem Krieg 1870/71 und der Gründung des Zweiten Deutschen Reiches zog Bamberger in den Reichstag ein, der sich damals noch nicht in dem erst 1894 eingeweihten Wallot-Bau befand, sondern im Gebäude der Königlichen Porzellanmanufaktur (KPM) in der Leipziger straße 4. Die Reichsgründung brachte zunächst große monetäre Verwirrung: Im Norden herrschte die Taler-, in den südlichen Staaten die Gulden-Währung. Insgesamt gab es sieben verschiedene Münzsysteme, 33 Notenbanken, 21 deutsche Staaten hatten Staatspapiergeld ausgegeben. Mit dem 1871 verabschiedeten "Gesetz betreffend die Ausprägung von Reichsgoldmünzen" wurde eine einheitliche Währung eingeführt und vom Silberstandard zur Goldwährung übergegangen. Entscheidende Änderungen des Gesetzentwurfes gingen auf Ludwig Bamberger zurück. 1874 legte der Bundesrat den Entwurf eines Bankgesetzes vor. In den Beratungen erwarb sich Bamberger seine größten politischen Verdienste durch sein hartnäckiges Beharren auf der Gründung einer Reichsbank. Durch seinen Antrag wurde die Reichsbank (Jägerstraße 34-38) zur Zentralbank Deutschlands und Hüterin der Goldgrundlage der Währung, weshalb Bamberger mit Recht als "Vater der Reichsbank" gilt. Ab Mitte der 1870er Jahre wuchsen die Konflikte mit Bismarck: Bamberger sprach sich gegen Bismarcks Schutzzollpolitik, das Sozialistengesetz und den Kolonialismus aus. 1893 zog er sich vom politischen Tagesgeschäft zurück. Er starb am 14. März 1899 nach einem Schlaganfall. --- [Biographie übernommen aus: Rheinland-Pfälzer in Berlin : Frauen und Männer aus unserem Land und ihre Wirkungsstätten in Berlin / [Texte: Anna Köbberling ... ]. 5., erw. Aufl. Berlin : Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund der Europäischen Union, 2011]
Quellen
  • Deutsche Biographische Enzyklopädie, 1995
  • Huber, Wilhelm: Das Mainz-Lexikon. - Mainz : Schmidt, 2002. - ISBN 3-87439-600-2
Weitere Informationen
GND-Nr. 118656961
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pk01527
Zuletzt bearbeitet:27.12.2013



Heyl zu Herrnsheim, Sophie von / 1847-1915
Andere NamensformenHeyl, Sophie von / 1847-1915 ; Stein, Sophie / 1847-1915
Geburtsdatum11.06.1847 [⇒ 2022 - 175. Geburtstag]
GeburtsortKöln
Sterbedatum23.10.1915 [⇒ 2025 - 110. Todestag]
SterbeortBad Ems
WirkungsorteWorms ; Berlin
Berufe/ StellungenEhefrau ; Mutter ; Mäzenin ; Freifrau
FachgebieteSoziologie. Gesellschaft
BeziehungenHeyl zu Herrnsheim, Wilhelm / 1843-1923;
Biogramm Sophie Stein wurde 1847 in Köln geboren und entstammte einer großbürgerlichen Bankiersfamilie. 1867 heiratete Sie den Wormser Cornelius Wilhelm Heyl, der 1862 mit 19 Jahren die Leitung der Lederfabrik übernommen hatte. Das Paar hatte 7 Kinder. Auf Sophies Initiative hin begann das Paar schon früh mit dem Aufbau einer Kunstsammlung, die im Laufe der Jahre stetig erweitert wurde. Ein großes Tätigungsfeld bildete für Sophie ihr karitativer und sozialer Einsatz, vor allem für Frauen und Kinder. Sophie vereinigte unerschöpfliche Tatkraft, tief empfundene Verpflichtung für die Wohlfahrtspflege und eine hohe gesellschaftliche Kompetenz. Mit dem Kauf des Schlosses Herrnsheim gelang dem Ehepaar auch der Zugang in adlige Sphären. Ihr wirtschaftlicher Erfolg, Mäzenentum und ihr unermüdlicher Einsatz in der Wohlfahrtspflege führten später zur Erhebung in den erblichen Freiherrenstand durch Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein.
Quellen
  • Frauen in Rheinhessen : 1816 bis heute / herausgegeben von Susanne Kern, Petra Plättner. - 2., durchgesehene Auflage. Mainz am Rhein, 2019. - ISBN 978-3-96176-076-3. - Seite 65-70
Weitere Informationen
GND-Nr. 117739073
Zitierlink http://www.rppd-rlp.de/pm00047
Zuletzt bearbeitet:24.06.2020

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